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Polizei, Kriminalit?t

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Gie?en / Der ...

15.02.2021 - 14:27:42

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Gie?en / Der .... Der Enkeltrick / Immer wieder versuchen es die Betr?ger / Polizeipr?sidium Mittelhessen warnt

Gie?en - Pressemeldung vom 15.02.2021:

Der Enkeltrick / Immer wieder versuchen es die Betr?ger / Polizeipr?sidium Mittelhessen warnt

"Sowas kann mir nicht passieren, wie k?nnen die Leute denn immer noch darauf reinfallen?" Denken Sie das auch, wenn Sie mal wieder in der Presse gelesen haben, dass erneut ein Senior Opfer dieser Straftat wurde? Das dachten die Opfer auch. Die T?ter gehen jedoch ?u?erst geschickt vor. Sie ?berlisten ihre Opfer, sch?chtern sie am Telefon ein, geben ihnen keine Zeit zum Nachdenken, nutzen ihre Hilfsbereitschaft aus und setzten sie h?ufig stark unter Druck. Immer wieder teilen die Opfer bei der Polizei sp?ter mit, dass sie die Masche der T?ter kannten aber im Laufe des Telefongespr?ches dann doch ?berzeugt wurden, dass ein echter Verwandter am Telefon ist. Viele solcher Anrufe werden der Polizei in den vier Landkreisen Wetterau, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Gie?en fast t?glich gemeldet. Erst Ende letzter Woche hatten es die Betr?ger unter anderem in Gie?en, Butzbach, Ebsdorfergrund und in Dillenburg versucht. In allen F?llen meldete sich ein angeblicher Neffe oder ein Enkel. Oftmals begann das Gespr?ch mit den Worten: "Rate mal wer dran ist" oder "Hallo ich bin es" Gl?cklicherweise kamen die Betr?ger nicht an Ihr Ziel und es blieb, da die Angerufenen misstrauisch wurden, beim Versuch. Dies war leider in den letzten Wochen und Monaten nicht immer so. "Unbewusst kommt vom Opfer oftmals direkt eine Reaktion, indem es den Namen nennt, mit dessen Stimme es den Anrufer in Verbindung bringt. Und schon hat der T?ter seine erste Information.", so Sylvia Jacob, kriminalpolizeiliche Beraterin des Polizeipr?sidiums Mittelhessen. "Durch eine geschickte Gespr?chsf?hrung gelingt es den T?tern auf diese Weise, immer weitere Informationen aus dem Opfer "herauszuholen". Da reicht schon die Frage: "Bist du alleine zu Hause?" Kommt nun die Antwort des Opfers: "Aber du wei?t doch, Oma ist immer alleine, wer soll denn schon hier sein?" wei? der T?ter, dass er der Enkel des Opfers ist und das Opfer alleine lebt. Das Opfer ist sp?ter ?berzeugt davon, dass der T?ter viele private Details aus dem Leben des Opfers kannte, ist sich aber nicht bewusst, dass diese Informationen vom Opfer selbst stammen.", erg?nzte Sylvia Jacob. Im Verlaufe des Gespr?ches berichtet der T?ter nun ?ber eine Notsituation, in welcher er sich gerade befindet. Das kann zum Beispiel ein Verkehrsunfall sein, ein Krankenhausaufenthalt oder eine wichtige Bezahlung, die er leisten muss. Ziel des T?ters ist es, dem Opfer zu suggerieren, dass er momentan dringend einen bestimmten Geldbetrag ben?tigt. Er bittet das Opfer nun, ihm kurzfristig auszuhelfen. Das Geld bekommt das Opfer selbstverst?ndlich zeitnah zur?ck. Immer bittet der T?ter auch darum, dass das Opfer mit niemanden dar?ber spricht. Die anderen Verwandten sollen bitte nichts von der "Notsituation" des T?ters mitbekommen, da diese dem T?ter ja so peinlich ist. Aus bestimmten Gr?nden kann der T?ter nicht pers?nlich zum Opfer nach Hause kommen, um das Geld abzuholen. Ein guter Freund wird das f?r den T?ter ?bernehmen. Das Opfer kann diesem Freund auf jeden Fall vertrauen und ihm das Geld f?r seinen Enkel ?bergeben. Und schon ist es geschehen. Im guten Glauben, dem Enkel etwas Gutes zu tun und ihm in einer schwierigen Lage beizustehen, ?bergibt das Opfer das Geld. H?ufig mehrere Tausend Euro! Aber woher kennt der T?ter die Telefonnummer und die Adresse des Opfers? Aus dem Telefonbuch! Die T?ter suchen in den Telefonb?chern nach Eintragungen mit altdeutschen Vornamen. Steht dort zum Beispiel eine Hildegard M?ller als Eintrag, ist die Wahrscheinlichkeit gro?, dass die Hildegard lebens?lter ist. Anders als vielleicht eine Jennifer M?ller. Zumeist steht auch noch die komplette Anschrift dabei und schon hat der T?ter sein Opfer im Visier. Was kann man tun, um nicht Opfer dieser Masche zu werden?

- ?berpr?fen Sie Ihren Telefonbucheintrag, steht dort der komplette Vorname, Nachname und Ihre Anschrift? ?ndern Sie dies um und nennen Sie nur den Anfangsbuchstaben des Vornamens und keine Nennung des Stra?ennamens (z. B. H. M?ller, Musterstadt) - Vorsicht bei Ihnen nicht bekannten Rufnummern. ?berlegen Sie, ob Sie das Gespr?ch tats?chlich annehmen m?ssen, lassen Sie (wenn vorhanden) zun?chst den Anrufbeantworter angehen - ?berlegen Sie sich einen m?nnlichen und einen weiblichen Vornamen, den es in Ihrem Verwandten-und Bekanntenkreis nicht gibt, sollte ein Gespr?ch wie oben geschildert beginnen, nennen Sie den erfundenen Namen! Geht der T?ter darauf ein, wissen Sie sofort, dass es sich um einen Betr?ger handelt. Beenden Sie das Gespr?ch sofort und lassen Sie sich nicht auf ein weiteres Gespr?ch ein! - ?berlegen Sie bei Geldforderungen immer: W?rde der angebliche Verwandte/Bekannte Sie wirklich am Telefon um eine so hohe Summe bitten? - Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu, bevor Sie irgendetwas veranlassen - Gehen Sie niemals auf Geldforderungen am Telefon ein - ?bergeben Sie niemals Geld an Ihnen nicht bekannte Personen - Informieren Sie sofort die Polizei, wenn ein oben geschilderter Anruf bei Ihnen eingegangen ist, auch wenn Sie das Gespr?ch beendet haben - Sch?men Sie sich nicht, wenn Sie Opfer dieser Masche geworden sind, zeigen Sie den Betrug umgehend bei der Polizei an, nicht Sie m?ssen sich sch?men, sondern die T?ter!

Weitere wertvolle Tipps und Informationen finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de oder fragen Sie bei Ihrer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle nach!

Sylvia Jacob

Kriminalpolizeiliche Beraterin f?r den Wetteraukreis

J?rg Reinemer

Pressesprecher

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