Polizei, Kriminalität

Pressemeldung vom 24.02.2017: Polizeipräsident Bernd Paul stellt die polizeiliche Kriminalstatistik 2016 für Mittelhessen vor!

24.02.2017 - 13:51:46

Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen / Pressemeldung vom ...

Gießen - Positive Bilanz der schwierigen Polizeiarbeit: Rückgang der Straftaten in sicherheitsrelevanten Deliktsbereichen - Ausländerrechtliche Verstöße beeinflussen die Statistik stark - Allerdings auch mehr Widerstände gegen Polizeibeamte

Mittelhessen: Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr wird maßgeblich durch den großen Anstieg der ausländerrechtlichen Verstöße beeinflusst - konkret geht es um Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Dies macht sich insbesondere bei der Zahl der bekanntgewordenen Delikte und der Aufklärungsquote bemerkbar. Wurden im Jahr 2015 noch 7.382 solcher Fälle bei der mittelhessischen Polizei erfasst, so stieg diese Zahl 2016 auf 25.170 (siehe Tabelle 1, Seite 3) Fälle an.

"Sehr erfreulich ist, dass es ohne die ausländerrechtlichen Verstöße zu einem deutlichen Rückgang um etwa 2.300 Straftaten im vergangenen Jahr kam. Bei gleicher Betrachtung stieg die Aufklärungsquote von 59,5% auf 60,4%. Dies belegt, dass die mittelhessische Polizei auch im letzten Jahr wieder sehr gute Arbeit geleistet hat. Letztlich haben wir es auch den vielen Hinweisen der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, dass so viele Straftaten aufgeklärt werden konnten.", so Polizeipräsident Bernd Paul bei der diesjährigen Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Mittelhessen mit den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und dem Wetteraukreis.

Die Zahl aller Straftaten nahm zwar gegenüber dem Vorjahr um 15.460 Fälle zu. Bemerkenswert ist, dass die Veränderung in der Gesamtzahl der Straftaten maßgleich durch die starke Zunahme (+17.785) der Delikte nach dem Aufenthaltsrecht gekennzeichnet wird.

2015 erfolgte ein erheblicher Anstieg des Flüchtlingsstroms, von dem insbesondere der mittelhessische Raum betroffen war. Da sich in Mittelhessen ein zentraler Hauptstandort der Erstaufnahmeeinrichtung befindet, wurden sämtliche Verstöße unabhängig vom Ort der Einreise ins Bundesgebiet und des Aufenthaltes in der mittelhessischen bzw. Gießener Kriminalstatistik gezählt. Ein Erfassungsrückstand bei diesen ausländerrechtlichen Verstößen, der größtenteils im Jahr 2015 aufgrund der hohen Zahl dieser Delikte eingetreten war, konnte im vergangenen Jahr behoben werden und macht sich deutlich in der Kriminalstatistik 2016 bemerkbar. Um dies zu verdeutlichen, wurden bei der Darstellung der Gesamtkriminalität in der ersten Tabelle die ausländerrechtlichen Verstöße aufgeführt, während in der zweiten Tabelle diese Delikte nicht dargestellt wurden. 2015 kamen etwa 80.000 Asylbewerber nach Hessen, während 2016 diese Anzahl um ca. 55.000 auf 24.615 Personen abnahm.

"Diese ausländerrechtlichen Verstöße haben an sich keine direkte Auswirkung auf die objektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Es sind Delikte, die nach dem Aufenthaltsrecht erfasst werden, da auch diese Personen einen Pass oder einen Aufenthaltstitel zur Einreise in die Bundesrepublik benötigen. Haben sie diese Voraussetzungen nicht erfüllt, so sind wir als Polizei verpflichtet, jeweils eine Strafanzeige zu fertigen. Diese Verfahrensweise ist nicht neu, aufgrund der starken Veränderungen, insbesondere in 2016, ist es bei der Betrachtung der Gesamtzahlen jedoch notwendig, hier weiter zu differenzieren, was auch bei der Betrachtung der landesweiten Kriminalstatistik erfolgt ist.", erläuterte Polizeipräsident Bernd Paul.

Grundlage für die veröffentlichten Zahlen ist die sogenannte "Polizeiliche Kriminalitätsstatistik" (PKS). Dabei handelt es sich um eine Erfassung aller polizeilich bearbeiteten Straftaten. Die Erfassung geschieht nach bundesweiten Richtlinien und erfolgt, wenn der Vorgang nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurde.

Nach der Darstellung der Gesamtkriminalität wird, wie in den Jahren zuvor, auf die einzelnen Deliktsbereiche eingegangen. Erfreulich dabei ist, dass in vielen Bereichen die Anzahl der Delikte gesenkt und die Aufklärungsquote gesteigert werden konnte. Ebenfalls betrachtet werden die Straftaten, bei denen mindestens ein Tatverdächtiger dem Personenkreis der Asylsuchenden zuzuordnen ist.

Mehr dazu (mit Grafiken u.a.) finden Sie unter http://www.polizei.hessen.de/ppmh

Jörg Reinemer Pressesprecher

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