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Polizei, Kriminalit?t

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Marburg-Biedenkopf / ...

14.09.2020 - 14:17:26

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Marburg-Biedenkopf / .... Falsche Polizeibeamte wollen 80.000 Euro ergaunern - Vorhaben scheitert;

Marburg-Biedenkopf - Falsche Polizeibeamte wollen 80.000 Euro ergaunern - Vorhaben scheitert

Marburg: Das Ph?nomen "Falsche Polizeibeamte" ist nach wie vor aktuell. Nach kurzen Ruhephasen tauchen die Betr?ger im Landkreis immer wieder auf und versuchen ihr Gl?ck. Dabei gehen die T?ter immer raffinierter vor, um nicht aufzufliegen. Dank eines aufmerksamen Bankmitarbeiters konnte in der letzten Woche die ?bergabe von 80.000 Euro verhindert werden.

Die frei erfundenen Geschichten der T?ter ?hneln sich und werden von Fall zu Fall unterschiedlich ausgeschm?ckt. Die geschulten Betr?ger haben trotz der st?ndigen Pr?ventionsarbeit der Polizei leider immer mal wieder Erfolg. Dabei lassen sich Unbekannten immer neue Vorgehensweisen einfallen, um Mitarbeiter der Kreditinstitute nicht misstrauisch werden zu lassen. Am Mittwochnachmittag, 9. September, scheitere gl?cklicherweise das Vorhaben der professionell vorgehenden T?ter. Die meldeten sich gegen 13 Uhr telefonisch bei der Seniorin und tischten die bestens bekannte Geschichte von den angeblich festgenommenen Einbrechern auf. Sie ?berzeugten das ausgesuchte Opfer davon, dass das vorhandene Bargeld in H?he von 80.000 Euro auf dem Girokonto nicht mehr sicher sei. Relativ neu war das weitere Vorgehen der falschen Polizisten, die Seniorin dem Wirkungskreis der Bankangestellten zu entziehen. Die Angerufene folgte den Anweisungen, sofort ein Bankschlie?fach zu er?ffnen und das vorhandene Bargeld vom Girokonto abzuheben und im Schlie?fach zu deponieren. So kann der Kunde/die Kundin unbemerkt und in Abwesenheit eines Angestellten der Bank mit der Scheckkarte Bargeld in Empfang nehmen. Gl?cklicherweise reagierte ein Angestellter des Kreditinstitutes schon bei der Einrichtung des Schlie?fachs und alarmierte die Polizei. Welche ?berzeugungskraft die Betr?ger am Telefon haben, zeigte sich nach Eintreffen der echten Kriminalpolizei in der Wohnung der Seniorin. Die 87-J?hrige war immer noch davon ?berzeugt mit den "Kriminalbeamten" zu reden, die sich am fr?hen Nachmittag telefonisch gemeldet hatten.

J?rgen Schlick

Ph?nomen Anruf durch falsche Polizeibeamte

Meist werden ?ltere Menschen von den T?tern angerufen. Die T?ter t?uschen durch geschickte Gespr?chsf?hrung vor, dass sie Beamte der ?rtlichen Polizei, der Staatsanwaltschaft oder des Bundeskriminalamtes sind und dass sich die Opfer in einer Gef?hrdungslage befinden. Wahrheitswidrig wird den Opfern meist vorgespielt, dass man gegen eine T?tergruppe ermittelt und im Rahmen dieser Ermittlungen sei bekannt geworden, dass die Betroffenen ebenfalls Opfer eines Einbruchs werden sollen und bei bereits erfolgten Festnahmen seien Notizen mit deren Namen und Anschriften sichergestellt worden. Unter dem Eindruck dieser konkreten Gef?hrdung versuchen die T?ter umfangreiche Informationen ?ber Bargeldbest?nde sowie die Art und H?he von Geldanlagen bei Banken zu erfahren. Die Gespr?che mit den Opfern dauern, wenn das Opfer darauf eingeht, oft Stunden und werden an folgenden Tagen fortgesetzt. Die Betroffenen werden dabei zu absoluter Verschwiegenheit gegen?ber Jedermann verpflichtet, insbesondere gegen?ber der ?rtlichen Polizei, den Bankmitarbeitern sowie Familienangeh?rigen.

Den Anrufern, gelingt es nicht selten, ihre Opfer so zu manipulieren, dass diese ihre kompletten Ersparnisse abheben und an vermeintliche Polizisten, Beamte des BKA oder Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ?bergeben oder ins Ausland ?berweisen.

Bei den verwendeten bzw. im Display angezeigten Telefonnummern handelt es sich oft um die echten Nummern von Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Polizeidienststellen. Diese Rufnummern k?nnen die T?ter mittels einer Computersoftw?re herstellen und erscheinen lassen. Oft erscheint auch z.B. die Ortsvorwahl + eine Notrufnummer wie die 110. Eine solche Rufnummer ist nicht existent. Trotz angezeigter Nummer steht nicht fest, wer am anderen Ende der Leitung ist.

Hinweise der Polizei Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen! Seien Sie wachsam, misstrauisch und besprechen sich mit einer Vertrauensperson, bevor Sie ?berhaupt an eine Abhebung von Bargeld oder ?berweisung denken oder das daheim gelagerte Geld an Fremde aush?ndigen!

Geben Sie niemals vertrauliche Informationenpreis. Beh?rden und seri?se Unternehmen agieren nicht in dieser Form und fragen niemals am Telefon nach sensiblen Daten. Rufen Sie zur?ck - Verwenden Sie dabei aber niemals Rufnummern, die man Ihnen mitteilt, sondern immer nur die selbst herausgesuchten Telefonnummern. W?hlen Sie bewusst neu! Benutzen Sie nicht die R?ckruftaste! W?hlen Sie die Notrufnummer 110 oder die Festnetznummer der zust?ndigen Polizei, die Sie im Telefonbuch oder ?ber das Internet ermitteln k?nnen. Weitere n?tzliche Tipps gibt es um Internet unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de

R?ckfragen bitte an:

Polizeipr?sidium Mittelhessen Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf Presse- und ?ffentlichkeitsarbeit Raiffeisenstra?e 1 35043 Marburg Telefon: 06421-406 120

E-Mail: pressestelle-marburg.ppmh@polizei.hessen.de http://www.polizei.hessen.de/ppmh

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