Polizei, Kriminalität

Polizeipräsidium Karlsruhe / - ...

15.03.2019 - 14:06:52

Polizeipräsidium Karlsruhe / - .... (KA/PF/Enzkreis/CW) - Verkehrsunfallbilanz und Verkehrssicherheitsarbeit 2018: Anzahl der Verkehrsunfälle auf Vorjahresniveau und leichter Rückgang der Anzahl der Verunglückten

Karlsruhe - Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe ereigneten sich im vergangenen Jahr 38.489 Verkehrsunfälle und damit lediglich 34 Unfälle mehr als im Jahr 2017. Bei 4.368 Unfällen gab es, entgegen dem landesweiten Trend, 1,7 % weniger Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Es waren 930 (-4,5%) schwer verletzte Personen zu beklagen und die Zahl der Leichtverletzten ging leicht von 4.790 auf 4.772 (-0,4 %) zurück. Mussten im Vorjahr noch 51 Menschen auf den Straßen des Polizeipräsidiums Karlsruhe ihr Leben lassen, so ist im Jahr 2018 mit 49 getöteten Personen ein leichter Rückgang zu verzeichnen. In diesem Kontext ist die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer (10), zu betrachten, die geringfügig unter dem Stand des Vorjahres (11) liegt. Die Zahl der polizeilich aufgenommen Motorradunfälle (560) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (557) nur unwesentlich (+0,5 %). Analog stieg auch die Zahl der hierbei verunglückten Motorradfahrer von 484 auf nunmehr 490 (+1,2 %) leicht an.

"Das umfassende Konzept präventiver und repressiver Maßnahmen der Polizei zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zeigt Wirkung. Dabei orientieren sich die vielfältigen Aktivitäten der Verkehrsüberwachung gezielt an den Hauptunfallursachen und Risikofaktoren Geschwindigkeit, Verkehrstüchtigkeit, Sicherheitsgurt und Ablenkung. In unseren Anstrengungen dürfen wir allerdings nicht nachlassen. Vielmehr gilt es die Kontrollintensität weiter zu steigern insbesondere an unfallträchtigen Orten, um dadurch eine Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer zu erreichen", so Polizeidirektor Martin Plate bei der Präsentation der aktuellen Verkehrsbilanz.

Schwächere Verkehrsteilnehmer, wie Kinder oder Senioren sind besonders gefährdet. 2018 verunglückten 40 Senioren mehr als im Jahr 2017, dies bedeutet einen Anstieg von 6,2 %. Gleichzeitig wurden 61,2% der schweren Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Senioren, die einen Bevölkerungsanteil von 20% ausmachen, auch von Senioren verursacht. Für Kinder ist die Teilnahme am Straßenverkehr besonders gefährlich. 307 Kinder sind im Berichtszeitraum verunglückt. Dies sind 38 Kinder weniger (-11 %) als im Vorjahr. Die Zahl der schwerverletzten Kinder ging von 43 auf 38 zurück, die der Leichtverletzten stieg von 269 auf 300. Erfreulicherweise waren im Jahr 2018 keine tödlich verletzten Kinder zu beklagen (Vorjahr 2).

Eine weitere Risikogruppe stellen die jungen Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren dar. Sie sind nach wie vor bei schweren Unfällen überproportional (zu 65,6 %) als Verursacher beteiligt. Hier ist die Zahl der Gesamtunfälle mit 2.924 im Gegensatz zu 2.957 im Vorjahr leicht zurückgegangen. Drei junge Erwachsene verunglückten tödlich (Vorjahr 3).

Über dem Niveau des Vorjahres bewegen sich die Unfallzahlen der verunglückten Radfahrer mit 1.318 (+9,7%). Mehr als die Hälfte aller Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern wurden von diesen selbst verursacht. Dabei kamen 1.145 Radler, 99 mehr als im Vorjahr, körperlich zu Schaden. Sieben davon erlitten tödliche Verletzungen (Vorjahr 7).

Ein deutlicher Rückgang um 10,1 % (456) ist bei den Unfällen mit Beteiligung von Fußgängern festzustellen. Die Zahl der verunglückten Fußgänger ging von 411 auf 406 zurück. Hierbei wurden sieben Fußgänger tödlich verletzt (Vorjahr 5). 38,7 % der verunglückten Fußgänger waren Kinder (76) und Senioren (80).

"Die Entwicklungen der Verkehrsunfallbilanz werden für uns weiterhin ein Ansporn sein, die Maßnahmen zur der Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen noch weiter zu intensivieren. Dabei werden wir noch mehr als im Vorjahr ein Augenmerk auf das frühzeitige Erkennen von Entwicklungen und das rasche Ergreifen von zielgerichteten und umfassenden Maßnahmen legen. Denn letztlich ist jedes getötete oder verletzte Opfer eines zu viel" bekräftigte Polizeidirektor Ralf Gerber in seinen Ausführungen.

Sie können die Verkehrsunfallzahlen auf der Homepage des Polizeipräsidiums Karlsruhe nachlesen:

https://ppkarlsruhe.polizei-bw.de/statistiken/

Pressestelle Polizeipräsidium Karlsruhe

OTS: Polizeipräsidium Karlsruhe newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/110972 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_110972.rss2

Polizeipräsidium Karlsruhe Telefon: 0721 666 1111 E-Mail: karlsruhe.pp.stab.oe@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/

@ presseportal.de

Weitere Meldungen

Polizist schießt auf Mann - Ein Verletzter in Dortmund. Dabei sei dieser verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher in Dortmund. In Lebensgefahr schwebe der Mann nicht. Zur Identität konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Auch warum der Beamte auf den Mann schoss, war zunächst unklar. Zuvor hatte ein «Bild»-Reporter bei Twitter über den Vorfall berichtet. Dortmund - Ein Polizist hat in Dortmund auf einen Mann geschossen. (Politik, 20.03.2019 - 00:44) weiterlesen...

Der Tag nach den Schüssen - Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv. Dafür spreche unter anderem ein im Fluchtwagen gefundener Brief, teilte die Polizei am Dienstag mit. Andere Motive würden aber nicht ausgeschlossen. Utrecht - Einen Tag nach den Schüssen in einer Straßenbahn in Utrecht hat die Polizei Hinweise auf ein terroristisches Motiv. (Politik, 19.03.2019 - 12:00) weiterlesen...

Terrorakt oder Beziehungstat? - Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv. Der 37 Jahre alte Gökmen T. war am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden. Utrecht - Einen Tag nach den tödlichen Schüssen in Utrecht sieht die Polizei keine direkten Beziehungen zwischen dem Verdächtigen und den Opfern. (Politik, 19.03.2019 - 11:58) weiterlesen...

Drei Tote in Straßenbahn - Polizei sucht nach Motiv für Schüsse von Utrecht War es ein Terroranschlag oder ein gezielter Angriff auf bestimmte Personen? Am Tag nach den Schüssen von Utrecht geht die Suche nach dem Motiv weiter. (Politik, 19.03.2019 - 10:51) weiterlesen...

Drei Tote in Straßenbahn - Alle Verdächtigen weiter in Haft? Polizei widerspricht Utrecht - Einen Tag nach den Schüssen in einer Straßenbahn in Utrecht haben der Bürgermeister der Stadt und die Polizei widersprüchliche Angaben zur angeblichen Freilassung von zwei Verdächtigen gemacht. (Politik, 19.03.2019 - 10:20) weiterlesen...

Drei Tote in Straßenbahn - Hauptverdächtiger nach Schüssen von Utrecht gefasst. Drei Menschen kommen ums Leben, fünf werden verletzt. Es gibt Terroralarm. Der Täter wird am Abend gefasst. Das Motiv ist unklar. Unvermittelt schießt ein Mann in einer Straßenbahn in Utrecht auf Fahrgäste. (Politik, 18.03.2019 - 20:34) weiterlesen...