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Obs, Polizei

Polizeiinspektion Anklam / Vermisstes Kind auf Usedom dank ...

26.06.2020 - 18:29:47

Polizeiinspektion Anklam / Vermisstes Kind auf Usedom dank .... Vermisstes Kind auf Usedom dank Polizei wieder an Mutter übergeben

FRANKFURT - Nach der Aktionärszustimmung zum Rettungspaket der Lufthansa am Vortag war die erste Begeisterung der Anleger am Freitag bereits wieder verflogen. Letztlich verloren die Aktien der nicht erst im Zuge der Corona-Krise ins Schlingern geratenen Fluggesellschaft als Schlusslicht im MDax 6,23 Prozent auf 8,99 Euro. Im Vergleich zum 15-prozentigen nachbörslichen Kurssprung am Donnerstag auf der Handelsplattform Tradegate bis auf 10,98 Euro summierte sich der Verlust somit auf rund 18 Prozent.

"Nun rückt bereits die Verwässerung durch den Staatseinstieg in den Fokus", sagte ein Börsianer. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung hatten die Aktionäre des Unternehmens am Donnerstag nach Börsenschluss letztlich mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass der Staat mit einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung für rund 300 Millionen Euro als neuer Anteilseigner einsteigt. Damit verbunden ist das insgesamt neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor mühsam zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden war.

Wäre der Staatseinstieg geplatzt, hätte nach Darstellung der Lufthansa-Führung binnen weniger Tage die Insolvenz oder ein Schutzschirmverfahren gedroht. Bereits am Donnerstagmorgen hatten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union die deutschen Rettungsmaßnahmen final genehmigt.

Die Nachricht über die Zustimmung sei gut, da sie Unsicherheit herausnehme und einer Erholung den Weg bereite, kommentierte Analyst Daniel Roeska vom US-Analysehaus Bernstein Research. Doch die Fluggesellschaft habe angesichts ihrer Schuldenlast noch einiges vor sich, gab er zu bedenken.

Ähnlich äußerte sich auch Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank: Mit der Zustimmung der Aktionäre zum Staatseinstieg sei das Insolvenzrisiko zunächst beseitigt, es blieben aber große Herausforderungen. Denn seiner Meinung nach dürfte die Flugbranche erst 2023 oder 2024 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

Sein Kollege Sven Diermeier vom Analysehaus Independent Research konstatierte, mit dem Staatshilfepaket hätten sich die Aktionäre für das kleinere Übel im Vergleich zu einem Schutzschirmverfahren entschieden, das wahrscheinlich einen Totalverlust bedeutet hätte.

Die Corona-Pandemie hat die Lufthansa binnen weniger Wochen von einer Vorzeige-Airline im Dax zu einer Pleitekandidatin im MDax gemacht. Weil über Monate hinweg fast alle Flüge ausfielen, der Großteil der Einnahmen ausblieb und sich das Geschäft nur sehr langsam erholen dürfte, drohte dem Konzern das Geld auszugehen.

Nachdem die Corona-Krise die Finanzmärkte im Februar voll erfasst hatte, rutschte der Kurs bis Ende April um mehr als die Hälfte auf nur noch gut 7 Euro ab. Bis Anfang Juni ging es bis auf gut 12,50 Euro wieder nach oben. Zuletzt pendelte die Aktie zwischen neun und zehn Euro. Damit war der Konzern stellenweise an der Börse gerade noch um die 4,5 Milliarden Euro wert - weniger als die Hälfte des geplanten Hilfspakets und weniger als das, was der Staat dem Konzern über neue Aktien und stille Einlagen an Eigenkapital zuschießen will./edh/tav/fba/edh

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