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Polizei, Kriminalit?t

Vorsicht vor Fake-SMS

07.04.2021 - 17:02:18

Landespolizeipr?sidium Saarland / Vorsicht vor Fake-SMS

Saarbr?cken - Die Polizei und insbesondere das Dezernat f?r Cybercrime erh?lt derzeit vermehrt Anfragen von Handybesitzern, denen die Zustellung eines Pakets per SMS in Aussicht gestellt wurde. Hierbei k?nnte es sich um betr?gerische SMS handeln. Das Dezernat f?r Cyberkriminalit?t informiert ?ber Schutzma?nahmen.

Beim sogenannten Smishing nutzen Kriminelle Textnachrichten, um beispielsweise ihre Schadsoftware zu verbreiten oder Daten abzugreifen. Smishing ist ein Begriff, der sich aus SMS und Phishing zusammensetzt.

Aktuell wird sehr h?ufig eine SMS mit dem Inhalt zugesandt, dass dies die letzte M?glichkeit sei das Paket abzuholen. Es existieren aber auch eine Vielzahl an weiteren Varianten. Alle SMS enthalten einen Link, der jeweils von denen g?ngiger Paketdienstleistern abweicht und auf offenbar zuvor von den Betr?gern kompromittierte Seiten f?hrt. Die SMS Empf?nger sollen immer dazu gebracht werden, den Link anzuklicken und anschlie?end eine App, welche Schadcode enth?lt, zu installieren.

Wenn Sie eine solche SMS erhalten haben:

- klicken Sie auf keinen Fall auf Links, die Ihnen von unbekannter Seite und unerwartet zugestellt werden. Sollten Sie den Absender tats?chlich kennen, fragen Sie auf alternativem Weg nach, was sich hinter dem Link verbirgt und ob der Versand beabsichtigt war.

- best?tigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Smartphone. Besonders Android-Ger?te sind hier gef?hrdet, da diese bei ung?nstiger Einstellung eine Fremdinstallation und somit auch sch?dliche Apps zulassen.

- deaktivieren Sie bei Android die M?glichkeit, unbekannte Apps installieren zu k?nnen. Ggf. ist in Ihrer Android-Version diese Funktion nicht mehr im Sicherheitsbereich zu finden. Geben Sie unter Einstellungen in der Suche "unbek" an. M?glicherweise werden Sie nun in den Bereich "Unbekannte Apps installieren" gef?hrt, bei denen Sie einzelnen Apps diese Erlaubnis erteilen oder noch besser entziehen k?nnen. Ohne diese Erlaubnis k?nnen keine fremden Apps (also alles au?erhalb des originalen App-Stores) installiert werden. Je nach Android und Smartphone kann diese Einstellung anders sein.

- richten Sie unbedingt bei Ihrem Mobilfunkprovider die Drittanbietersperre ein, um weitere Kosten zu vermeiden. Diese kann kostenlos ?ber den jeweiligen Service gebucht werden.

- solange Sie unter Android den Link nicht angeklickt und die App installiert haben, ist noch nichts passiert. Wichtig ist, dass Sie die Installation von unbekannten Apps deaktiviert haben (siehe weiter oben).

- sperren Sie ggf. die Rufnummer, welche die SMS versendet hat.

- l?schen Sie die SMS.

- iOS Nutzer k?nnten mit dieser SMS inzwischen auch Probleme bekommen. Apps k?nnen zwar nicht einfach so installiert werden, dennoch sollte der Link nicht angeklickt werden. Durch eine aktuell bestehende Sicherheitsl?cke in WebKit besteht f?r iOS Nutzer die Gefahr, dass ?ber einen manipulierten Link Apple Ger?te kompromittiert werden k?nnen. Es wird dringend zum Update auf iOS 14.4.2 vom 26.03.2021 geraten.

Wenn Sie bereits geklickt, installiert und die SMS nun massenhaft bekommen/ggf. selber versenden:

- schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus.

- informieren Sie Ihren Provider.

- richten Sie, wenn nicht bereits geschehen, die Drittanbietersperre ein.

- pr?fen Sie, ob durch die SMS bereits Kosten zu Ihrem Nachteil verursacht wurden. Ggf. k?nnen Sie einen Kostennachweis bereits beim Provider einholen/erfragen.

- erstatten Sie Anzeige bei Ihrer ?rtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie dazu das Smartphone, ggf. Screenshots (Abfotografieren mit einem anderen Smartphone), Kostennachweise usw. mit.

- starten Sie Ihr Smartphone im abgesicherten Modus und schauen Sie, welche Apps zuletzt/nicht bewusst von Ihnen installiert wurden. Diese Apps k?nnen Sie dann entfernen und das Smartphone neu starten. Die M?glichkeiten f?r den abgesicherten Modus k?nnen von Hersteller zu Hersteller abweichen.

- wenn Sie sich nicht sicher sind, nehmen sie professionelle Unterst?tzung in Anspruch um die Schadsoftware von dem Mobiltelefon zu bekommen.(Dies kann ggf. Kosten verursachen.)

- gegebenenfalls hilft nur die Zur?cksetzung in den Auslieferungszustand.

R?ckfragen von Medienvertretern bitte an:

Landespolizeipr?sidium Saarland Jan Po? Mainzer Stra?e 134-136 66121 Saarbr?cken Telefon: 0681/962-8013 E-Mail: lpp-pressestelle@polizei.slpol.de Internet: www.polizei.saarland.de Twitter: https://twitter.com/polizeisaarland?lang=de Facebook: https://de-de.facebook.com/Polizei.Saarland

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