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Soltau / Stübeckshorn: 64-Jährige aus Soltau vermisst

04.09.2019 - 19:09:38

Polizeiinspektion Heidekreis / Soltau / Stübeckshorn: 64-Jährige ...

hatte in den vergangenen Monaten mit der Ankündigung seiner Digitalwährung Libra bei Politikern und Notenbankern Unruhe ausgelöst. Libra soll im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar und etwa mit US-Dollar oder Euro zu kaufen sein. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht die Währung vor allem für grenzüberschreitende Überweisungen von Vorteil.

Mit Blick auf den Klimawandel sagte Lagarde, Klimarisiken müssten ins Zentrum der Finanzstabilität rücken. Die Entwicklung grüner Finanzmärkte sei noch nicht weit genug vorangeschritten. Damit sind Investments und Finanzprodukte gemeint, die mit dem 2015 geschlossenen Pariser Klimaabkommen im Einklang stehen. Die Europäische Union hat sich hier zum Ziel gesetzt, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Schätzungen zufolge müssten dafür pro Jahr etwa 180 Milliarden Euro klimafreundlich investiert werden.

Grundsätzliche Kritik kam von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. "Die Zentralbanken haben kaum noch Mittel, um eine echte Wirtschaftskrise wirkungsvoll abzudämpfen", sagte er. "Sie haben bereits jetzt den Geldhahn bis zum Anschlag aufgedreht - allen voran die Europäische Zentralbank."

"Gesamtwirtschaftlich wird eine weitere Zinssenkung auf dem aktuellen Niveau verpuffen. Sie wird lediglich die Vermögenspreise weiter in die Höhe treiben und die Sparer weiter belasten", sagte Sewing weiter. Schon jetzt belaste die EZB-Zinspolitik die Branche enorm. "Allein uns als Deutsche Bank kosten die negativen Einlagenzinsen einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in diesem Jahr. Auf vier Jahre hochgerechnet sind das deutlich mehr als zwei Milliarden Euro."

Der CSU-Europapolitiker Markus Ferber meinte: "Unter Mario Draghi hat die EZB eine ultraexpansive Geldpolitik betrieben, die im Ergebnis wenig gebracht hat, aber gerade in Südeuropa viele Probleme verschleiert hat." Die Ära der Negativzinsen müsse unter Lagarde ein Ende finden.

Draghi hatte in den vergangenen acht Jahren Maßstäbe gesetzt. Die Europäische Zentralbank werde alles tun, um den Euro zu retten ("Whatever it takes"), erklärte er etwa 2012, als die Eurozone am Abgrund stand. Die EZB beschloss, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen - ein heftig umstrittenes Programm, das allerdings nie zum Einsatz kam. "Ich hoffe, dass ich niemals so etwas sagen muss", meinte Lagarde mit Blick auf Draghis Ausspruch.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments stimmte am Mittwochabend mehrheitlich für Lagarde, wie es aus Parlamentskreisen hieß. Das Plenum soll in den kommenden Wochen ebenfalls noch abstimmen. Dies hat allerdings vor allem symbolische Bedeutung, die Entscheidung liegt letztlich bei den EU-Staats- und Regierungschefs.

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