Polizei, Kriminalität

Warnung vor falschen "Microsoft-Mitarbeitern"

17.04.2019 - 12:31:41

Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss / Warnung vor falschen ...

Rhein-Kreis Neuss / Meerbusch - Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als "Microsoft"-Mitarbeiter" ausgeben. In Meerbusch versuchten Unbekannte, eine 82-Jährige hinter das Licht zu führen und behaupten am Telefon, für das IT-Unternehmen "Microsoft" zu arbeiten. Grund des Anrufes sei, dass der Computer der Angerufenen mit Schadsoftware (z.B. Viren) belastet sei.

Anhand solcher Behauptungen versuchen solche Täter ihre potentiellen Opfer von einer Installation einer Fernwartungssoftware (sogenannter TeamViewer) zu überzeugen. Über ein solches Programm ist es möglich vollen Zugriff auf den Computer zu erlangen. Für die ausgeführten "Leistungen" wird meist zusätzlich ein Honorar verlangt und Daten für Onlinebanking oder Kreditkartendaten abgefragt. So versuchen die Täter Zugriff auf die Konten des Opfers zu erlangen.

Doch bei der Seniorin aus Meerbusch hatten die Betrüger kein Glück. Die Dame erkannte die Absichten des mit Akzent Englisch sprechenden Anrufers schnell und überführte ihn mit einer Fangfrage. Sie erkundigte sich nach seinem Aufenthaltsort. Als der überrumpelte Täter "Californien" antwortete, hielt die 82-Jährige ihm richtiger Weise vor, dass es dort doch mitten in der Nacht sei. Das Telefonat wurde anschließend schnell beendet und es entstand kein Schaden.

Eine dringende Empfehlung der Polizei:

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auf keinen Fall auf die Forderungen eingehen. Beenden sie sofort das Gespräch, trennen sie umgehend die Internetverbindung, wenn ein Zugriff denkbar ist. Nehmen sie auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen vor und geben sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter. Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgeforderte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbietet, ein schadhaftes Gerät zu reparieren. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail. Microsoft schickt unaufgefordert weder E-Mails, noch fordert das Unternehmen per Telefonanruf persönliche oder finanzielle Daten an. Gibt sich der Anrufer als Mitarbeiter der Microsoft-Lotterie aus, dann stimmt dies nicht: Es gibt keine Microsoft-Lotterie. Microsoft fragt niemals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu verifizieren. Microsoft kontaktiert Nutzer nicht ungefragt, um über neue Sicherheitsupdates zu informieren. Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolgt ausschließlich auf Initiative der Nutzer, niemals umgekehrt.

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