Polizei, Kriminalität

Polizeidirektion Mayen / Verkehrslagebild der ...

15.03.2019 - 11:21:35

Polizeidirektion Mayen / Verkehrslagebild der .... Verkehrslagebild der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler 2018

Bad Neuenahr-Ahrweiler - VERKEHRSLAGEBILD 2018 POLIZEIINSPEKTION BAD NEUENAHR-AHRWEILER ____________________________ ________________________________________________ Vorbemerkung

Die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler ist zuständig für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die verbandsfreie Gemeinde Grafschaft, sowie die Ortsgemeinden Schalkenbach und Königsfeld der Verbands- gemeinde Brohltal und die Ortsgemeinden Altenahr, Mayschoss, Rech, Dernau, Kalenborn und Berg der Verbandsgemeinde Altenahr.

Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit ist insbesondere die Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Kontrollmaßnahmen orientieren sich an den Hauptunfallursachen und den Risikogruppen. Hierbei werden Unfallhäufungspunkte und -linien berücksichtigt.

Mehr Verkehrsunfälle, Zahl von Verletzten gestiegen, kein tödlicher Unfall

Im Jahr 2018 wurden der Polizei insgesamt 2004 Verkehrsunfälle gemeldet (2014: 1688, 2015: 1762, 2016: 1814, 2017: 1925). Dies sind 79 Unfälle mehr als im vergangenen Jahr und 165 mehr als im Fünfjahresschnitt. Die erhöhten Unfallzahlen in 2017 und 2018 dürften zumindest zum Teil auf die Umleitungsstrecke anlässlich des Ausbaus der Ortsumgehung Bad Neuenahr-Ahrweiler zurückzuführen sein. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens im Streckenab-schnitt "Tiefkreisel An den Ulmen", Rotweinstraße (L 84), kam es im Bereich der Einmündungen und Zufahrten in den Kreisverkehr zu zahlreichen Auffahrunfällen und vereinzelten Vorfahrtsunfällen. In diesem Bereich ereigneten sich 2018 147 Verkehrsunfälle. Nach Eröffnung der Ortumgehung hat sich die Zahl der Unfälle auf dieser Strecke deutlich reduziert. In den ersten beiden Monaten 2019 wurde die Polizei dort nur zu 4 Verkehrsunfällen gerufen.

Die Zahl der Leichtverletzten ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 auf 229, die der Schwerverletzten um 5 auf 44 gestiegen. Keine Person wurde tödlich verletzt. (Fünfjahresmittel: Leichtverletzte 203, Schwerverletzte 48,6, Getötete: 1,2)

Hauptunfallursachen

890 Verkehrsunfälle sind auf die Unfallursache "nicht ausreichender Sicherheitsabstand" zu-rückzuführen, 428 auf "Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren". 157 Unfälle wurden durch eine zu hohe bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht.

Erfasst wird jeweils nur eine Unfallursache. Gerade bei Abstandsunfällen spielt die Geschwindigkeit in der Regel ebenfalls eine Rolle.

Unfallfluchtentwicklung

Im Jahr 2018 wurden 447 Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet (2017: 431, 2016: 450, 2015: 416, 2014: 369). In 37,38 % der Fälle konnte der Flüchtende ermittelt werden (2017: 37,59 %, 2016: 37,78 %, 2015: 36,54 %, 2014: 44,17 %, 2013: 40,37 %).

Alkohol- und Drogenunfälle

Die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Fahrzeugführern, die unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss standen, ist auf 24 gestiegen. (2017: 21, 2016: 17, 2015: 21, 2014: 16). Wurden, resultierend aus diesen Unfällen 2017 1 Person schwer- und 1 Person leichtverletzt, waren es 2018 5 Schwer- und 10 Leichtverletzte.

"Risikogruppen"

Kinder - Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Kindern hat sich gegenüber 2017 um 5 auf 15 Unfälle reduziert. 11 Kinder wurden leicht und 1 Kind schwer verletzt. 7 der verunglückten Kinder waren mit dem Fahrrad, 4 zu Fuß und 1 Kind als Mitfahrer unterwegs. Seit 2014 schwankt die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Kindern zwischen 15 und 22.

Jugendliche/Junge Fahrer - 2018 ereigneten sich 400 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Jugendlichen und jungen Fahrern (2017: 407, 2016: 409, 2015: 323, 2014: 330). Hierbei wurden 15 Personen schwer und 92 leicht verletzt. Bei 280 Unfällen ist die Gruppe der Jugendli-chen/Jungen Fahrer nach Auffassung der Polizei als Hauptverursacher anzusehen (davon 46 Hauptunfallursache Geschwindigkeit).

Senioren- Die Zahl der "Seniorenunfälle" hat sich 2018 erneut um 4 Unfälle auf 497 (2017: 493, 2016: 479, 2015: 381, 2014: 356) erhöht. 10 Senioren wurden schwer und 23 leicht verletzt. 36,36 % der verunglückten Senioren waren mit dem PKW, 33,33 % als Radfahrer und 12,2 % als Fußgänger unterwegs. Als Hauptverursacher der Unfälle werden 353 Senioren in der Statistik geführt.

Motorisierte Zweiradfahrer - 2018 ereigneten sich 75 Verkehrsunfälle (2017: 54, 2016: 73, 2015: 62, 2014: 57) mit motorisierten Zweirädern mit insgesamt 57 verletzten Personen (18 Schwer-, 43 Leichtverletzte). 51 Zweiradfahrer wurden als Hauptverursacher eingestuft. In 24 dieser Fälle hat die Polizei als Hauptunfallursache nicht angepasste Geschwindigkeit regis-triert.

Fahrradfahrer - 59 Unfälle (2017: 54, 2016: 63, 2015: 53, 2014: 60) mit Fahrrädern ereigneten sich im Berichtszeitraum. Bei 50 Unfällen mit Personenschaden wurden 56 Radfahrer verletzt (11 Schwerverletzte, 45 Leichtverletzte).

Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung

Diese Maßnahmen dienen der Steigerung der Verkehrssicherheit und dem Ziel, die Folgen der Unfälle im Rahmen der Möglichkeiten zu reduzieren. Hinsichtlich der Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit ist anzumerken, dass nachfolgend die Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachung durch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Verkehrsdirektion Koblenz nicht aufgeführt werden. Insgesamt wurden 2018 403 Straf- und 541 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen im Straßenverkehr eingeleitet.

Bei Kontrollen fielen 68 Verkehrsteilnehmer auf, die alkoholisiert waren. Bei 55 wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Bei 13 Verkehrsteilnehmern wurde eine Alkoholkonzentration von 0,5 bis 1,09 Promille festgestellt, was jeweils ein Bußgeld und ein Fahrverbot von mindestens 1 Monat zur Folge hatte. 108 Fahrer wurden kontrolliert, die unter Drogeneinfluss standen. Gegen diese wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ferner wird die Führerscheinstelle über das Ergebnis der jeweiligen Blutuntersuchungen informiert und leitet in einer Vielzahl von Fällen ein Verwaltungsverfahren mit dem Ziel, die Fahrerlaubnis zu entziehen, ein. Durch die Schulung von Polizeibeamtinnen und - beamten im Hinblick auf das "Erkennen von Drogen im Straßenverkehr" hat sich das Entdeckungsrisiko deutlich erhöht. Dies wird vermutlich von den überwiegend jüngeren Fahrern weiterhin unterschätzt.

Insgesamt 1390 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und 42 Ordnungswidrigkeitenverfahren waren die Folge der übrigen festgestellten Verkehrsverstöße.

Verstöße gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden mit 23 Bußgeldern und 264 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld geahndet.

446 Verstöße gegen die Helm- und Gurtpflicht stellte die hiesige Polizei 2018 fest.

Wegen technischer Mängel, Nichtmitführen von Ausweisen und Ausrüstungsgegenständen erhielten 680 Verkehrsteilnehmer einen Mängelbericht.

In der Summe hat die Polizei Bad Neuenahr-Ahrweiler 3014 Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung im Jahr 2018 getroffen.

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Rückfragen bitte an: Gerhard Engel Erster Polizeihauptkommissar Telefon: 02641-974200 www.polizei.rlp.de/pd.mayen

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz sind unter Nennung der Quelle zur Veröffentlichung frei.

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