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Polizei, Kriminalit?t

Polizeiinspektion Aurich / Wittmund / Polizeiliche ...

14.04.2021 - 18:17:20

Polizeiinspektion Aurich/Wittmund / Polizeiliche .... Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 des Polizeikommissariats Norden

Altkreis Norden - Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 des Polizeikommissariats Norden: Weniger Straftaten und h?chste Aufkl?rungsquote seit Erfassung

Im Zust?ndigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden ist die Anzahl der Straftaten im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 298 Taten gesunken. Die Aufkl?rungsquote des Polizeikommissariats Norden ist im Vergleich zu 2019 erneut gestiegen und hat mit 69,17 % einen neuen H?chststand erreicht. Sie liegt erneut deutlich ?ber dem Landesdurchschnitt von 64,28 %.

Kernpunkte der PKS 2020

- R?ckgang der Straftaten im Vergleich zu 2019 um 298 Taten (-6,46%) - Aufkl?rungsquote von 69,17% so hoch wie nie - F?lle H?uslicher Gewalt gestiegen (+40 Taten, +24,24%) - Gewalt gegen Polizeibeamte*innen gestiegen (+9 Taten, +52,94%) - Straftaten zum Nachteil ?lterer Menschen weiterhin stark pr?sent - Zahl der K?rperverletzungsdelikte gesunken (-21 Taten, -4,14%) - Weniger Diebst?hle (-18,44%) und weniger Wohnungseinbr?che (-17,72%) - Anstieg der Straftaten im Bereich Cybercrime (+5 Taten, +1,35%) bei gestiegener Aufkl?rungsquote (88,00%)

Weniger Straftaten und hohe Aufkl?rungsquote

Im Jahr 2020 wurden im Zust?ndigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden insgesamt 4.317 Straftaten registriert. Die Anzahl der Straftaten ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 298 Straftaten bzw. 6,46% gesunken. Die Aufkl?rungsquote des Polizeikommissariats Norden hat 2020 einen neuen H?chststand von 69,17% erreicht. Sie liegt damit erneut deutlich ?ber dem Landesdurchschnitt von 64,28%. Insgesamt konnten im Jahr 2020 2.986 Taten der 4.317 registrierten Straftaten aufgekl?rt werden. "Nur durch ein au?erordentliches Engagement und H?chstma? an Motivation gelingt diese historisch hohe Aufkl?rungsquote. Mein ausdr?cklicher Dank und meine Anerkennung gilt daher den Besch?ftigten des Polizeikommissariats Norden", erkl?rt Erster Polizeihauptkommissar Ingo Brickwedde, Leiter des Polizeikommissariats Norden.

Mehr H?usliche Gewalt, weniger K?rperverletzungen

Im Jahr 2020 ist die Zahl der registrierten F?lle H?uslicher Gewalt deutlich um 24,24% gestiegen. Es wurden 205 Taten angezeigt, 2019 waren es 165. Die 2019 registrierten 165 F?lle von h?uslicher Gewalt stellen im Zehnjahresvergleich den zweit niedrigsten Wert dar (2016: 164 F?lle). "Es ist schade, dass sich die sehr positive Entwicklung der letzten Jahre nicht fortgesetzt hat, sondern die Anzahl an Taten wieder ?ber den Durchschnitt der letzten 10 Jahre (189 F?lle) steigt. Die Gr?nde daf?r m?ssen wir noch weiter analysieren", sagt Erster Kriminalhauptkommissar Michael Pape, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes beim Polizeikommissariat Norden. "Ich vermute, dass insbesondere der Ausbruch der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Konflikte im h?uslichen Umfeld hierzu beigetragen haben. Andererseits haben aber auch mehr Gewaltopfer die Angebote von Hilfsorganisationen und Anlaufstellen angenommen, um der Gewalt zu entfliehen. Die Erhellung des Dunkelfeldes muss unser Ziel sein, unabh?ngig von beh?rdlichen Statistiken."

Die Zahl der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die k?rperliche Freiheit ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Taten (+1,11%) auf 728 Taten gestiegen. Bei den K?rperverletzungsdelikten ist ein R?ckgang von 4,41% zu verzeichnen, von 507 Taten in 2019 auf 486 Taten in 2020. "Obwohl ?ffentliche Gro?veranstaltungen, Diskotheken- oder Gastst?ttenbesuche in 2020 wenig bis gar nicht stattfanden, ist die Zahl der K?rperverletzungen nicht so stark gesunken, wie ich es erwartet habe. Die Taten haben sich zum Teil mehr in den privaten Bereich verschoben", sagt Michael Pape.

Im Altkreis Norden kam es zu insgesamt 31 Raub?berf?llen (+14,81%), im Jahr 2019 waren es 27. Die Aufkl?rungsquote stieg um 8% auf 70,97%. "Die Steigerung der Raub?berf?lle resultiert insbesondere aus einer Serie von u. a. sechs Tankstellen?berf?llen, die wir im letzten Jahr erfolgreich kl?ren konnten. Die zwei T?ter aus Norden wurden von unseren Ermittlern festgenommen und sitzen in Haft", sagt Michael Pape.

Gewalt gegen Polizeibeamte*innen

Die Zahl der Gewalt gegen Polizeibeamte*innen stieg um 52,94% auf 26 Taten im Jahr 2020 weiter an. Im Vorjahr waren es 17 Taten. Es kam zu zw?lf Widerstandshandlungen, elf t?tlichen Angriffen und drei Bedrohungen. In neun F?llen war der T?ter oder die T?terin alkoholisiert. Zus?tzlich wurden ein Angriff auf einen Mitarbeiter des Rettungsdienstes und zwei F?lle gegen andere Vollstreckungspersonen registriert. "Seit Jahren stellen wir einen Anstieg der Gewalt gegen Polizeibeamten*innen fest. Jeder Angriff auf Polizeibeamte*innen ist rechtlich wie menschlich verwerflich, stellt einen Angriff auf diese Gesellschaft, mithin auf unsere demokratischen Grundprinzipien dar und muss daher mit aller Konsequenz verfolgt werden" sagt Ingo Brickwedde.

Straftaten zum Nachteil ?lterer Menschen

Auch in 2020 waren ?ltere Menschen im Altkreis Norden vermehrt Ziel von Betr?gern. Die Straft?ter w?hlten dazu insbesondere den sogenannten Enkeltrick, Schockanrufe, falsche Gewinnversprechen und falsche Polizeibeamte als Betrugsmasche aus. "Die Polizei hat im zur?ckliegenden Jahr eine intensive Pr?ventionsarbeit zum Schutze unserer ?lteren B?rgerinnen und B?rger durchgef?hrt. Daher ist es in nur wenigen F?llen zu erheblichen finanziellen Sch?den gekommen. Oft blieb es nur beim Betrugsversuch", sagt Michael Pape. "Die T?ter passen dabei ihre Tricks immer wieder an die aktuellen Geschehen an. Diese Entwicklung zeigt, dass die bisher gute Pr?ventionsarbeit der Polizei weiter fortgef?hrt werden muss." "Das Polizeikommissariat Norden begleitet zurzeit das Pr?ventionskonzept zum Schutze ?lterer Menschen vor Trickbetr?gern. In diesem Zusammenhang wird an unsere Seniorinnen und Senioren im Altkreis Norden Informationsmaterial verteilt", erg?nzt Polizeioberkommissarin Christiane B?chner, verantwortliche Ansprechpartnerin f?r Pr?vention beim Polizeikommissariat Norden.

Deutlicher R?ckgang bei Diebst?hlen und Einbr?chen

Ein deutlicher R?ckgang der Straftaten ist 2020 bei den Diebst?hlen, insbesondere auch bei den Wohnungseinbruchdiebst?hlen, festzustellen. Die Zahl der Diebst?hle ist von 1.345 im Jahr 2019 auf 1.097 Taten im Jahr 2020 gesunken. Das entspricht einem R?ckgang von 18,44%. Die Wohnungseinbruchdiebst?hle sind 2020 auf 65 gesunken, was einen R?ckgang von 17,72% bedeutet. 2019 waren es noch 79 Taten. Insgesamt konnten 38,29% der Diebstahlsdelikte aufgekl?rt werden, was einer Steigerung von 4,83% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. "R?ckblickend auf die letzten zehn Jahren haben wir einen sehr niedrigen Wert von Wohnungseinbr?chen erreicht. Bei der Aufkl?rung von Einbr?chen zahlt sich die jahrelange Erfahrung der Ermittlerinnen und Ermittler aus. Die gute Pr?ventionsarbeit beim Polizeikommissariat Norden hat ebenfalls zu diesem Erfolg beigetragen", sagt Michael Pape.

Auch im Bereich der Bet?ubungsmittelkriminalit?t ist 2020 ein R?ckgang festzustellen. Die Zahl der Straftaten nach dem Bet?ubungsmittelgesetz ist von 414 F?llen im Jahr 2019 auf 344 F?lle im Jahr 2020 gesunken. Das entspricht einem R?ckgang von 16,91%. "Komplexe Ermittlungsverfahren im Altkreis Norden f?hrten in 2020 zu mehreren Festnahmen von Drogenh?ndlern, bei denen nicht unerhebliche Mengen Bet?ubungsmittel und Verm?genswerte sichergestellt werden konnten", sagt Michael Pape.

Weniger Verm?gens- und F?lschungsdelikte

Die Anzahl der Straftaten im Bereich der Verm?gens- und F?lschungsdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 F?lle auf insgesamt 744 Taten (-4,86%) gesunken. Einen gro?en Teil dieser Straftaten nimmt weiterhin der Waren- und Warenkreditbetrug ein. Die Fallzahlen im Bereich Cybercrime sind fast gleichgeblieben und um 5 Taten auf 375 Taten in 2020 gestiegen. Die Aufkl?rungsquote stieg dabei um 8,54% auf 88%. "Es ist nicht einfach im anonymen Internet zu ermitteln. Unsere spezialisierten Ermittlerinnen und Ermittler haben viele T?ter aus der Anonymit?t des Internets hervorgeholt und identifiziert. Wichtig ist, dass jeder von uns im Umgang mit dem Internet aufmerksam ist, insbesondere wenn es um die eigenen Personaldaten geht", sagt Michael Pape.

Mehr K?rperverletzungen und Sachbesch?digungen im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalit?t

Im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalit?t kam es im Jahr 2020 zu 270 Straftaten. 2019 waren es noch 244. Das entspricht einem Anstieg von 10,66%. Die Diebst?hle insgesamt haben stark abgenommen (-33,33%), von 72 Taten in 2019 auf 48 Taten in 2020. Der klassische Ladendiebstahl verringerte sich von 49 Taten in 2019 auf 26 Taten in 2020 (-46,94%). Sehr besorgniserregend dagegen ist der Anstieg bei den K?rperverletzungen und Sachbesch?digungen. Die K?rperverletzungen stiegen deutlich um 58,62% von 29 Taten in 2019 auf 46 Taten in 2020. Die Sachbesch?digungen stiegen um 68,75% von 16 Taten in 2019 auf 27 Taten in 2020. Obwohl die Verst??e gegen das Bet?ubungsmittelgesetz in 2020 insgesamt abnahmen (- 16,91%), stiegen die Drogendelikte von Kindern und Jugendlichen an, von 60 F?llen in 2019 auf 65 F?lle in 2020 (+ 8,33%). "Warum die Kinder und Jugendlichen im letzten Jahr so viele K?rperverletzungen und Sachbesch?digungen begangen und mehr Drogen konsumiert haben, kann nicht klar beantwortet werden. M?glicherweise hat sich bei den Kindern und Jugendlichen Frust ?ber ihre durch die Corona-Pandemie ver?nderte und beschr?nkte Lebenssituation aufgebaut, der sich in diesen Taten entladen hat. Diese neue Entwicklung werden wir sehr genau beobachten", sagt Michael Pape.

Fazit zur PKS 2020

"Die Sicherheitslage im Altkreis Norden ist in den letzten Jahren bereits konstant hoch gewesen und konnte in 2020 noch einmal verbessert werden", res?miert Ingo Brickwedde. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben uns vor neue Herausforderungen im Einsatz- und Ermittlungsbereich gestellt. Trotz allem ist es uns gelungen, unsere Aufkl?rungsquote auf fast 70% zu steigern und die meisten Straftaten aufzukl?ren. Neben der guten Zusammenarbeit zwischen dem Einsatz- und Streifendienst, dem Kriminal- und Ermittlungsdienst, den Polizeistationen sowie der Pr?ventionsverantwortlichen beim Polizeikommissariat Norden haben die vielen Hinweise unserer B?rgerinnen und B?rgern zu dem Erfolg beigetragen. Ich w?nsche mir, dass das auch in Zukunft so bleibt."

R?ckfragen bitte an:

Polizeiinspektion Aurich/Wittmund Pressestelle Wiebke Baden Telefon: 04941 606104 E-Mail: pressestelle@pi-aur.polizei.niedersachsen.de http://www.pi-aur.polizei-nds.de

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