Polizei, Kriminalität

Polizei Marburg-Biedenkopf / Schockanruf in Goßfelden- Ehemann ...

29.11.2017 - 11:41:37

Polizei Marburg-Biedenkopf / Schockanruf in Goßfelden- Ehemann .... Schockanruf in Goßfelden- Ehemann verhindert Übergabe von 15.000 Euro;

Marburg-Biedenkopf - Schockanruf in Goßfelden- Ehemann verhindert Übergabe von 15.000 Euro

Lahntal-Goßfelden: Erneut trieben Schockanrufer im Landkreis ihr Unwesen und hätten mit ihrem perfiden Vorgehen beinahe Erfolg gehabt. Der zufällig heimkehrende Ehemann machte dem Spuk ein Ende und setzte den "Besucher" vor die Tür.

Meist trifft es Menschen mit osteuropäischem Wurzeln. So auch in diesem Fall. Am Dienstagvormittag, 28. November rief ein Unbekannter gegen 9.50 Uhr bei der 63-jährigen Frau an und vermittelte dem ausgesuchten Opfer den Eindruck, als sei ihr Sohn am Telefon. Eindringlich schilderte der Anrufer, dass er eine Person bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt habe und nun für die medizinische Versorgung sowie zur Abwendung der Strafe schnellstens 15.000 Euro benötige. Der vermeintliche Sohn forderte das Opfer nun auf, eine ausländische Telefonnummer der Polizei mit der Vorwahl 0037 (Litauen) anzurufen, um die weiteren Modalitäten zu klären. Dort wurde der Seniorin erklärt, dass demnächst ein Kollege persönlich in der Wohnung erscheinen würde. Tatsächlich klingelte der mutmaßliche Betrüger gegen 11 Uhr, um das bereits abgehobene Geld in Empfang zu nehmen. Der zufällig heimkehrende Ehemann des Opfers verhinderte glücklicherweise die Übergabe des hohen Betrages und warf den Verdächtigen ohne Beute raus. Der mutmaßliche Täter sprach mit russischem Akzent, ist zirka 40 Jahre alt und etwa 180 cm groß. Er hat dunkle Haare und trug eine gemusterte Mütze sowie eine blau/schwarze Jacke. Fahndungsmaßnahmen der Polizei brachten keinen Erfolg. Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe: Wem sind am Dienstagvormittag im Ortskern verdächtige Fahrzeuge/Personen aufgefallen? Wer hat den beschriebenen Mann gesehen? Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Marburg, Tel. 06421- 4060.

Tipps der Polizei:

-Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein -Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer im Display -Rufen Sie niemals die übermittelte Telefonnummer zurück -Alarmieren Sie über den Notruf 110 sofort die Polizei -Lassen Sie keine fremden Menschen in die Wohnung

Diese bundesweit immer wieder auftretenden Schockanrufe sind nicht neu.

Jedes Mal schilderten die unterschiedlichen Anrufer (Männer und Frauen) ein schädigendes Ereignis wie z.B. einen schweren Sturz oder einen Verkehrsunfall. Die dramatisch geschilderten Folgen der Vorfälle mit bevorstehender Haft oder schwerwiegenden Verletzungen der Angehörigen und/oder von angeblich nicht versicherten Dritten wirkten bei jedem der Opfer sehr schockierend. Diesen Schockzustand nutzten die Anrufer. Sie begründeten die zur Hilfe notwendigen, finanziellen Forderungen mit den Kosten für operative Eingriffe, ärztliche Behandlungen oder aber zur Abwendung der Inhaftierung. Die Anrufer gehen in den Fällen geschickt und vielfältig vor. Teilweise erfolgten "Ausspähungsanrufe", die einzig dem Ziel dienten, die Familien- oder Freundschafts- oder Bekanntenverhältnisse auszukundschaften und Namen zu erfahren. Später rufen dann die vermeintlichen nahen Angehörigen oder guten Bekannten an und schoben das gepresste oder weinerliche oder undeutliche Sprechen auf die erlittenen Verletzungen zurück. Wenn die Namen durch die Voranrufe nicht herauszubekommen waren, versuchten sie nun durch die weitere geschickte Gesprächsführung, "ihren" Namen zu erfahren.

Präventionshinweise stehen im Internet unter www.polizei.hessen.de oder unter www.polizei-beratung.de zur Verfügung. Dort erhalten Interessierte wertvolle Informationen über den Enkeltrick, dessen Erkennbarkeit und mögliche Schutzmaßnahmen.

Jürgen Schlick

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E-Mail: poea-mr.ppmh@polizei.hessen.de http://www.polizei.hessen.de/ppmh

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