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Obs, Polizei

Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont / Holzminden / Die ...

15.04.2021 - 15:17:23

Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden / Die .... Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden gibt die Verkehrsunfallstatistik 2020 bekannt (FOTO)

Hameln -

- Gesamtunfallzahl gesunken - Verkehrsunf?lle mit schwerem Personenschaden entgegen Landestrend leicht an-gestiegen - Hauptunfallursachen intensiv bek?mpft

Dem Trend der letzten Jahre folgend ist die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunf?lle in der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont/Holzminden im Jahr 2020 erneut gesunken. Wermutstropfen ist dabei jedoch, dass die Verkehrsunf?lle mit schwerwiegenden Personensch?den (VUSP) entgegen des Trends im Jahr 2020 leicht zugenommen haben. Bei diesen Verkehrsunf?llen wurden insgesamt 183 Verkehrsteilnehmer/-innen schwerverletzt, weitere 15 wurden get?tet. Damit hat sich die Zahl der Schwerverletzten 2020 zwar leicht erh?ht, liegt aber unter dem errechneten 10-Jahres-Schnitt von 197 schwerverletzten Personen/Jahr. Bei den Get?teten ist nicht nur ein deutlicher Anstieg zu 2019 zu verzeichnen, sondern auch ein Anstieg im 10-Jahres-Vergleich.

Die PI Hameln-Pyrmont/Holzminden folgt damit 2020 leider nicht dem Beh?r-dentrend sinkender Zahlen, wie ihn die Polizeipr?sidentin der Polizeidirektion (PD) G?ttingen, Gwendolin von der Osten, f?r den Direktionsbereich bekannt gab: "Weniger Verkehrsunf?lle, Schwerverletzte und Verkehrstote - eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch ist jeder get?tete Mensch einer zu viel. Die Senkung der Verkehrsunf?lle mit schwerwiegendem Ausgang bleibt weiterhin unser nachhaltiges Ziel. Die r?ckl?ufige Entwicklung ist zum einen auf unsere pr?ven-tiven und repressiven Ma?nahmen andererseits aber auch auf ein ver?ndertes Mobilit?tsverhalten w?hrend der Corona-Pandemie zur?ckzuf?hren - viele B?rgerinnen und B?rger sind von Pkw, Bus und Bahn auf das Rad umgestiegen oder legen k?rzere Wege zu Fu? zur?ck. Auch durch Lock-down und Homeoffice verbringen die Menschen mehr Zeit in den eigenen vier W?nden und we-niger im Verkehrsraum.", so Polizeipr?sidentin von der Osten.

Hauptunfallursachen im Jahr 2020 waren entsprechend den Vorjahren ?berh?hte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, die Beeinflussung durch berauschende Mittel wie Alkohol, Bet?ubungsmittel oder Medikamente, aber auch Vorfahrtsverst??e sowie Fehler beim ?berholen oder Abbiegen.

Dazu Inspektionsleiter Matthias Kinzel: "Entgegen dem Landestrend keine Verbesserung bei den Schwerverletzten oder Get?teten erreicht zu haben ist schon ziemlich ern?chternd - zumal wir auch im letzten Jahr einen Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit gelegt haben. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern werden wir deshalb auch in diesem Jahr mit unseren Bem?-hungen nicht nachlassen. Solange auf unseren Stra?en gestorben wird, m?chte ich nicht von einer erfreulichen Bilanz sprechen. Ich fordere hiermit alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf, ihren Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit zu leisten."

Baumunf?lle:

Baumunf?lle, damit sind Kollisionen von Fahrzeugen mit B?umen am Fahrbahnrand gemeint, sind im vergangenen Jahr inspektionsweit wieder angestiegen. Insgesamt ereigneten sich 79 dieser Unf?lle. Von den 15 Verkehrstoten 2020, starben sechs bei Baumunf?llen (+4). Auch die Zahl der Schwerverletzten in diesem Zusammenhang hat sich um vier Unf?lle erh?ht. Hei?t, 16 der insgesamt 183 VUSP wurden bei Baumunf?llen verletzt. Damit spiegelt auch die PI Hameln-Pyrmont/Holzminden den Landestrend wider: Fast jedes dritte Todesopfer ist bei einem Baumunfall ums Leben gekommen.

Risikogruppe Rad-/Pedelec-Fahrende:

Ein Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit im Jahr 2020 bildete die Risikogruppe der Rad- bzw. Pedelec-Fahrer/-innen. Bereits vor der Corona-Pandemie r?ckte der Radverkehr als Teil der sich vollziehenden Verkehrswende zunehmend in den Fokus der Gesellschaft. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Verkehrsunf?lle mit beteiligten Radfahrenden 2019 stark gestiegen war. Im Jahr 2020 ist aufgrund verst?rkter Verkehrsunfallpr?vention in diesem Bereich, ein Abw?rtstrend zu verzeichnen. Gestiegen sind hingegen die Verkehrsunf?lle mit Pedelec-Beteiligung und auch die schwerwiegenden Unfallfolgen sind hier gleichbleibend hoch.

Ein wichtiges Beispiel f?r die durchgef?hrte Verkehrsunfallpr?vention ist der j?hrliche Verkehrssicherheitstag. 2020 wurden an diesem Tag Beitr?ge rund um die Themen "Radverkehr" und "E-Mobilit?t" bewegt. Corona-bedingt musste er erstmals digital stattfinden. Unter dem Hashtag #1000sicherew?nsche wurden die Themen "Radverkehr" und "E-Mobilit?t" in kurzen, aber pr?gnanten Beitr?gen aufgenommen und via Social Media ver?ffentlicht.

Trotz vermehrter Verkehrssicherheitsarbeit ereigneten sich 2020 182 Verkehrsunf?lle mit Fahrradbeteiligung. Dabei verletzten sich 28 Fahrradfahrer/-innen schwer, eine Radfahrerin wurde get?tet. Bei 37 Unf?llen mit Pedelec-Beteiligung verletzten sich 8 Pedelec-Fahrende schwer, eine Fahre-rin wurde get?tet. Auff?llig: Beide Get?teten trugen zum Unfallzeitpunkt keinen Helm (siehe Grafik 1).

Risikogruppen Kinder, Junge Fahrer/-innen, Senioren/-innen: Auch die sog. Risikogruppen "Kinder" (bis einschlie?lich 14 Jahre), "Junge Fahrerinnen und Fahrer" (18-24 Jahre) sowie "Senioren/-innen" (65+) standen 2020 im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden.

Gl?cklicherweise wurde kein Kind bei einem Verkehrsunfall get?tet, jedoch wurden vier Kinder schwerverletzt: In zwei F?llen beabsichtigte das jeweilige Kind die Stra?e zu queren, ohne auf den flie?enden Verkehr zu achten. Im dritten Fall spielte ein Kleinkind auf dem Gehweg und wurde von einer langsam r?ckw?rts aus einer Einfahrt fahrenden Fahrzeugf?hrerin ?bersehen. Das vierte Kind wurde auf einem Parkplatz angefahren, als es mit seinem Fahrrad zwischen geparkten Fahrzeugen hindurchfuhr und f?r andere Fahrzeugf?hrer nicht sichtbar war. In allen F?llen wurden die Kinder von Pkw erfasst.

2020 ereigneten sich zudem insgesamt 898 Verkehrsunf?lle, an denen die Risikogruppe der "Jungen Fahrer/-innen" beteiligt waren. 22 davon wurden schwerverletzt. Dar?ber hinaus wurde ein "Junger Fahrer" und dessen jugendliche Mitfahrerin, sowie eine "Junge Fahrerin" und ihr erwachsener Beifahrer get?tet. Die Hauptunfallursache bei der Risikogruppe der "Jungen Fahrer/-innen" ist nicht angepasste bzw. ?berh?hte Geschwindigkeit.

Im Bereich der Risikogruppe der "Senioren/-innen" ist sowohl bei den Get?teten, als auch bei den Schwerverletzten ein Anstieg zu verzeichnen. Waren es 2019 drei Get?tete und 40 Schwerverletzte, bei einer Beteiligung an 1195 Unf?llen, waren es im vergangenen Jahr f?nf Get?tete und 48 Schwerverletzte bei insgesamt 1034 Verkehrsunf?llen.

Die Leiterin Einsatz der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden, Polizeir?tin Marina Vieth, f?hrt dazu aus: "Jeder bei einem Verkehrsunfall verstorbene Mensch ist einer zu viel. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die sog. "Vision Zero", also das Erreichen von Null Verkehrstoten im Stra?enverkehr, vor Augen zu haben. Dieses Ziel erreicht die Polizei durch ihre Verkehrssicherheitsarbeit nicht allein. Jeder Verkehrsteilnehmer und jede Verkehrsteilnehmerin, egal welchen Lebensalters oder der Art der Verkehrsteilnahme, kann durch r?cksichtsvolles und umsichtiges Verhalten im Stra?enver-kehr dazu beitragen, dass unsere Stra?en sicherer f?r uns alle werden.

Um m?glichst effektiv gemeinsam f?r Verkehrssicherheit zu sorgen, ist zudem die enge Zusammenarbeit der Polizei mit Netzwerkpartnern der Verkehrssicherheitsarbeit in Pr?vention und Repression notwendig. Diese Zusammenarbeit wird auch 2021 intensiv fortgesetzt.

Wir werden die polizeiliche und gemeinsame Verkehrssicherheitsarbeit mit Blick auf die genannten Risikogruppen konsequent fortf?hren und auch einen Fokus auf die Hauptunfallursachen, insbesondere Ablenkung, Geschwindigkeit und Beeinflussung durch berauschende Mittel, legen.

Unser Ziel ist es, nicht nur dem Landestrend sinkender Verkehrsunfallzahlen insgesamt weiterhin zu entsprechen, sondern auch die Anzahl von Verkehrsunf?llen mit schwerwiegenden und vor allem t?dlichen Personensch?den in unserem Inspektionsbereich deutlich zu senken."

Fazit Ohne detailliert auf die Statistikzahlen einzugehen, ergeben sich aus der Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion (Landkreise Hameln-Pyrmont und Landkreis Holzminden) f?r das vergangene Jahr folgende Kernaussagen: - R?ckgang der Gesamtunfallzahlen (von 5.556 auf 4.834 Verkehrsunf?lle - siehe Grafik 2) - Zunahme der VUSP (von 164 auf 174) - Zunahme der Verkehrstoten (von 6 auf 15 Verstorbene) - Zunahme der sog. "Baumunf?lle", also Verkehrsunf?lle au?erhalb geschlossener Ortschaf-ten mit einer Kollision zwischen Fahrzeug und B?umen am Stra?enrand, (von 69 auf 79 Verkehrsunf?lle) und Anstieg bei Baumunf?llen Get?teten (von 2 auf 6 Personen) - R?ckgang der Unf?lle mit Fahrr?dern (von 213 auf 182) - Anstieg der Unf?lle mit Pedelecs (von 26 auf 37) - Zahl der Verkehrsunfallfluchten r?ckl?ufig (von 1.242 auf 1.150); Aufkl?rungsquote der Unfallfluchten bei 44,17%

R?ckfragen bitte an:

Stephanie Heineking-Kutschera Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden Presse- und ?ffentlichkeitsarbeit Telefon: 05151/933-104 E-Mail: pressestelle@pi-hm.polizei.niedersachsen.de http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_hameln_pyrmont_holz minden/

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/57895/4889924 Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

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