Polizei, Kriminalität

Warnung vor erpresserischen E-Mails

07.08.2018 - 17:56:32

Polizei Paderborn / Warnung vor erpresserischen E-Mails

Kreis Paderborn - (mb) Eine Email-Erpressungsmasche schwappt jetzt auch in den Kreis Paderborn. Weil sie angeblich heimlich beim Aufruf von Sexseiten im Internet oder sexuellen Handlungen vor dem Computer gefilmt wurden, sollen die Opfer Lösegeld in Internetwährungen bezahlen - ansonsten würde das peinliche Filmmaterial verbreitet, insbesondere an die persönlichen Kontakte. Die Täter nutzen angeblich eingeschleuste Spionageprogramme, um auf die Webcam des Opfers zugreifen zu können. Bundesweit warnen Polizeidienststellen mittlerweile vor diesem Erpressungsversuch.

Am Wochenende gingen unabhängig voneinander erpresserische Emails bei zwei Männern aus Borchen und Paderborn ein. Die unbekannten Absender forderten mehrere hundert Euro in "Bitcoins". Den vermeintlichen Opfern war klar, dass kein kompromittierendes Videomaterial existieren könne. Deswegen zahlten sie nicht und meldeten sich stattdessen bei der Polizei.

Laut Kripo handelt es sich bei dieser Masche um ein Phänomen, welches in den letzten Monaten verstärkt angezeigt worden ist. Die Emails kommen auch bei Internetnutzern an, die über keine Webcam verfügen. Bisher ist kein Fall bekannt, in dem tatsächlich bloßstellendes Bildmaterial für Dritte zugänglich gemacht wurde. Nach jetzigem Sachstand ist davon auszugehen, dass gar kein Videomaterial existiert, welches Betroffene bei der Vornahme sexueller Handlungen zeigt. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Adressaten der Erpresser-Mails willkürlich ausgesucht sind und letztlich in keinem tatsächlichen Zusammenhang mit deren "Internetgewohnheiten" stehen. Vielmehr dürfte es sich um eine Art Massenmail handeln, die wahllos an recherchierbare oder illegal erlangte Email-Adressen gesandt wird.

- Glauben Sie nicht alles, was Ihnen per Mail zugesandt wird und lassen Sie sich nicht einschüchtern.

- Prüfen Sie bei allen Geldforderungen, die per Email, Post oder am Telefon bei Ihnen eingehen, ob diese berechtigt sind.

Weitere Informationen zum Thema "Cybercrime" unter www.polizei-beratung.de.

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