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Obs, Polizei

Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont / Holzminden / ...

17.04.2021 - 08:07:29

Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden / .... Verkehrsunfallstatistik des Polizeikommissariats Holzminden f?r das Jahr 2020 (FOTO)

Landkreis Holzminden - Bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik f?r das Polizeikommissariat Holzminden konnten der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Burkhard Schramm und die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, Polizeihauptkommissarin Nadine Meese, erneut eine positive Bilanz ziehen.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunf?lle im Landkreis ist auch im Jahr 2020 wieder mit 1542 Verkehrsunf?llen r?ckl?ufig (2019: 1680, 2018: 1729). "Sicherlich auch pandemiebedingt kam es auf Grund der geringeren Mobilit?t zu deutlich weniger Unf?llen als im Vorjahr. Trotz dessen werden wir an unseren Kontroll- und Pr?ventionsma?nahmen festhalten", schildert Burkhard Schramm einleitend.

Leichter R?ckgang der Verkehrsunf?lle mit Verletzten; Anstieg der Verkehrstoten

Der seit 2018 festzustellende positive Trend in der Reduzierung der Verkehrsunf?lle mit Personensch?den h?lt auch in 2020 weiterhin an, wenn auch nur minimal. So sanken die Unfallzahlen in diesem Bereich auf 235 (2019: 237, 2018: 240). Doch der Schein tr?gt etwas. Die Anzahl der Personen, die bei Unf?llen schwer verletzt wurden, stieg in 2020 auf 65. (2019: 55, 2018: 62). So auch die Zahl derer, die bei einem Verkehrsunfall t?dlich verletzt worden. Hier verungl?ckten in 2020 insgesamt 6 Personen (2019:3, 2018:4). Die Anzahl der Leichtverletzten ist seit 2018 stetig gesunken. Im Jahr 2020 wurden 235 Personen bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt (2019:244, 2018: 256). Betrachtet man die Gesamtunfallzahlen in Bezug auf die ?rtlichkeit, so kann festgestellt werden, dass sich mit knapp 60 % nach wie vor die meisten Unf?lle innerhalb geschlossener Ortschaften ereignen. Hierunter fallen in erster Linie Unf?lle mit Sachsch?den oder leichtem Personenschaden. In Bezug auf die Unfallfolgen ist jedoch feststellbar, dass sich die ?berwiegende Anzahl der Unf?lle mit schwerverletzten Personen au?erhalb geschlossener Ortschaften ereignen (73 %). Hier liegt eine der Hauptunfallursachen nach wie vor in der erh?hten Geschwindigkeit. Es ist daher weiterhin vorrangiges Ziel der Polizei Holzminden, die Unf?lle mit schwer- und t?dlich Verletzten zu reduzieren. Somit wird nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Verfolgung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit, sowie auch der Ablenkung z. B. durch Handynutzung, liegen.

Wieder Anstieg bei Verkehrsunf?llen der Risikogruppe Junge Kraftfahrer

Die Zahl der schwer verletzten Personen zwischen 18 und 24 Jahren hat sich zum Vorjahr verdoppelt. Wurden 2019 noch 6 Personen dieser Gruppe bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, waren es 2020 nun 12 Schwerverletzte (18%) bei ebenfalls angestiegenen Verkehrsunfallzahlen mit schwerem Verlauf. Im Jahr 2019 lag der Anteil der Schwerverletzten noch bei 11%. Bei den Leichtverletzten geh?rten 37 (16%) der o. a. Risikogruppe an. Hier ist ein R?ckgang bei ebenfalls sinkender Gesamtzahl der Leichtverletzten zu verzeichnen. 2019 lag der Anteil der Leichtverletzten bei 19%. Insbesondere diese Altersgruppe neigt vermehrt zur Handynutzung w?hrend der Fahrt, was nicht nur zu deutlich reduzierten Reaktionszeiten f?hrt. Neben gezielten Geschwindigkeits-, Gurt- sowie Alkohol- und Drogenkontrollen wird aufgrund dessen ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Handyverbotes beim Autofahren gerichtet werden. Die seit Jahren stattfindenden sogenannten "Crash Kurse", bei denen insbesondere angehenden und jungen Fahrzeugf?hrern/Innen die besonderen Gefahren im Stra?enverkehr eindrucksvoll vor Augen gef?hrt werden, sind pandemiebedingt seit vergangenem Jahr ausgesetzt. "Hier hoffen wir auf baldige R?ckkehr zur so wichtigen Pr?ventionsarbeit", w?nscht sich Nadine Meese.

Wieder Zunahme der schweren Unfallfolgen bei Motorradunf?llen

Nachdem die Polizei Holzminden im Jahr 2019 einen leichten R?ckgang der verungl?ckten Motorradfahrer verzeichnete (-27%), steigt die Zahl leider 2020 wieder an (+5%), wenn sie auch nicht das Niveau von 2018 erreicht. Im Jahr 2020 verungl?ckten demnach 91 Motorradfahrer (2019: 87, 2018: 119). Dabei gab es leider auch einen Unfall mit t?dlichem Ausgang. 2019 kam es zu keinem t?dlichen Unfall. Im Bereich der leichtverletzten Motorradfahrer sank die Zahl um sechs auf 35 (-15 %). Die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrer stieg um 10 auf 29 (+53 %). Das bedeutet ebenfalls, dass 15 % aller Leichtverletzten und 45 % aller Schwerverletzten bei Verkehrsunf?llen Motorradfahrer waren. Im Bereich der Schwerverletzten lag der Anteil der Motorradfahrer im Jahr 2019 noch bei 35 %. Diese Zahlen machen wieder einmal deutlich, dass an den seit 2016 intensivierten pr?ventiven als auch repressiven Ma?nahmen erneut festgehalten werden muss. Nicht nur, dass die Motorradfahrer keine "Knautschzone" besitzen, erh?ht das Risiko einer schweren Verletzung, sondern auch die z. T. gefahrenen hohen Geschwindigkeiten sowie die vorgenommenen Bauartver?nderungen an den Fahrzeugen. "Neben der mehrfach in Jahr im Landkreis Holzminden eingesetzten sogenannten "spezialisierten Kontrollgruppe Krad" der Polizeidirektion G?ttingen werden wir zuk?nftig auch mit einer aus eigenen Kr?ften gegr?ndeten kleineren Kontrollgruppe die Kontrollen intensivieren, um eine Reduzierung der Motorradunf?lle zu erreichen", erg?nzt Burkhard Schramm.

Zahl der verletzten Seniorinnen und Senioren stagniert

Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren r?ckt nach wie vor in den Blickpunkt der polizeilichen Pr?ventionsarbeit. Die zunehmende Mobilit?t und Aktivit?t dieser Altersgruppe wirkt sich auch auf eine gestiegene Teilnahme am Stra?enverkehr aus. Dies hat zur Folge, dass es umso wahrscheinlicher ist auch in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Aufgrund der mit zunehmendem Alter h?heren Unfallgef?hrdung betrachtet man in der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik zwei Altersklassen. Einerseits alle ?ber 65-J?hrigen, sowie dann nochmals die der ab 75-J?hringen. Im Verh?ltnis zum Vorjahr ist die Zahl der Schwer- sowie t?dlich Verletzten nahezu gleichgeblieben. Im Bereich der leicht verletzten Seniorinnen und Senioren gab es in der Altersgruppe ab 65 Jahren eine deutliche Zunahme. Hier verungl?ckten 11 Personen mehr als noch 2019 (+35 %). Seitens der Polizei Holzminden wird daher zwingend an den bestehenden Pr?ventionsprogrammen, auch in Zusammenarbeit mit den polizeilichen Netzwerkpartnern, festgehalten, sobald es die Pandemielage wieder zul?sst. Informationen hierzu sind ?ber das Polizeikommissariat Holzminden zu erfragen.

Verkehrsunfallfluchten stagnieren ebenfalls

Mit insgesamt 323 angezeigten Verkehrsunfallfluchten im Jahr 2020 verzeichnet die Polizei Holzminden lediglich drei mehr als im Vorjahr (2019: 320, 2018: 352). Damit entfernte sich, wie auch in 2019, in 21 % aller Verkehrsunf?lle im Landkreis Holzminden der Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Diese Verkehrsunfallfluchten ereignen sich nach wie vor zum ?berwiegenden Teil innerhalb geschlossener Ortschaften, z. B. beim Einparken. Hierbei handelt es sich keinesfalls um ein Bagatelldelikt, sondern um eine Verkehrsstraftat, die mit hohen Geldstrafen und dem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden kann. Die Aufkl?rungsquote liegt hier bei knapp 44 % und ist somit zum Vorjahr (2019: 40%, 2018: 43%) wieder leicht gestiegen. Noch erfreulicher ist, dass die Aufkl?rungsquote bei Verkehrsunfallfluchten, bei denen jemand verletzt wurde, wieder gestiegen ist und bei 50 % liegt (2019: 45 %, 2018: 73 %).

Alkohol und Drogen im Stra?enverkehr weiterhin ein Thema

Im Jahr 2020 waren 19 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer in Unf?lle verwickelt, das hei?t lediglich einer weniger als das Jahr zuvor. (2019:20, 2018: 21). Die Zahl der in Unf?lle verwickelten Verkehrsteilnehmer unter Drogen- bzw. Medikamenteneinfluss sank von 14 auf 8. Gleichzeitig wurden im Rahmen von Kontrollen 43 Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss und 106 Verkehrsteilnehmer unter Drogen- bzw. Medikamenteneinfluss festgestellt. Der hier zu verzeichnende R?ckgang der Feststellungen im Bereich der Alkoholverst??e um 7 % und im Bereich der Btm-Verst??e um 12 % ist sicherlich ebenfalls dem insgesamt geringeren Verkehrsaufkommen geschuldet. "Diese Zahlen begr?nden dennoch nach wie vor einen deutlichen Schwerpunkt der ?rtlichen Polizeiarbeit durch intensive Kontrollen. Wir planen im Laufe des Jahres auch wieder eine Verkehrssicherheitswoche mit hohem Kr?fteansatz durchzuf?hren, bei der neben anderen pr?ventiv und repressiv behandelten Themen, auch das Thema Alkohol-, Drogen- und Medikamentenbeeinflussung erneut aufgegriffen wird", so Nadine Meese.

R?ckfragen bitte an:

Polizeikommissariat Holzminden PHK'in Nadine Meese Telefon: 05531/958-122 E-Mail: poststelle@pk-holzminden.polizei.niedersachsen.de http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_hameln_pyrmont_holz minden/

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/57895/4891371 Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

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