Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Tuttlingen / Verkehrsbericht 2018 des ...

15.03.2019 - 11:51:51

Polizeipräsidium Tuttlingen / Verkehrsbericht 2018 des .... Verkehrsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Tuttlingen - Zahlen, Daten Fakten

Tuttlingen - Die Zahl der Verkehrsunfälle im Polizeipräsidium Tuttlingen mit den Landkreisen Freudenstadt, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Zollernalbkreis nahm im vergangenen Jahr von 19.437 auf 19.875 (+ 2,3 %) zu, auch gegenüber dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre (18.358) ist ein Anstieg zu verzeichnen. Unfälle mit Personenschaden gingen im Jahresvergleich um 1,3 % zurück. Im 5-Jahresvergleich war eine Zunahme um 3,5 % zu verzeichnen. Die Unfälle mit reinem Sachschaden und die Kleinstunfälle nahmen um 1,5 bzw. 3,5 % zu.

Die Anzahl der Verkehrstoten stieg von 40 im Vorjahr auf 46 Verkehrstote in 2018. Die Zahl der Schwerverletzten reduzierte sich von 561 auf 536. Die Zahl der Leichtverletzten stieg um 29 (1,1 %) von 2.552 auf 2.581.

Die Motorradunfälle im Jahresvergleich 2017/2018 gingen um 3,6 % von 416 auf 401 Verkehrsunfälle zurück. Eine Zunahme war lediglich im Landkreis Freudenstadt (von 89 in 2017 auf 106 in 2018) zu verzeichnen. Erschreckend ist die Zunahme der getöteten Kradfahrer von 6 getöteten Personen 2017 auf 13 im Jahr 2018. Die Anzahl der Leichtverletzten hat sich minimal um eine Person gesteigert. Die Anzahl der Schwerverletzten ging deutlich von 128 auf 111 zurück. Im Bereich der Unfallbekämpfung von Motorradunfällen wird das PP Tuttlingen auch im Jahr 2019 seinen Schwerpunkt setzen. Durch Verkehrsüberwachungsaktionen, insbesondere an den Wochenenden, auf den viel befahrenen Motorradstrecken im Schwarzwald, am Randen, im Donautal und der Alb wollen wir die Verkehrssicherheit erhöhen. Dies dient insbesondere auch dem Schutz der Motorradfahrer selbst, da 61,3 % der "Biker-Unfälle" von diesen selbst verursacht wurden. Diese Überwachungsaktionen werden begleitet durch Präventionsveranstaltungen an den Haupttreffpunkten der "Biker", um diese für die Gefahren zu sensibilisieren. Kooperationen mit den Polizeipräsidien Offenburg (Ruhestein) und Konstanz (Hegaublick) sind geplant.

Bei den getöteten Pkw-Insassen stieg die Zahl im Jahresvergleich von 18 auf 20. Von diesen waren fünf Personen nicht angegurtet. Hier weisen wir nochmals eindringlich auf die Gurtanlegepflicht hin. Die Kollegen sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Verkehrsüberwachungsmaßnahmen auf die Gurtanlegepflicht zu achten. Weiterhin sind für das Jahr 2019 wiederum zwei landesweite Gurtkontrollwochen vorgesehen.

Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrrädern und Pedelecs sind von 380 Verkehrsunfällen 2017 auf 440 in 2018 angestiegen. Dafür verantwortlich war 2018 hauptsächlich die deutliche Zunahme bei den Pedelec-Unfällen (+ 20,6%). Jeweils zwei Radfahrer und zwei Pedelec-Fahrer wurden bei den Unfällen getötet. Eine Nichtbeachtung der Helmempfehlung war jeweils bei einem Pedelec-Fahrer und einem Radfahrer zu verzeichnen.

Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fußgängern reduzierten sich leicht von 228 im Jahr 2017 auf 215 im Jahr 2018. Auch die Zahl der getöteten Fußgänger reduziert sich von 10 auf 8 Personen.

Bei der Unfallentwicklung durch die "Jungen Fahrer" (18 - 24 Jahre) war in den vergangenen Jahren ein stetiger Rückgang festzustellen. Nach einem Anstieg von 2016 (1.064 Unfälle) auf 2017 (1.078 Unfälle), war im Jahr 2018 wieder ein Rückgang (auf 1.020 Unfälle) zu verzeichnen. Wir werden in unseren Bemühungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in diesem Segment nicht nachlassen und müssen weiterhin durch konsequente Überwachung und Aufklärungsmaßnahmen, insbesondere in den weiterführenden Schulen, polizeiliche Präsenz zeigen.

Der Bevölkerungsanteil von älteren Menschen, Senioren ab 65 Jahren, in Baden-Württemberg wächst jährlich um ca. 1 %. Die Zahl der Unfälle, an welchen Senioren beteiligt waren, nahm in den letzten zehn Jahren regelmäßig zu, von 1.502 (2009) auf 1.805 (2018). Im Jahr 2018 wurden 13 Personen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Senioren getötet (2017: 15). Von den letztjährigen 1.805 Verkehrsunfällen mit Senioren wurden 1.139 (63,1 %) von Senioren verursacht. Gerade die älteren Menschen berücksichtigen wir in unseren Präventionsveranstaltungen, um sie detailliert auf die Gefahren des Straßenverkehrs "im Alter" hinzuweisen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei welchen der Unfallverursacher unter Alkoholeinwirkung stand, ging im Jahresvergleich 2017/2018 um 14 Fälle zurück. Seit 2009 reduzierten sich damit die Verkehrsunfälle mit Ursache Alkohol von 423 auf 339.

Link zum Gesamtbericht: https://pptuttlingen.polizei-bw.de/wp-cont ent/uploads/sites/11/2019/03/Jahresbericht-Verkehr-2018.pdf

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