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Obs, Polizei

Polizei Dortmund / Tacheles reden und Respekt zeigen: Ein ...

18.05.2021 - 11:12:53

Polizei Dortmund / Tacheles reden und Respekt zeigen: Ein .... "Tacheles reden und Respekt zeigen": Ein Abschied aus dem H?rder Revier (FOTO)

Dortmund - Lfd. Nr.: 0520

Der 5. November 1975 war sein erster Arbeitstag und der 31. Mai 2021 ist sein letzter - dazwischen: f?nfundvierzigeinhalb Jahre Polizei NRW. Nun geht Polizeihauptkommissar J?rgen Heinrich in den Ruhestand. Der Dortmunder erlernte als 16-J?hriger den Polizeiberuf und kehrte nach einem kurzen Abstecher in D?sseldorf 1979 zur?ck nach Dortmund.

Seitdem arbeitete er ununterbrochen auf der Wache in H?rde. Bis 1998 im Streifendienst und dann fast 25 Jahre als Bezirksdienstbeamter im Bereich Clarenberg. "Ich habe bei einer Verfolgungsfahrt einen Streifenwagen in den Graben gesetzt, leider auch t?dliche Verkehrsunf?lle aufnehmen m?ssen und den Strukturwandel in H?rde miterlebt. Was mir hier gef?llt, das ist der sehr ehrliche Umgang zwischen der Polizei und den B?rgerinnen und B?rgern: Man kann hier Tacheles reden und zugleich Respekt zeigen - und bekommt das dann genau so zur?ck."

Tausenden Kindern brachte J?rgen Heinrich das sichere ?berqueren von Stra?en bei. Mit ihm lernten sie das Radfahren. An manchen Tagen holten sie morgens ihren Bezirksdienstbeamten an der fr?heren Polizeiwache in der Alten Benninghofer Stra?e ab, um mit ihm zur Schule zu gehen. Oder sie sangen f?r ihn dort ein Geburtstagsst?ndchen. Diese Momente z?hlt der Polizeihauptkommissar zu den H?hepunkten seiner Laufbahn.

"Ich werde es auch vermissen, morgens nicht mehr vor der Stift-Grundschule und der Br?cherhof-Grundschule zu stehen und pers?nlich f?r einen sicheren Schulweg sorgen zu k?nnen", sagt der 62-J?hrige, der von den Vereinen, Kinderg?rten, Schulen und den B?rgerinnnen und B?rgern seines Reviers kurz vor dem letzten Arbeitstag gerne pers?nlich Abschied nehmen m?chte. Doch die Pandemie macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Also sagt er auf diesem Weg Danke: "Danke f?r die gute Zusammenarbeit, das Vertrauen. Danke daf?r, dass wir es durch gemeinsame Verkehrserziehung an den Kinderg?rten und Schulen geschafft haben, Unf?lle zu vermeiden. Und wenn es nur ein Unfall mit einem Kind war, den ich in meinem Berufsleben als Polizist verhindert habe, dann haben sich diese 45 Jahre gelohnt."

Gelohnt haben sich die Kontakte auch f?r die Jungen und M?dchen, f?r die der Bezirksdienstbeamte ein Vorbild war, wenn er erwachsene Falschparker vor einer Schule darum bat, hinter einem Auto in die Hocke zu gehen - um die Perspektive von Kindern im Stra?enverkehr einzunehmen. Manch ein Kind von damals hat sich inzwischen selbst f?r den Polizeiberuf entschieden. "Kennst Du mich noch ...?", fragen die jungen Kolleginnen und Kollegen in Uniform dann "ihren" ehemaligen Bezirksdienstbeamten.

Nach mehr als vier Jahrzehnten Polizeidienst r?t er ihnen, in Eins?tzen immer an die Eigensicherung zu denken und - egal, ob jung oder alt, gro? oder klein und ganz gleich welcher Herkunft oder Hautfarbe - allen Menschen unvoreingenommen zu begegnen. "Ob Arbeitslose oder Hochschulprofessor - ich habe alle immer gleich behandelt und bin ganz gut damit gefahren."

"Nat?rlich gibt es die Unbelehrbaren", sagt J?rgen Heinrich, "aber mit denen muss man dann eben in die Hocke gehen und die Perspektive ver?ndern." Die Perspektive ?ndern - das r?t er auch im Umgang mit dem Clarenberg in H?rde. J?rgen Heinrich: "Fr?her sind wir da mit mindestens zwei Streifenwagen in den Einsatz gefahren. Heute gehe ich da durch und die Kinder kommen auf mich zugelaufen."

Journalisten wenden sich mit R?ckfragen bitte an:

Polizei Dortmund Peter Bandermann Telefon: 0231-132-1023 E-Mail: Peter.Bandermann@polizei.nrw.de https://dortmund.polizei.nrw/

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/4971/4917479 Polizei Dortmund

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