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Polizei, Kriminalit?t

Polizeiinspektion Hildesheim / Vorstellung der Polizeilichen ...

23.03.2021 - 15:32:44

Polizeiinspektion Hildesheim / Vorstellung der Polizeilichen .... Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 f?r die Polizeiinspektion Hildesheim

Hildesheim - HILDESHEIM - (jpm)Am gestrigen Tag gab der Nieders?chsische Minister f?r Inneres und Sport, Herr Boris Pistorius, die polizeiliche Kriminalit?tsstatistik f?r das Land Niedersachen bekannt. Heute stellte die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Frau Kriminaldirektorin Birgit Thieme, die Zahlen und Fakten der Polizeiinspektion Hildesheim vor.

Entwicklung der Fallzahlen und Aufkl?rungsquoten

Die bestehende Corona-Pandemie hat ganz offensichtlich auch einen wesentlichen Einfluss auf die Kriminalit?tsentwicklung in der Polizeiinspektion Hildesheim.

Sowohl im zeitlichen Zusammenhang mit dem 1. Lockdown ab Mitte M?rz bis zum 2. Lockdown ab Anfang November 2020, welcher dann erneut in einer h?rteren Phase der Beschr?nkungen m?ndete, waren sinkende Zahlen beim Kriminalit?tsaufkommen zu verzeichnen.

Im Gegensatz zum Jahr 2019, mit insgesamt 16.494 Straftaten, sank die Zahl der Straftaten im Zust?ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hildesheim im Jahr 2020 auf 15.869 Straftaten. Ein Minus von 625 Taten bzw. 3,9 %. Dabei waren vor allem bei den Diebstahldelikten R?ckg?nge zu verzeichnen.

Von den registrierten Straftaten wurden insgesamt 10.023 aufgekl?rt. Die daraus resultierende Aufkl?rungsquote betr?gt demnach 63,16 % und liegt damit um 0,84 % leicht ?ber der Aufkl?rungsquote des Jahres 2019.

Auch im gesamten Bereich der Polizeidirektion G?ttingen, zu der die Polizeiinspektion Hildesheim als eine von f?nf Inspektionen z?hlt, sind die Fallzahlen gesunken. Polizeipr?sidentin Gwendolin von der Osten f?hrt dazu aus: "Im Zust?ndigkeitsbereich der Polizeidirektion G?ttingen ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 3,04 Prozent gesunken, die Aufkl?rungsquote konnte gleichzeitig um 2,57 Prozentpunkte auf 66,45 Prozent gesteigert werden. Die Straftaten liegen damit auf dem niedrigsten, die Aufkl?rungsquote hingegen auf dem h?chsten Stand seit Bestehen der Polizeidirektion G?ttingen. Dieser Erfolg ist dem Engagement und der hohen Expertise aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, die ihre Arbeit auch unter den besonderen Umst?nden der Corona-Pandemie unbeirrt weitergef?hrt haben. Daf?r m?chte ich allen Angeh?rigen der Polizeidirektion G?ttingen meinen Dank aussprechen".

Wohnungseinbruchdiebstahl

Vor allem bei Einbruchdiebst?hlen in Wohnungen und Wohnh?user sind im Vergleich zum Jahr 2019 sinkende Zahlen zu verzeichnen. Durch Beschr?nkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (Kurzarbeit, Homeoffice, Homeschooling, Kontaktbeschr?nkungen, keine Urlaubsabwesenheiten...etc.) waren letztlich deutlich mehr Teile der Bev?lkerung im h?uslichen Umfeld anzutreffen, was die T?ter vermutlich abschreckte. Ein weiterer Faktor der sinkenden Zahl war die enorm erh?hte Polizeipr?senz in der Stadt und im Landkreis Hildesheim, welche auch zur Kontrolle der Einhaltung der vorgeschriebenen Beschr?nkungen eingesetzt war.

Insgesamt wurden in dem Deliktsfeld Wohnungseinbruchdiebstahl / Tageswohnungseinbruch 249 Taten registriert, wovon 97 Versuche begangen wurden. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 309 Taten registriert wurden, ist die Zahl f?r 2020 um 60 Taten auf 249 Delikte, und damit fast um 20 %, gesunken. Die Aufkl?rungsquote f?r 2020 betr?gt 19,68 %. Das sind 11,07 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, in dem aufgrund der Aufkl?rung von Tatserien in besonders vielen F?llen die T?ter ermittelt wurden.

Die Polizeipr?sidentin res?miert hierzu: ""Aufgrund der Einschr?nkungen des ?ffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Lockdowns sind im Bereich der Wohnungseinbr?che die Fallzahlen deutlich gesunken. Die Menschen sind in der Corona-Pandemie vielfach zuhause geblieben, dies k?nnte sich auch auf dieses Ph?nomen ausgewirkt haben. Aber auch unsere pr?ventiven Anstrengungen tragen Fr?chte: Neben der Gesamtfallzahl ist auch die Zahl der vollendeten Wohnungseinbr?che im vergangenen Jahr gesunken. Das zeigt: Die Menschen im Zust?ndigkeitsbereich der Polizeidirektion G?ttingen wissen, wie sie sich vor Einbrechern sch?tzen k?nnen. Nichts desto trotz werden wir auch weiterhin intensiv pr?ventiv, aber auch repressiv t?tig sein, um es Einbrechern in Zukunft noch schwerer zu machen, in den pers?nlichsten Lebensbereich der B?rgerinnen und B?rger einzudringen."

H?usliche Gewalt

Ein signifikanter Anstieg der Fallzahlen im Bereich der h?uslichen Gewalt in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, l?sst sich zumindest aufgrund der bekannt gewordenen F?lle f?r das Jahr 2020 nicht belegen. Die Polizeiinspektion Hildesheim registrierte in diesem Deliktsfeld 862 Taten. Das sind zwar 25 Taten mehr als 2019, aber 67 F?lle weniger als 2018, wo 939 Straftaten bekannt geworden sind. Bei einem ?berwiegenden Anteil der Taten, n?mlich 520, handelte es sich um K?rperverletzungsdelikte, wobei 431 einfache und 82 gef?hrliche oder schwere K?rperverletzungen registriert worden sind. 166 der K?rperverletzungen sind unter Alkoholeinfluss begangen worden.

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte und Rettungsdienste

Zum Thema Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte und Rettungskr?fte in der Polizeidirektion G?ttingen bezieht Polizeipr?sidentin von der Osten klar Stellung: "Im Jahr 2020 waren 46 Kolleginnen und Kollegen an 610 Tagen nach Angriffen nicht dienstf?hig - und standen damit nicht zum Schutz der Bev?lkerung zur Verf?gung. Das zeigt, wie sehr solche Angriffe der Gemeinschaft schaden. Solche Angriffe werden wir allein deswegen schon auch k?nftig nicht tolerieren, sondern konsequent zur Anzeige bringen. Dar?ber hinaus werden wir unsere Einsatzkr?fte auch weiterhin sch?tzen, unter anderem mit der Bodycam, die 2019 eingef?hrt wurde und allein im vergangenen Jahr in etwa 30 F?llen Angriffe auf Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte dokumentiert hat."

Im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim hat es bei den Aggressionsdelikten gegen?ber Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten im Jahr 2020 einen R?ckgang der Fallzahlen gegeben. Es wurden 100 Gewaltdelikte registriert, 12 weniger als 2019. Die Anzahl von Widerstandshandlungen gegen Ma?nahmen von Vollstreckungsbeamtinnen und -beamten ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Taten auf 42 F?lle gesunken. Demgegen?ber hat sich die Anzahl der t?tlichen Angriffe um sechs Taten auf insgesamt 48 F?lle leicht erh?ht.

Was den Einsatz der Bodycams betrifft, geh?rte die Polizeiinspektion Hildesheim in Niedersachsen zu den Pilotdienststellen, in denen dieses Einsatzmittel getestet wurde. Neben einer deeskalierenden Wirkung wird auch das polizeiliche Einschreien objektiv dokumentiert, was im Nachhinein f?r die Bewertung des Einschreitverhaltens, insbesondere bei der Zwangsanwendung, von gro?em Wert ist.

Die Gewaltdelikte gegen?ber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Rettungsdiensten sind von 11 F?llen im Jahr 2019 auf acht Taten im Jahr 2020 gesunken.

Tatmittel Internet

Im Bereich Cybercrime, bei dem das Internet als Tatmittel eingesetzt wurde, verzeichnete die Polizeiinspektion Hildesheim im Jahr 2020 1087 F?lle. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 168 Straftaten. Nach wie vor handelte es sich bei der ?berwiegenden Anzahl dieser Taten um Betrugsdelikte. Die Polizei registrierte hier 722 F?lle, 2019 waren es 658. Bei den verbleibenden 365 Delikten handelte es sich u.a. um Bedrohungen, N?tigungen oder Stalking, um F?lle in Verbindung mit Kinder- und Jugendpornographie oder um das Aussp?hen von Daten, wobei letztere mit 195 Taten hier das Gros ausmachten.

"Mit fortschreitender Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist auch mit einer Zunahme dieser Kriminalit?tsform in den n?chsten Jahren zu rechnen. Die Bek?mpfung dieses Ph?nomens wird deshalb auch weiterhin einen Schwerpunkt in unserer Arbeit bilden. Daf?r haben wir kompetente Partner an unserer Seite - seit dem vergangenen Jahr auch den Verein German Competence Centre against Cyber Crime (G4C). Gemeinsam wollen wir den Schutz vor Straftaten im Internet oder unter Nutzung von IT-Systemen durch Qualifikation, Netzpr?vention sowie Entwicklung und Nutzung digitaler Ma?nahmen f?rdern.", betont die Beh?rdenleiterin Frau von der Osten.

Straftaten zum Nachteil ?lterer Menschen

Auch im Jahr 2020 wurde dieses Deliktsfeld als Schwerpunkt in der Kriminalit?tsbek?mpfung behandelt. Dies betrifft insbesondere Betrugsdelikte, Trickdiebst?hle und andere mit T?uschungen verkn?pfte Verm?gensdelikte, bei denen T?ter gezielt ?ltere Menschen als Opfer w?hlen, weil sie dort g?nstige Tatbedingungen vermuten. Diese Taten beeintr?chtigen die Lebensqualit?t ?lterer Menschen nicht nur durch den Verlust von Bargeld, Schmuck etc., sondern auch durch ?ngste und Schamgef?hle.

Zu den haupts?chlichen Einzelph?nomenen z?hlen nach wie vor Enkeltrick, falscher Polizeibeamter, falscher Wasserwerker sowie Gewinnversprechen am Telefon. Zahlreiche untergeordnete Einzelph?nomene schlie?en sich der Gesamtkomponente an (falscher Bankmitarbeiter, Glas-Wasser-Trick, Zetteltrick, falscher Microsoftmitarbeiter und j?ngst auch falsche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zur Pandemiezeit.

Trotz Aufkl?rungsma?nahmen ?ber die lokale Tagespresse, Social-Media und andere Medien, wie Funk und Fernsehen gelingt es dennoch in Einzelf?llen, die "?lteren" Menschen um ihr Hab und Gut zubringen.

Im Berichtsjahr 2020 kam es in der Polizeiinspektion Hildesheim zu einem deutlichen Anstieg der Taten. Es wurden insgesamt 1.076 F?lle registriert, 372 mehr als noch 2019. Dabei handelte es sich um 615 versuchte und 461 vollendete Taten mit einem Gesamtschaden von ca. 570.000 Euro. Den Schwerpunkt bildete die Masche "Falscher Polizeibeamter", hier wurden 279 Delikte registriert.

Die gestiegene Anzahl der versuchten Taten, 615 im Jahr 2020 gegen?ber 214 im Jahr 2019, zeigt, dass die polizeiliche Pr?ventionsarbeit in diesem Deliktsfeld offenbar Fr?chte tr?gt. Neben der regelm??igen Berichterstattung wurden verschiedene Informationsbrosch?ren, in denen ?ber die Maschen von Betr?gern informiert und gewarnt worden ist, entworfen und ?ber diverse Institutionen an die Zielgruppe der ?ber 60-j?hrigen verteilt. Somit konnten viele ?ltere Mitb?rgerinnen und Mitb?rger erreicht werden, die das Ansinnen von Betr?gern erkannten, nicht darauf hereinfielen und die Polizei verst?ndigten. Ferner hat die Sensibilisierung von Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeitern dazu beigetragen, dass versuchte Betrugstaten nicht zur Vollendung gelangten. Die Angestellten von Banken und Sparkassen werden oftmals hellh?rig, wenn Seniorinnen und Senioren z.B. beabsichtigen, gr??ere Betr?ge abzuheben. In diesen F?llen werden die Gr?nde hinterfragt und beim kleinsten Verdacht auf einen mutma?lichen Betrugsversuch erfolgt eine Hinzuziehung der Polizei. Diesbez?glich ergeht an dieser Stelle ein besonderer Dank an die aufmerksamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geldinstitute, durch deren Hilfe ein Schaden f?r die Opfer abgewendet werden konnte.

Die Polizei Hildesheim wird auch weiterhin bestrebt sein, durch fortlaufende Pr?ventionsma?nahmen vor den perfiden Maschen der T?ter zu warnen und somit Sch?den zum Nachteil unserer lebens?lteren Mitb?rgerinnen und -b?rgern m?glichst zu unterbinden.

Die Polizeipr?sidentin bezieht hierzu wie folgt Stellung: "Straftaten zum Nachteil ?lterer Menschen sind besonders verwerflich, weil die T?terinnen und T?ter Mitleid, Hilfsbereitschaft oder Respekt vor staatlicher Autorit?t ausnutzen. Dank intensiver Pr?ventions- und Aufkl?rungsarbeit - sowohl bei ?lteren Menschen, als auch in deren Umfeld - bleibt es in vielen F?llen gl?cklicherweise nur beim Versuch. Dennoch gelingt es den T?terinnen und T?tern immer wieder, Seniorinnen und Senioren um ihr Hab und Gut zu bringen. Es gilt also nach wie vor, wachsam zu bleiben."

Subventionsbetrug

Auch wenn dieses Deliktsfeld keinen Kriminalit?tsschwerpunkt in der Polizeiinspektion Hildesheim darstellt, war im Jahr 2020 auf Grund der Corona-Pandemie ein Anstieg der Zahlen zu verzeichnen. W?hrend im Jahr 2019 keine F?lle von Subventionsbetrug bekannt geworden sind, wurden 2020 43 Taten bearbeitet und an die Staatswaltschaft abgegeben, bei denen Beschuldigte widerrechtlich Corona-Hilfszahlungen beantragt haben. Dabei ist es etwa in 2/3 der F?lle ist bei Versuchen geblieben, in denen es zu keinen Auszahlungen kam.

Messerangriffe

Zum Thema Messerangriffe f?hrt Frau von der Osten an: "Immer h?ufiger wird bei Straftaten ein Messer verwendet - sei es um andere Menschen zu bedrohen, aber auch bei Raub?berf?llen, K?rperverletzungen bis hin zu versuchten T?tungs- und Sexualdelikten. Der Anstieg ist nicht verwunderlich: Messer jedweder Art sind in jedem Haushalt verf?gbar und weitgehend erlaubnisfrei zu kaufen."

F?r den Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim sind Messerangriffe leicht r?ckl?ufig. W?hrend in den Jahren 2018 und 2019 113 bzw. 110 Taten verzeichnet worden sind, waren es im Jahr 2020 88 F?lle. Dabei handelte es ?berwiegend (83 F?lle) um Delikte wie Bedrohung, Raub oder K?rperverletzung.

Fazit

Zur Entwicklung der Kriminalit?t im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim f?r dem Berichtszeitraum 2020 res?mierte Kriminaldirektorin Thieme: "Der R?ckgang der Straftaten im vergangenen Jahr ist erfreulich und auch sehr zufriedenstellend, wobei die r?ckl?ufigen Fallzahlen sicher auch im Einfluss von Corona begr?ndet sein d?rften. Trotz der gesunkenen Fallzahlen werden wir auch weiterhin durch umfangreiche Kontroll- und Ermittlungsarbeit sowie durch polizeiliche Pr?senz daf?r sorgen, dass die B?rgerinnen und B?rger in Stadt und Landkreis sicher leben."

R?ckfragen bitte an:

Polizeiinspektion Hildesheim Sch?tzenwiese 24 31137 Hildesheim Presse- und ?ffentlichkeitsarbeit Jan Paul Makowski Telefon: 05121-939104 E-Mail: pressestelle@pi-hi.polizei.niedersachsen.de http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_hildesheim/

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