Kriminalität, Polizei

Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) - Das gefährliche Spiel von zwei sieben und neun Jahre alten Kindern führte gestern Nachmittag (10.1.) zu einem Polizeieinsatz.

11.01.2022 - 14:15:00

BKinder auf den Gleisen - Zug macht Schnellbremsung. Die beiden Kinder spielten bei Stadtallendorf unmittelbar an der Bahnstrecke und zwangen einen Regionalexpress (Kassel - Frankfurt) zu einer Schnellbremsung.

Zum Glück wurde niemand verletzt

Die beiden aus Stadtallendorf stammenden Jungen blieben unversehrt. Der Zug konnte gerade noch rechtzeitig stoppen. Ein Lokführer kletterte aus seinem Führerstand und übergab die beiden Kinder der Bundespolizei. Die Bundespolizisten klärten die Sprösslinge über ihr Fehlverhalten auf und übergaben sie anschließend ihren Eltern.

Fahrgäste von Schnellbremsung überrascht

Auch die rund 250 Reisenden in dem Zug kamen durch die überraschende Schnellbremsung mit einem Schrecken davon und blieben unverletzt. Die Bahnstrecke war während des Polizeieinsatzes gesperrt. Insgesamt verspäteten sich neun nachfolgende Züge um rund 30 Minuten.

Bahnanlagen sind keine Kinderspielplätze

"Kinder haben meist kein Gespür für Gefahren an Bahnanlagen. Die Lust auf Mutproben oder andere Spiele auf Bahnanlagen führen unter Umständen zu akuter Lebensgefahr!", sagt die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel, Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte.  

Hinweise der Bundespolizei:

Das Betreten der Gleisanlagen ist für Unbefugte nicht nur verboten, sondern extrem gefährlich. Züge können sich relativ lautlos nähern und werden daher oft erst spät bemerkt. Die Gefahr, von durchfahrenden Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Besonders dann, wenn Züge außerplanmäßig verkehren, wie beispielsweise Güterzüge!

Kinder und Jugendliche informieren:

Erziehungsberechtigte sollten mit ihren Kindern über diese Gefahren sprechen. Bei Fragen können sich Interessierte unter der Tel. 0561/81616-0 an die Bundespolizeiinspektion Kassel wenden. Informationen zur Gefahren an Bahnanlagen gibt es auch unter www.bundespolizei.de.

Mögliche Folgen

Auf die Verursacher von Verspätungen (ggf. die Eltern) können bei solchen Einsätzen jeweils Kosten für den Polizeieinsatz (variiert im dreistelligen Bereich) sowie zivilrechtliche Forderungen der Verkehrsunternehmen zukommen. Zivilrechtliche Forderungen können bis zu 30 Jahre danach geltend gemacht werden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Kassel
Heerstr. 5
34119 Kassel
Pressesprecher
Klaus Arend
Telefon: 0561/81616 - 1011; Mobil: 0175/90 28 384
E-Mail: bpoli.kassel.presse@polizei.bund.de
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Twitter: @bpol_koblenz

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