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Polizei, Kriminalit?t

Polizei Duisburg / Duisburg: Einsatzjahresbericht 2020 - Mehr ...

30.04.2021 - 14:07:38

Polizei Duisburg / Duisburg: Einsatzjahresbericht 2020 - Mehr .... Duisburg: Einsatzjahresbericht 2020 - Mehr Polizeieins?tze trotz Corona-Lockdown

Duisburg - Die Polizei Duisburg hat mit 183.264 Eins?tzen im Jahr 2020 trotz Corona-Lockdown mehr zu tun gehabt als im Vorjahr. Um genau zu sein sind die Polizisten 3.285 Mal (+1,8%) h?ufiger ausger?ckt.

Neben Einsatzlagen, wie beispielweise Streitigkeiten, Unfallaufnahmen oder der Suche nach Personen standen Ereignisse mit Pandemiebezug im vergangenen Jahr f?r die 761 Beamtinnen und Beamten der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz auf der Tagesordnung: Rund 4.900 Eins?tze standen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Ob Quarant?ne-?berwachungen, das Aufl?sen von Partys oder Maskenkontrollen - die Ma?nahmen zur Eind?mmung des Infektionsgeschehens waren vielf?ltig.

"Leider mussten wir nach der j?hrlichen Kr?ftezuweisung in allen Direktionen mit weniger Polizisten auskommen als vorher. Trotzdem ist die Polizei mit unerm?dlichem Engagement jeden Tag rund um die Uhr f?r die B?rgerinnen und B?rger Duisburgs da. Zu den ohnehin schon oftmals gef?hrlichen Situationen standen die Einsatzkr?fte mit der Pandemie vor neuen Herausforderungen", so die Polizeipr?sidentin Dr. Elke Bartels. "In manchen Lagen ist es schlichtweg unm?glich Distanz zu halten. Damit steigt das Risiko, sich selbst, seine Arbeitskollegen und Familien anzustecken. Da bekommt die "Eigensicherung" noch mal eine ganz neue Bedeutung."

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte:

Mit solchen Lagen sind Situationen gemeint, bei denen die Beamten beispielsweise auf k?rperlichen Widerstand treffen oder direkt angegriffen werden. Da ist es nicht m?glich Abstand zu halten und auch Masken k?nnen bei dynamischen Einsatzlagen verrutschen.

Bei 403 Eins?tzen unter dem Stichwort "Gewalt gegen Polizisten" verletzten sich im vergangenen Jahr 109 Polizisten leicht und drei schwer (2019: insgesamt 80). Rechnerisch hat sich im Duisburger Stadtgebiet jeden dritten Tag eine Beamtin oder ein Beamter im Dienst verletzt.

Notruf 110:

Im Schnitt gingen pro Tag 420 Anrufe ?ber die Notrufnummer 110 bei der Leitstelle in Duisburg ein. Mit einer Gesamtzahl von 153.386 sind das 2.223 Notrufe mehr als im Jahr 2019. Daraus ergaben sich 60.733 au?enveranlasste Eins?tze.

"Wir sind dankbar f?r aufmerksame B?rgerinnen und B?rger, die sich mit Feststellungen an uns wenden. In vielen F?llen informieren uns ?ber den Notruf 110 nat?rlich mehrere Hinweisgeber. Das geschieht insbesondere bei Unf?llen oder Auseinandersetzungen mit vielen Beteiligten. Das hilft uns, denn je mehr Informationen wird bekommen, umso besser lassen sich solche F?lle kl?ren", so Polizeidirektor Ulrich Heuke, stellvertretender Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz.

Zu den Notrufen kommen noch 96.452 Anrufe (2019: 97.097), die die Leitstelle ?ber die Vermittlung oder das Hinweistelefon f?r B?rgerinnen und B?rger erreichten.

Vielfalt der Einsatzanl?sse:

Das Spektrum der Eins?tze f?r die Polizistinnen und Polizisten der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz ist sehr vielf?ltig: Raubdelikte, Einbr?che, Verkehrsunfallaufnahmen, Hilfeersuchen, Familienstreitigkeiten, Demonstrationen, Alarmausl?sungen oder auch die Suche nach Vermissten... Die Liste ist lang und nicht abschlie?end und in den meisten F?llen sind die Streifenwagenbesatzungen als erstes vor Ort und treffen Ma?nahmen.

Suche nach Vermissten:

Statistisch suchte die Polizei 2020 nach etwa vier Vermissten pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr ist bei der Gesamtzahl von 1547 F?llen ein R?ckgang von 485 zu verzeichnen. Unter den Vermissten waren Kinder, die nicht p?nktlich nach Hause kamen, Menschen, die von einem Alten- oder Pflegeheim vermisst gemeldet wurden oder auch Personen, die ihren Suizid angek?ndigt hatten. Bei der Suche setzen die Einsatzkr?fte oftmals Personensp?rhunde ein. Mit ihren feinen Nasen k?nnen sie die Spuren von Gesuchten verfolgen. So fahndeten Polizisten Ende November 2020 im Bereich des Hafenbeckens in Walsum nach einem Mann, der bei einer Bekannten seinen Suizid angedroht hatte. Diensthund Flynn schnupperte an einem zur Verf?gung gestellten Schuh des Vermissten und nahm die Witterung auf. Der Sch?ferhund f?hrte die Beamten zu einer eingez?unten Gr?nfl?che. Am Ufer des Hafenbeckens fand der sechs Jahre alte R?de den unversehrten Gesuchten.

Diensthunde:

Insgesamt leisteten die Diensthundef?hrerinnen und -f?hrer im vergangenen Jahr etwa 20.000 Einsatzstunden und damit rund 1.000 mehr als im Vorjahr. Nicht nur bei der Personensuche kommen die 15 Diensthunde zum Zuge. Aufgrund ihrer Ausbildung als Schutzhund und des herausragenden Geruchssinns ist ihr Aufgabengebiet sehr umfangreich. Ob bei Demonstrationen, Fu?ballspielen oder im t?glichen Dienst als Unterst?tzung f?r ihre menschlichen Kolleginnen und Kollegen - der Einsatzwert eines Diensthundes hat f?r die Polizei eine gro?e Bedeutung. Die Duisburger Vierbeiner k?nnen zudem Banknoten, Drogen oder Sprengstoff aufsp?ren; auch bei Eins?tzen zur Bek?mpfung der Clankriminalit?t nutzt die Polizei die Vielseitigkeit der Hunde.

Bek?mpfung der Clankriminalit?t:

Seit 2015 geht die Duisburger Polizei gezielt gegen Clankriminalit?t vor. Coronabedingt ist die Zahl der Schwerpunkteins?tze 2020 von 153 auf 64 gesunken.

"Die Gesch?ftslokale, die wir sonst im Visier hatten, waren nat?rlich zeitweise wegen der Lockdowns geschlossen. Wir haben uns trotzdem auf das Klientel konzentriert und zahlreiche ?berpr?fungen durchgef?hrt. Ob Corona oder nicht - wir setzen unsere Null-Toleranz-Strategie fort", sagt Dr. Elke Bartels und verweist auf den Gro?einsatz eines konzertierten Ma?nahmenkonzepts im August 2020. Mehrere Hundert Polizeibeamte, die Staatsanwaltschaft Duisburg, das Hauptzollamt, die Steuerfahndung Essen sowie die Vollstreckungsbeh?rde und das Ordnungsamt der Stadt Duisburg kontrollierten an insgesamt 25 ?rtlichkeiten unterschiedliche Betriebe. NRW-Innenminister Herbert Reul und Duisburgs Polizeipr?sidentin Dr. Elke Bartels machten sich bei der Durchsuchung eines Wettb?ros auf der Weseler Stra?e in Marxloh selbst ein Bild und waren sich einig: " [...] Wir ?berlassen den kriminellen Mitgliedern so genannter Familienclans nicht eine Handbreit rechtsfreien Raum [...]!"

An diesem Tag wurden Bargeld in H?he von ?ber 34.000 Euro, 19 Spielautomaten sowie drei Kilogramm Shisha-Tabak sichergestellt. Am Ende gab es 13 Strafanzeigen, unter anderem wegen illegalem Gl?cksspiel und Steuerhinterziehung. Wegen Verst??en gegen die Corona-Schutzverordnung, das Waffengesetz oder auch ordnungsbeh?rdlichen Auflagen kamen 38 Ordnungswidrigkeitenanzeigen hinzu. Elf Ladenlokale wurden geschlossen. (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50510/4680227)

Tumultlagen:

Charakteristisch f?r Tumultlagen sind Situationen, in denen die eingesetzten Kr?fte durch gr??ere Personengruppen bedr?ngt oder umringt werden, um auf polizeiliche Ma?nahmen einzuwirken. Oft werden Videos und Fotos angefertigt, die in sozialen Medien verbreitet werden.

Im Mai hatte eine Streifenwagenbesatzung am Pollmannkreuz in Marxloh einen Mann erkannt, gegen den ein Haftbefehl wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen gef?hrlichen K?rperverletzung bestand. Der 18-J?hrige fl?chtete in ein Haus an der Kaiser-Friedrich-Stra?e. Dort konnte er jedoch von den Beamten festgehalten werden. In kurzer Zeit versammelten sich rund 30 Angeh?rige des Verd?chtigen im Hausflur und auf der Stra?e, schrien lautstark, filmten die Einsatzma?nahmen und versuchten, die Festnahme zu verhindern. Mit alarmierten Unterst?tzungskr?ften gelang es, die Menschen in Richtung Pollmannkreuzung abzudr?ngen, sie dort in Schach zu halten und die Festnahme konsequent durchzusetzen.

Zwei Tage sp?ter f?hrte die Vollstreckung eines Haftbefehls auf der Kaiser-Wilhelm-Stra?e erneut zu einem Gro?einsatz der Polizei. Auch hier sammelten sich etwa 200 Menschen auf der Stra?e vor einem Haus. Nur mit Unterst?tzung zahlreicher Kr?fte und der Androhung von Pfefferspray konnte der Festgenommene zum Streifenwagen gebracht werden.

(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50510/4599795 , https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50510/4602225 )

Demonstrationen/Versammlungen:

Trotz der pandemiebedingten Einschr?nkungen hat die Polizei zehn Prozent mehr Anmeldungen f?r Versammlungen unter freien Himmel erhalten als im Vorjahr. Insgesamt waren 307 (2019: 282) solcher Veranstaltungen zu bew?ltigen. Themenschwerpunkte der Versammlungen waren im vergangenen Jahr die Ma?nahmen zur Bek?mpfung der Pandemie, aber auch Klimawandel, Themen mit lokaler Bedeutung oder auch kriegerische Auseinandersetzungen im Ausland. Herausforderungen gab es f?r die Duisburger Polizei und die Stadt bei den Einsatzplanungen f?r die Kundgebungen von PEGIDA im September und November. Diese riefen zahlreiche Gegenproteste hervor. Neben der Sicherstellung eines friedlichen Verlaufs galt und gilt es nach wie vor, das Infektionsgeschehen einzud?mmen.

Solche Einsatzplanungen werden wegen der hohen Komplexit?t in besonderen Organisationsstrukturen abgewickelt, der sogenannten "Besonderen Aufbauorganisation" (BAO). Eine derartige BAO wurde auch ad hoc eingerichtet, als im August anl?sslich eines Fu?ballturniers rund 80 Anh?nger von Feyenoord Rotterdam in der Innenstadt randalierten.

Bereitschaftspolizeihundertschaft (BPH):

Bereitschaftspolizeihundertschaften werden insbesondere bei gro? angelegten Eins?tzen eingesetzt. Sie sch?tzen Demonstrationen oder Fu?ballspiele und treffen Ma?nahmen bei Razzien. Aber auch bei beh?rdlichen Projekten sind die Polizistinnen und Polizisten der BPH zu sehen.

Der Anteil der Stunden, die die Einsatzkr?fte der Duisburger BPH innerhalb der Stadt leisteten, ist im Vergleich zum Vorjahr von 72.510 auf 20.000 gesunken. Die Einsatzzeiten au?erhalb Duisburgs sanken von 73.000 auf 64.000 Personalstunden. Ausgebliebene Fu?ballspiele bzw. Zuschauerverbote und ausgefallene Gro?veranstaltungen f?hrten in der Hauptsache zu diesen R?ckg?ngen.

Neben Versammlungen und Fu?ballveranstaltungen oder Ma?nahmen zur Bek?mpfung der Clankriminalit?t waren die Hundertschaftskr?fte im Jahr 2020 landes- und bundesweit h?ufig zur ?berwachung der Regelungen zur Pandemie im Einsatz.

Beschwerden:

F?r den Bereich der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz sind 2020 insgesamt 51 Dienstaufsichtsbeschwerden eingegangen. Das entspricht etwa einer Beschwerde auf je 3.600 Eins?tze und damit einem R?ckgang um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Polizei nimmt Kritik sehr ernst und bearbeitet sie in der Sachrate des Beschwerdemanagements.

Journalisten wenden sich mit R?ckfragen bitte an:

Polizei Duisburg - Pressestelle - Polizei Duisburg Telefon: 0203 280 -1041, -1045, -1046, -1047 Fax: 0203 280 1049 E-Mail: pressestelle.duisburg@polizei.nrw.de https://duisburg.polizei.nrw

au?erhalb der B?rodienstzeiten: Polizei Duisburg Telefon: 0203 2800

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/50510/4903534 Polizei Duisburg

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