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Obs, Polizei

Speedmarathon 2021 Hessische Polizei zieht Bilanz (FOTO)

22.04.2021 - 16:42:46

PD Main-Taunus - Polizeipr?sidium Westhessen / Speedmarathon ...

Hofheim - Gestern Abend um 22.00 Uhr endete der diesj?hrige Speedmarathon. Mit dem Ziel, das Geschwindigkeitsniveau nachhaltig zu senken und damit Verkehrsunf?lle mit Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, beteiligten sich an mehr als 200 Messstellen in Hessen ?ber 500 Polizistinnen und Polizisten sowie die Mitarbeiter teilnehmender Kommunen.

Zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr legten die hessische Polizei und die Kommunen den Focus ihrer Verkehrssicherheitsarbeit auf das Thema Geschwindigkeit.

Mit dem Aktionstag will die Polizei das Thema Geschwindigkeit und seine Folgen ins Bewusstsein der Autofahrerinnen und Autofahrer rufen. Geschwindigkeit ist der entscheidende Faktor bei einem Verkehrsunfall, wenn es um die Schwere der Folgen geht. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und sich bei jeder Fahrt und zu jeder Zeit an die Regeln zu halten, um so selbst einen Beitrag f?r mehr Sicherheit und damit f?r mehr Lebensqualit?t auf Hessens Stra?en zu leisten.

Nur durch Aufkl?rung, Pr?vention aber auch gezielte Kontrollen kann die Sicherheit im Stra?enverkehr erh?ht werden. Darum wird die Hessische Polizei weiter Geschwindigkeitsmessungen durchf?hren, auch ohne die Messstellen vorher ?ber die Medien bekanntzugeben.

Zur Zwischenbilanz bei "Halbmarathon" gestern Nachmittag zeichneten sich schon erste Tendenzen ab, die die Messzahlen bis 22.00 Uhr best?tigten: Die meisten Verkehrsteilnehmer hatten sich eingehend mit dem gestrigen Speedmarathon befasst und waren offensichtlich gut informiert ?ber die polizeilichen und kommunalen Blitzstellen. Am Ende des Tages zeigte sich, dass die gro?e Mehrheit der Autofahrer sich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Messstellen hielt. Wenn sie dennoch die geforderten Tempolimits ?berschritten, dann in der Mehrheit nur in geringem Ma?e.

Verwundert zeigten sich die Kolleginnen und Kollegen aus Frankfurt. Ihnen fiel auf, dass die Verkehrsteilnehmer an den Kontrollstellen im Schnitt eher viel zu langsam fuhren, als zu schnell. Insgesamt lag der Schnitt teilweise fast 20 km/h unter den erlaubten Geschwindigkeitslimits. Einige wenige Schnellfahrer bildeten hier die Ausnahme. Zum Beispiel beschleunigte auf der Mainzer Landstra?e ein Verkehrsteilnehmer bei erlaubten 50 km/h auf 72 "Sachen".

Im Bereich des Polizeipr?sidiums Nordhessen registrierten die Polizistinnen und Polizisten grunds?tzlich ein geringeres Verkehrsaufkommen. Auch hier lag das Geschwindigkeitsniveau an den Blitzstellen deutlich niedriger. Die wenigen Tempoverst??e lagen dort in einem moderaten Bereich.

Insgesamt passierten in Hessen etwa 210.000 Fahrzeuge die im Vorfeld ?ber die Medien bekannt gegebenen Messstellen. Mehr als 7.000 Fahrzeuge waren zu schnell. Dies entspricht einer Beanstandungsquote, das Verh?ltnis aller gemessenen Fahrzeuge zu denjenigen die zu schnell fuhren, von 3,4 Prozent. 5.806 Fahrzeugf?hrer wurden mit ?berschreitungen bis zu 20 km/ gemessen, was ein Verwarnungsgeld bis 35 Euro zur Folge hat. Mit einem Bu?geld zwischen 70 und 120 Euro sowie einem Punkt m?ssen 917 Fahrer rechnen. Negative Ausrei?er gab es allerdings auch. Die Polizistinnen und Polizisten erwischten 93 Raser. Die fuhren so schnell, dass sie f?r mindestens vier Wochen auf ihren F?hrerschein verzichten m?ssen.

Im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis, auf der Bundesstra?e 255 zwischen Herborn und Gladenbach, hatte es ein Kurierfahrer besonders eilig. Er transportierte Corona-Proben in ein Labor nach Marburg. Anstelle der erlaubten 100 km/h brachte es sein GTI bei der Messung auf 137 km/h.

In der Landeshauptstra?e Wiesbaden beschleunigte am Abend ein Autofahrer auf der Ludwig-Erhard-Stra?e bei erlaubten 50 km/h auf 129 km/h. Auf dem Gustav-Stresemann-Ring erreichte ein Fahrzeugf?hrer 126 km/h.

Mehr als doppelt so schnell als erlaubt war ein Mercedesfahrer in Hanau in einer 30-er Zone unterwegs. Die Messung seiner PS-starken Luxuslimousine erbrachte nach Abzug der Toleranzen eine Geschwindigkeit von 64 km/h.

Gestern Abend stoppte die Kontrolleinheit Autoposer, Raser, Tuner (KART) der Frankfurter Polizei einen PS-Boliden. Der Fahrer erkannte offensichtlich das Zivilfahrzeug der Kollegen nicht und beschleunigte seinen Audi R8 Cabriolet in einem 80 km/h Bereich auf ?ber 200 km/h. Kurz vor dem Stopp bejubelte der Beifahrer den "Sieg" ?ber den Zivilwagen mit dem ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Kollegen. Die Stimmung schlug schlagartig um, als die Polizisten den Wagen, den F?hrerschein des Fahrers sowie das Mobiltelefon des Beifahrers sicherstellten.

Die Polizisten achteten bei ihren Kontrollen aber nicht nur auf Geschwindigkeiten. Sie ahndeten auch Verst??e gegen das Telefonieren w?hrend der Fahrt, gegen die Gurtpflicht oder andere schwerwiegende Verst??e.

Auch wenn sich im Frankfurter Stadtgebiet sehr viele an die Tempolimits hielten, nahmen viele Verkehrsteilnehmer das Handyverbot am Steuer nicht ganz so ernst. Die Ordnungsh?ter ahndeten ungew?hnlich viele Fahrerinnen und Fahrern, die die Finger nicht von ihrem Mobiltelefon lassen konnten.

An einer Kontrollstelle in Lollar im Landkreis Gie?en war ein VW-Fahrer zu flott unterwegs. Schon beim ersten Blick auf seinen Passat fielen den Verkehrsexperten deutliche M?ngel auf. Eine gutachterliche Untersuchung brachte 70! M?ngel zutage, unter anderem eine durchtrennte Bremsleitung. Der Wagen wurde stillgelegt.

Im Stadtgebiet Wiesbaden stoppten die Kolleginnen und Kollegen einen Schnellfahrer der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Ein Fahrzeugf?hrer stand unter Drogeneinfluss. Auf beide kommen entsprechende Strafverfahren zu. Zudem schritten die Ordnungsh?ter viermal ein, weil E-Scooter mit zwei Personen darauf an den Kontrollstellen vorbeifuhren.

Etwas zu heftig reagierte ein Autofahrer im Main-Taunus-Kreis nachdem er eine Blitzstelle entdeckt hatte. Er leitete eine Vollbremsung ein und verursachte einen Verkehrsunfall. Es blieb bei Sachsch?den - niemand wurde verletzt.

R?ckfragen bitte an:

Polizeipr?sidium Westhessen - Wiesbaden Konrad-Adenauer-Ring 51 65187 Wiesbaden Pressestelle Telefon: (0611) 345-1046/1041/1042 E-Mail: pressestelle.ppwh@polizei.hessen.de

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