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Obs, Polizei

Polizeipr?sidium Ulm / Region - ...

17.02.2021 - 13:37:30

Polizeipr?sidium Ulm / Region - .... (BC)(GP)(HDH)(UL) Region - Polizeipr?sidium Ulm stellt Unfallstatistik vor / Corona-Effekt auch in der Entwicklung des Verkehrsunfallgeschehens vermutet: (FOTO)

Ulm - Deutlicher R?ckgang der Unfallzahlen in der Region. Trotz der infolge der Pandemie begrenzten Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahren wagen Polizeipr?sident Bernhard Weber und Polizeidirektor Karl-Heinz Reiter eine Analyse und einen Ausblick.

Die Zahl der Verkehrsunf?lle im Bereich des Polizeipr?sidiums Ulm, also in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, G?ppingen, Heidenheim und in der Stadt Ulm, sank im Jahr 2020 gegen?ber dem Vorjahr auf 20.007 (-4.087 Unf?lle, -17 Prozent). Das ist der niedrigste Stand innerhalb der letzten zehn Jahre und entspricht damit in etwa dem R?ckgang der Unfallzahlen, der sich im ganzen Land Baden-W?rttemberg eingestellt hat, wo die Zahl der Verkehrsunf?lle um 18 Prozent sank. Diese Entwicklung ist nach Ansicht der Polizei insbesondere auch auf die Corona-Beschr?nkungen samt Lockdowns und des damit verbundenen reduzierten Verkehrsaufkommens zur?ckzuf?hren. Auch die Zahl der Unf?lle, bei denen Menschen verletzt oder get?tet wurden, ging deutlich zur?ck. Sie sank um zehn Prozent von 2.900 auf 2.624 Unf?lle (-276 Unf?lle). "Aufgeschl?sselt nach der Schwere der Folgen kann man sagen: Je gravierender die Unfallfolgen, desto gr??er der R?ckgang", erl?utert Polizeidirektor Karl-Heinz Reiter, Leiter der Schutzpolizeidirektion im Polizeipr?sidium Ulm, die Entwicklung. W?hrend die Zahl der leicht Verletzten gegen?ber dem Vorjahr um zw?lf Prozent (-352) auf 2.580 zur?ckgegangen sei, sei die Zahl der schwer Verletzten sogar um 15 Prozent (-134) auf 786 gesunken. Bei den bei Verkehrsunf?llen Get?teten verzeichnet die Unfallstatistik gar einen R?ckgang um 13 auf nunmehr 28 Unfalltote (-31 Prozent).

"Das Polizeipr?sidium Ulm hatte sich in den vergangenen Jahren insbesondere auf die Bek?mpfung schwerer Verkehrsunf?lle konzentriert. Das Ergebnis l?sst, bei allen Unsicherheiten angesichts der Corona-Pandemie, annehmen, dass wir mit unseren Ma?nahmen richtigliegen", so Reiter weiter. Gerade zu schnelles Fahren sei eine Ursache schwerer Verkehrsunf?lle. Deshalb f?hre die Polizei st?ndig Geschwindigkeitskontrollen durch. 79.633 Verst??e wegen zu schnellen Fahrens musste die Polizei im Jahr 2020 beanstanden. Das sind zwar f?nf Prozent weniger als noch im Vorjahr, jedoch habe sich gerade die Zahl der gravierenden Verst??e deutlich erh?ht: Die Zahl der Fahrer, die mehr als 40 km/h zu schnell fuhren, stieg um 890 auf 2.438 (+57 Prozent), die Zahl der aufgrund von Geschwindigkeits?berschreitungen drohenden Fahrverbote sogar um 1.077 auf 2.794 (+63 Prozent). Nahezu unver?ndert sei die Zahl der festgestellten Geschwindigkeitsverst??e bei Fahrern, die 21 bis 40 km/h zu schnell fuhren: Davon stellte die Polizei 20.266 Fahrer (-194, -1 Prozent). Dass trotzdem die Zahl der Unf?lle, die auf zu schnelles Fahren zur?ckzuf?hren sind, als einzige Unfallursache nicht zur?ckgegangen ist (866 Unf?lle, +1) erkl?rt die Polizei damit, dass darunter nicht nur das ?berschreiten der zul?ssigen H?chstgeschwindigkeit z?hle, sondern auch die an die Situation und den Ort nicht angepasste Geschwindigkeit. "Wer bei entsprechenden Verh?ltnissen mit 50 Sachen aus der Kurve fliegt, ist eben auch zu schnell, egal wie viel erlaubt war", erl?utert Reiter. Solche Ursachen lie?en sich nur schwer mit Kontrollen bek?mpfen. Hier setze die Polizei auf die Auswertung der Statistik und die Beratung der Stra?enverkehrsbeh?rden. Dazu w?rden Experten der Polizei jeden gravierenden Unfall genauer analysieren. Damit seien Unfallbrennpunkte schnell zu erkennen. Neben der ohnehin st?ndigen ?bermittlung der Unfallzahlen an die zust?ndigen Beh?rden nimmt die Polizei, wenn ein solcher Brennpunkt erkannt ist, gezielt Kontakt mit der zust?ndigen Stra?enverkehrsbeh?rde auf, informiert und ber?t sie, um Gefahrenstellen etwa durch Verkehrszeichen bis hin zu einem Umbau der ganzen Stelle beseitigen zu k?nnen. In zehn Prozent der Verkehrsunf?lle sei die Ursache auf die Geschwindigkeit zur?ckzuf?hren. Das klinge zun?chst wenig. Doch stecke hinter dem zu schnellen Fahren immer auch Eile. Und die bilde sich auch in anderen Unfallursachen wie Missachten der Vorfahrt (18 Prozent), Fehler beim Abbiegen (f?nf Prozent) und falsches ?berholen (vier Prozent) ab. Zusammen genommen mache damit Eile die Ursache von mehr als einem Drittel (37 Prozent) der Unf?lle aus. Ein Grund mehr f?r die Polizei zur ?berwachung. Eine weitere Hauptursache seien Fehler beim Wenden und R?ckw?rtsfahren, die 19 Prozent der Ursachen setzen. "Gerade beim R?ckw?rtsfahren ist es wichtig, sich nicht vollst?ndig auf die Technik im Fahrzeug zu verlassen. R?ckfahrkamera und Sensoren nehmen dem Fahrer viel ab, sie ersetzen aber nicht den Blick nach hinten", r?t Reiter. "Von einem aber sind wir ?berzeugt: Wir sind mit unseren Kolleginnen und Kollegen an den richtigen Stellen unterwegs, um die Geschwindigkeiten zu kontrollieren", bekr?ftigt Karl-Heinz Reiter. Das sei gerade im vergangenen Jahr wichtig gewesen, als die M?glichkeiten der Polizei, Verkehrskontrollen durchzuf?hren, durch zus?tzliche Aufgaben wie die Kontrolle der Einhaltung der Corona-Verordnungen eingeschr?nkt waren. Dass die Polizei dies dennoch effizient bew?ltigen k?nne, zeigten die Ergebnisse der Verkehrs?berwachung: Etwa ein F?nftel weniger Zeit konnte die Polizei f?r Gurtkontrollen aufwenden, dennoch sei die Zahl der festgestellten Verst??e nur leicht zur?ckgegangen: 8.941 Insassen ohne Gurt stellte die Polizei, vier Prozent weniger (-354) als im Jahr zuvor. Erschreckend sei aber vor allem, dass die Polizei in 408 F?llen die Fahrer anzeigen musste, weil Kinder nicht ordnungsgem?? gesichert waren. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der Schulweg-Unf?lle sich nahezu halbierte (-18 auf 22 Unf?lle, -45 Prozent). "Die Polizei hat das ganze Jahr ?ber, insbesondere aber zum Beginn des Schuljahres, Kontrollen auf den Schulwegen und im Umfeld von Schulen durchgef?hrt", erl?uterte Polizeipr?sident Bernhard Weber, und weiter: "Denn die Sicherheit der Kinder liegt uns in besonderem Ma? am Herzen. Gerade sie sind auf den Schutz durch Eltern und Dritte, auch durch die Polizei, angewiesen." Die Zahl, der Menschen, die bei Unf?llen Gurt und Helm nicht trugen und schwer verungl?ckten sank von 45 auf 25 (-20 Verungl?ckte, -44 Prozent). Zwar stellte die Polizei im Jahr 2020 weniger Handyverst??e fest, dennoch sei ihre Zahl mit 6.582 immer noch auf einem sehr hohen Niveau (-264, -vier Prozent) und auf dem zweith?chsten Stand der letzten f?nf Jahre. Wer beim Fahren das Handy nutzt, sei zu sehr vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Selbst bei einem Blick von wenigen Sekunden auf das Handy erg?ben sich lange Strecken, die im Blindflug gefahren w?rden. Die Folge k?nnen schwerste Unf?lle sein, so die Polizei.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit erkenne die Polizei weiterhin in den Alkohol- und Drogenkontrollen. Im Jahr 2020 registrierte die Unfallstatistik 358 Unf?lle (-47, -12 Prozent), die auf Alkoholeinfluss zur?ckzuf?hren gewesen seien und 54 Unf?lle (-12, -18 Prozent) durch Fahrer im Drogenrausch. Daneben habe die Polizei 1.203 Fahrer unter Alkoholeinfluss (-196, -14 Prozent) und 749 Fahrer unter Drogeneinfluss (+35, +5 Prozent) aus dem Verkehr gezogen und angezeigt. "Das Polizeipr?sidium Ulm hat in der Rauschgiftbek?mpfung richtigerweise einen Schwerpunkt gesetzt. Mehr Kontrollen haben wir angek?ndigt und durchgef?hrt. Dazu haben wir unsere Kolleginnen und Kollegen intensiv geschult, um Drogeneinfluss besser erkennen zu k?nnen. Das zeigt sich jetzt auch in den Zahlen zur Verkehrs?berwachung", erl?utert Polizeipr?sident Bernhard Weber. Ein ?hnlicher Trend sei auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik erkennbar, die in K?rze vorgestellt werde. Durch einen erh?hten Personaleinsatz zur Bek?mpfung der Rauschgiftkriminalit?t konnte auch hier das so genannte Dunkelfeld aufgehellt werden. Mit diesem B?ndel an Ma?nahmen werde auch die Zielgruppe "Junge Fahrer" (Fahranf?nger und Fahrer bis 24 Jahre) besonders ber?cksichtigt. Gerade dort bestehe eine deutlich h?here Unfallgefahr, weil oft mehrere Faktoren wie z.B. riskantes Fahren, Imponieren und Ablenkung zusammenkommen, wei? Karl-Heinz Reiter. Die Zahl der Jungen Fahrer, die an Unf?llen beteiligt sind, geht seit Jahren nahezu stetig zur?ck. Auch 2020 sank ihre Zahl als Verursacher von Unf?llen, analog der Gesamtzahl der Unf?lle, um 18 Prozent (-224 auf 1.011 Unf?lle). Die Zahl der von ihnen verursachten Unf?lle mit Personenschaden sank ebenfalls, wenn auch nur um 13 Prozent (-71 auf 476 Unf?lle). Der Anteil der von Jungen Fahrern verursachten Unf?lle mit Personenschaden sank seit 2011 von 23 auf jetzt 18 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibe die Zielgruppe der Jungen Fahrer im Blick der polizeilichen Pr?vention.

Ein weiterer Trend des vergangenen Jahres lasse sich eindeutig aus der Unfallstatistik herauslesen: Die Menschen seien zu Zeiten der Pandemie verst?rkt individuell an der frischen Luft als Fu?g?nger und Radfahrer unterwegs gewesen. Die Zahl der Unf?lle mit Fu?g?ngern sei lediglich um etwa f?nf Prozent (-12) auf 236 Unf?lle zur?ckgegangen. Die Zahl der Unf?lle mit Radfahrern blieb mit 617 (-3) nahezu unver?ndert. Dagegen schnellte die Zahl der Unf?lle unter Beteiligung von Pedelec-Fahrer auf das Eineinhalbfache im Vergleich zum Vorjahr von 165 auf 239 Unf?lle (+74 Unf?lle, +45 Prozent). Zwei Drittel dieser Unf?lle verursachten die Pedelec-Fahrer selbst (162 Unf?lle, 68 Prozent), in der H?lfte der Unf?lle waren sie allein beteiligt (118 Unf?lle, 49 Prozent). Viele Unf?lle seien auf eine unge?bte Handhabung der Fahrzeuge zur?ckzuf?hren. Die Polizei empfiehlt deshalb dringend Radfahrtrainings, die von verschiedenen Sicherheitspartnern angeboten werden. Die Entwicklung bei Verkehrsunf?llen unter Beteiligung von Pedelec-Fahrern bereite der Polizei Sorgen. Diese Unf?lle stiegen im Zehn-Jahres-Zeitraum von vier Unf?lle auf jetzt 239 an. Ob dies den Anteil der elektrobetriebenen Zweir?der im Verkehr widerspiegele, lasse sich in den Zahlen der Polizei nicht erkennen. Deutlich sei aber, dass die Zahl der Unf?lle mit Pedelec-Fahrern stark zunehme, w?hrend die Zahl der Unf?lle mit Radlern sich nicht nennenswert ?ndere. Hier erkenne die Polizei einen Handlungsschwerpunkt, der k?nftig auf verschiedenen Ebenen angegangen werden m?sse. Die Polizei werde ihre M?glichkeiten dazu aussch?pfen, etwa durch mehr Kontrollen in diesem Sektor. Ebenfalls in der Unfallstatistik angekommen seien die Elektrokleinstfahrzeuge (eKF), also die akkubetriebenen Roller, Segways und ?hnliche Fahrzeuge. 17 Unf?lle mit diesen Fahrzeugen registrierte die Polizei 2020, von denen 16 (94 Prozent) zu Verletzungen f?hrten. 14 Personen erlitten leichte, vier Personen schwere Verletzungen. Zum Gl?ck verlor niemand sein Leben bei diesen Unf?llen. Auff?llig ist, dass 15 der Unf?lle von den eKF-Nutzenden selbst verursacht wurden (88 Prozent). Die Statistik zeige auch, dass nicht nur junge Menschen betroffen seien, so die Polizei weiter. Neben acht Verursachern bis 24 Jahren (darunter ein Kind) seien 15 Unf?lle durch ?ltere Nutzer, darunter ein Senior ?ber 65, verursacht worden. Insgesamt sei es richtig, dass auch diese eKF versichert werden m?ssen. Jedoch d?rfen sie von jedem, der 14 Jahre alt ist, gefahren werden. Freilich ist die maximal zul?ssige Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf 20 km/h beschr?nkt und sie m?ssen im Verkehr wie Fahrr?der genutzt werden: also auf Radwegen und Radfahrstreifen, ansonsten auf der Fahrbahn. Gehwege und Fu?g?ngerzonen sind grunds?tzlich tabu. Einen erfreulichen R?ckgang registrierte die Polizei bei den Unf?llen mit Motorradfahrern, deren Zahl um 51 auf 489 zur?ckging (-9 Prozent).

Die Einschr?nkungen im Reiseverkehr machen sich in besonderem Ma? auf den Autobahnen bemerkbar. Auf den Abschnitten der A7 und der A8, f?r die das Polizeipr?sidium Ulm zust?ndig ist, sank die Zahl der Verkehrsunf?lle um ein Drittel auf 1.145 Unf?lle (-568, -33 Prozent). Der ?berdurchschnittliche R?ckgang betreffe insbesondere die Unf?lle mit Sachschaden, die um 34 Prozent auf 1.023 Unf?lle zur?ckgingen (-518 Unf?lle). Weniger stark, aber doch ?berdurchschnittlich war der R?ckgang der Unf?lle mit Personenschaden. Deren Zahl sank von 172 auf 122 (-50 Unf?lle, -29 Prozent). Hauptursachen der Unf?lle auf Autobahnen seien zu schnelles Fahren und ungen?gender Sicherheitsabstand.

"Die Corona-Pandemie ist auch in der Unfallstatistik angekommen", res?miert Polizeipr?sident Bernhard Weber. "Die Polizei sei sich im Klaren, dass sich die letztj?hrigen Unfallzahlen nur begrenzt mit den Zahlen aus den Vorjahren vergleichen lie?en. Gleichwohl lie?en sie erkennen, dass die Polizei zusammen mit den anderen Beh?rden und Einrichtungen weiter daran arbeiten m?sse, die Gefahren im Stra?enverkehr zu reduzieren. "Wir werden deshalb unsere Kontrollen und unsere Pr?ventionsma?nahmen intensiv fortsetzen", bekr?ftigt Weber.

Info: Das Polizeipr?sidium Ulm ist eines von 13 Regionalpr?sidien der Polizei des Landes Baden-W?rttemberg. Seine 1.700 Besch?ftigen sorgen in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, G?ppingen, Heidenheim und in der Stadt Ulm rund um die Uhr f?r die Sicherheit von rund 916.000 Einwohnern. Zur Schutzpolizeidirektion geh?ren unter anderem die zw?lf Polizeireviere mit 31 Polizeiposten auf einer Fl?che von rund 4.156 Quadratkilometern, ebenso die Verkehrspolizeiinspektion in Heidenheim mit Verkehrsdiensten in Heidenheim, M?hlhausen im T?le und Laupheim. Gewerbe- und Umweltermittler der Polizei sind von Ulm, Biberach und Geislingen aus t?tig. Polizeireviere und -posten sind ebenso wie die Verkehrspolizei f?r die Unfallaufnahme und die Verkehrs?berwachung zust?ndig und sorgen so f?r die Sicherheit der Menschen auch auf den Stra?en in der Region.

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Wolfgang J?rgens, Tel. 0731/188-1111

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