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Polizei, Kriminalit?t

Polizeipr?sidium Ulm / Region - Schulweg muss ...

08.09.2020 - 18:32:12

Polizeipr?sidium Ulm / Region - Schulweg muss .... (BC)(GP)(HDH)(UL) Region - Schulweg muss sicherer werden, die Polizei kontrolliert /

Ulm - Jedes Jahr verungl?cken Kinder auf dem Weg zur Schule oder nach Hause. Im letzten Schuljahr kam ein Kind im Bereich des Polizei-pr?sidiums Ulm sogar ums Leben. Unf?lle auf dem Schulweg zu vermeiden ist eines der Ziele der Polizei. Deshalb kontrolliert sie.

16 Schulwegunf?lle registrierte die Polizeiliche Unfallstatistik f?r den Bereich des Polizeipr?sidiums Ulm im vergangenen Schuljahr. Bei diesen Unf?llen in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, G?ppingen, Heidenheim und in Ulm wurden 14 Kinder verletzt, sieben davon schwer. Ein Kind starb. Die Polizei wei?, dass sich viele Unf?lle vermeiden lassen. Denn die Ursachen der Verkehrsunf?lle setzen die Menschen.

Bei den 16 Schulwegunf?llen waren nur in sechs F?llen die Sch?lerinnen und Sch?ler die Verursacher. Knapp zwei Drittel der Unf?lle wurden also von anderen verursacht. Insbesondere durch falsches Verhalten an Fu?g?nger?berwegen oder sonst gegen?ber Fu?g?ngern. Deshalb ist die Polizei in erster Linie auf den Schulwegen unterwegs, um das Verhalten der Fahrer am Zebrastreifen oder an Bushaltestellen zu ?berwachen. Sie ?berwacht aber auch die Vorfahrtsregelungen. Denn Missachten der Vorfahrt ist eine der Hauptursachen schwerer Verkehrsunf?lle. Zusammen mit zu schnellem Fahren geh?rt sie zu den Unf?llen, die auf Eile zur?ckzuf?hren sind. "Eile ist im Stra?enverkehr fehl am Platz", sagt die Polizei. So war etwa ?berh?hte Geschwindigkeit die Ursache f?r den schweren Verkehrsunfall, bei dem Ende November ein 13-J?hriger in Giengen an der Brenz get?tet wurde. Ein 18-J?hriger war mit seinem Auto zu schnell abgebogen und deshalb von der Stra?e abgekommen. Sein Auto prallte gegen einen Mast der umst?rzte und den Buben traf. Nat?rlich geh?rt auch die ?berwachung der Halte- und Parkverbote zu den Schwerpunktaufgaben der Polizei. Denn solche Verbote werden gerade dort aufgestellt, wo sie zur Sicherheit des Verkehrs erforderlich sind. Wer trotzdem dort h?lt oder parkt, gef?hrdet sich und andere, auch und gerade die Kinder. Und die Polizei schaut in die Autos, in denen Kinder sitzen. Denn viel zu oft sind Kinder nicht oder falsch angegurtet. Im Falle eines Unfalls wird es dann gef?hrlich: Bei einem Aufprall mit Tempo 50 "wiegt" jeder Insasse kurzzeitig das 30-fache seines K?rpergewichts. Ein etwa 30 Kilogramm schweres Kind wird also zu einem 900-Kilogramm-Koloss. Deshalb ist das Risiko f?r Kinder ohne passenden Kindersitz, bei einem Unfall t?dliche oder schwerste Verletzungen zu erleiden, siebenfach h?her. Die Polizei will mit ihren Kontrollen das Leid, das durch solche Unf?lle entsteht, vermeiden helfen.

Doch wie kommen Kinder sicher zur Schule und nach Hause? Die Kommunen erarbeiten dazu Schulwegpl?ne. Das hei?t, sie ver?ffentlichen die Routen, die f?r die Kinder zur Schule die sichersten sind. Das sind nicht immer die k?rzesten Wege, aber es ist besser, eine Minute l?nger unterwegs zu sein als gar nicht anzukommen. Die Polizei empfiehlt den Eltern, bei den B?rgermeister?mtern nach den Schulwegpl?nen zu fragen. Meist werden sie jedoch rechtzeitig im Mitteilungsblatt der Gemeinde ver?ffentlicht. Die Schulwegpl?ne ersetzen aber nicht die Erziehung, zu der auch das ?ben des Schulwegs geh?rt. Diese Verkehrserziehung sollte schon Tage vor dem ersten Schultag erfolgen, damit die Eltern ausreichend Zeit haben, den Kindern unterwegs genau zu erkl?ren, warum man sich wie verh?lt, um sicher anzukommen. "Mit dem Fahrrad sollten Kinder erst zur Schule fahren, wenn sie die Radfahrausbildung absolviert haben", empfiehlt die Polizei. Erst dann h?tten die Kinder auch das richtige Alter, um sich sicher mit dem Fahrrad im Stra?enverkehr bewegen zu k?nnen. Der Fahrradhelm geh?rt dann selbstverst?ndlich dazu. Denn er kann vor schweren Kopfverletzungen sch?tzen, das ist bei Fachleuten unumstritten. Auch das Bus fahren will gelernt sein. Dazu gibt die Polizei Tipps unter https://bus-fahren.gib-acht-im-verkehr.de. Unter www.gib-acht.im-verkehr.de gibt die Polizei auch praktische Tipps, welche Alternativen es zu Elterntaxis gibt. Denn das Kind zur Schule zu fahren und abzuholen sollte aus Sicht der Polizei die Ausnahme sein. "Kindern wird so die Chance genommen, die Teilnahme am Stra?enverkehr zu ?ben. Sie werden verunsichert, statt sie f?r das Leben selbstbewusster zu machen", sagt die Polizei. Kinder k?nnten zum Beispiel in Gruppen gehen, anfangs noch begleitet von Erwachsenen oder ?lteren Sch?lern.

"Die Polizei wird ihren Teil dazu beitragen, dass die Kinder sicher unterwegs sind. Aber Sicherheit geht alle an, deshalb muss auch jeder seinen Teil dazu beitragen", ermuntert die Polizei alle, sensibel ins neue Schuljahr zu starten.

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Wolfgang J?rgens, Tel. 0731/188-1111

R?ckfragen bitte an:

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