Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Reutlingen / Mehrere Ermittlungsverfahren wegen ...

17.04.2019 - 16:06:37

Polizeipräsidium Reutlingen / Mehrere Ermittlungsverfahren wegen .... Mehrere Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche - Staatsanwaltschaft und Polizei warnen vor Missbrauch des gängigen Video-Ident-Verfahrens durch Betrüger

Reutlingen - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen:

Gegen insgesamt fünf Personen aus dem Landkreis Tübingen ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen wegen des Verdachts der leichtfertig begangenen Geldwäsche nach § 261 (5) StGB. Die Verdächtigen hatten Konten eröffnet, die dann von noch unbekannten Betrügern zur Geldwäsche benutzt wurden.

Die Beschuldigten hatten sich alle über das Internet online auf scheinbare Stellenangebote beworben. Dass sich hinter dem angeblichen Arbeitgeber keine seriöse Firma verbirgt, sondern Betrüger am Werk sind, war nicht erkennbar. So eröffneten die Bewerber teilweise unwissend über das sogenannte Video-Ident-Verfahren Bankkonten, über die die Betrüger dann ihre kriminellen Transaktionen abwickeln konnten.

Das Video-Ident-Verfahren ist für die Eröffnung eines Bankkontos oder den Abschluss eines Mobilfunkvertrags gängige Praxis. Allerdings haben auch Kriminelle dieses Verfahren für eigene Zwecke entdeckt und richten mit Hilfe oft ahnungsloser Jobsuchender Konten ein. Durch Manipulation des E-Mail-Schriftverkehrs gelingt es den Betrügern, sich selbst die Zugriffsdaten für die Konten zu verschaffen. Die eigentlichen Kontoinhaber haben hingegen keinen Zugriff und wissen folglich in der Regel nicht, was auf dem Konto vor sich geht.

In den vorliegenden Fällen wurde den Bewerbern zum Teil suggeriert, eine derartige Kontoeröffnung sei für Abrechnungszwecke erforderlich. Teilweise wussten die Personen aber gar nicht, dass mit den z.B. angeforderten Fotos des Ausweises, Videosequenzen und anderen persönlichen Daten ein Konto eröffnet wird. Sie vertrauten darauf, dass das Verfahren zur Legitimation gegenüber dem zukünftigen Arbeitgeber erforderlich sei. Tatsächlich fielen die Bewerber auf Betrüger herein, die über die einschlägigen Internetportale zum Schein Waren zum Kauf anbieten. Sie weisen die Käufer an, den Kaufpreis auf die mit der Identität der Jobsuchenden eröffneten Konten zu überweisen und verfügen dann über das Geld, natürlich ohne jemals die angebotene Ware zu übersenden. Das betrügerisch erlangte Geld wird so "gewaschen".

Auch wenn die Kontoinhaber meist nichts von den Betrugshandlungen wissen, machen sie sich dennoch unter Umständen wegen leichtfertiger Geldwäsche strafbar. Das Kriminalkommissariat Tübingen wird nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Tübingen entsprechende Anzeigen vorlegen.

Die Behörden mahnen zur Vorsicht und raten grundsätzlich, nie für andere ein Konto zu eröffnen oder das eigene Konto anderen Personen zur Verfügung zu stellen. Auch in der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz sollten sensible Daten, die für eine Kontoeröffnung missbraucht werden könnten, nicht per E-Mail verschickt werden. Spätestens wenn ein angeblicher Arbeitgeber ein Video-Ident-Verfahren verlangt, sollte dies unbedingt abgelehnt werden. (ak)

OTS: Polizeipräsidium Reutlingen newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/110976 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_110976.rss2

Rückfragen bitte an:

Andrea Kopp (ak), Tel. 07121/942-1101

Polizeipräsidium Reutlingen Telefon: 07121 942-0 E-Mail: reutlingen.pp.pressestelle@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/

@ presseportal.de

Weitere Meldungen

Fahndung nach 18-Jähriger - Columbine Highschool nach Bedrohung abgeriegelt Littleton - Die Columbine Highschool, die vor 20 Jahren Schauplatz eines Amoklaufes wurde, und andere Schulen im US-Bundesstaat Colorado sind am Dienstag vorsorglich abgeriegelt worden. (Politik, 17.04.2019 - 08:42) weiterlesen...

Columbine Highschool nach Bedrohung abgeriegelt. Die Polizei teilte auf Twitter mit, sie untersuche eine ernstzunehmende Bedrohung, von der die Schulen möglicherweise betroffen seien. Die Kinder seien in Sicherheit. Die Maßnahme stehe in Zusammenhang mit einer FBI-Fahndung nach einer 18-Jährigen. Die Frau sei nach Colorado gereist und habe Drohungen gemacht. Sie sei bewaffnet und gelte als «extrem gefährlich», hieß es in einer Twitternachricht. Littleton - Die Columbine Highschool, die vor 20 Jahren Schauplatz eines Amoklaufes wurde, und andere Schulen im US-Bundesstaat Colorado sind vorsorglich abgeriegelt worden. (Politik, 17.04.2019 - 00:10) weiterlesen...

Columbine Highschool nach Bedrohung abgeriegelt. Littleton - Die Columbine Highschool, die vor 20 Jahren Schauplatz eines Amoklaufes wurde, und andere Schulen im US-Bundesstaat Colorado sind abgeriegelt worden. Die Polizei teilte auf Twitter mit, sie untersuche eine ernstzunehmende Bedrohung, von der die Schulen möglicherweise betroffen seien. Die Kinder seien in Sicherheit. Die Nachricht kurz Tage vor dem Jahrestag des Massakers an der Columbine Highschool: Am 20. April 1999 hatten dort zwei mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Anschließend töteten sie sich selbst. Columbine Highschool nach Bedrohung abgeriegelt (Politik, 16.04.2019 - 22:58) weiterlesen...

Missbrauchsfall - Polizei ließ Tatort in Lügde ohne Spurensicherung abreißen. Doch bei Abrissarbeiten tauchen immer noch Datenträger auf. Auf die Polizei kommen weitere Fragen zu. Der mutmaßliche Tatort im Missbrauchsfall Lügde wurde von den Ermittlern längst freigegeben. (Politik, 16.04.2019 - 17:58) weiterlesen...

Missbrauchsfall - Polizei ermittelt zu neu entdeckten Datenträgern in Lügde. Erste Erkenntnisse der Polizei weisen nicht auf neue Beweise hin. Zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage werden bei den Abrissarbeiten am mutmaßlichen Tatort des Missbrauchsfalls von Lügde Datenträger gefunden. (Politik, 16.04.2019 - 08:34) weiterlesen...

Polizei ermittelt zu neu entdeckten Datenträgern in Lügde. Insgesamt handele es sich um 11 Videokassetten, eine CD und eine Mini-CD, teilte die Polizei mit. Nach einer ersten Durchsicht enthielten die Datenträger «keine strafrechtlich relevanten Inhalte, sondern Unterhaltungssendungen», teilte die Polizei mit. Ob Unbekannte die Datenträger in dem Container abgelegt hätten, sei Gegenstand von Ermittlungen. Lügde - Nach dem erneuten Fund von Datenträgern bei Abrissarbeiten am mutmaßlichen Tatort des Missbrauchsfalls von Lügde ermittelt die Polizei zu den Hintergründen. (Politik, 16.04.2019 - 06:02) weiterlesen...