Polizei, Kriminalität

Polizei Bremen / Nr.: 0708

04.11.2018 - 12:21:46

Polizei Bremen / Nr.: 0708. Nr.: 0708 --Polizei Bremen zum Freimarkt 2018--

Bremen -

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Ort: Bremen, Bürgerweide Zeit: 19.10.18 bis 04.11.18

Die Polizei Bremen zieht zum Ende des Freimarktes eine erste Bilanz: das Sicherheitskonzept griff. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Straftaten aufgrund verschiedener Kontrolldelikte leicht angestiegen. Ursächlich hierfür ist die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Großzeltbetreibern, dem Sicherheitsdienst und dem Rettungsdienst. Die reibungslose Zusammenarbeit führte unter Anderem zur Aufklärung von Straftat, die sonst im Dunkelfeld versunken wären.

Der Freimarkt 2018 bedeutete wie jedes Jahr viel Arbeit für die Polizei: Diebstähle und Prügeleien, Jugendschutzkontrollen und vermisste Kinder prägten das polizeiliche Bild. Hinzu kamen in diesem Jahr sexuelle Belästigungen und eine angespannte Verkehrs- und Parksituation. Größere Schlägereien oder Gewaltexzesse, wie Tritte gegen den Kopf, verzeichnete die Polizei in diesem Jahr erfreulicherweise nicht. Die Polizei ermittelt nach mehreren sexuellen Belästigungen am zweiten Wochenende im Umfeld des Freimarktes. Alle Täter konnten schnell gefasst werden, weil die Taten sofort an die privaten Sicherheitsdienste oder die Polizei gemeldet wurden. Die Ermittlungen werden vom Fachkommissariat für Sexualdelikte geführt und dauern an. Der leichte Anstieg der registrierten Straftaten insgesamt ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Kontrollen der Polizei und des Sicherheitsdienstes konsequent und erfolgreich durchgeführt wurden: Verstöße gegen das Waffengesetz (Auffinden von bspw. Messern und Schlagstöcken) sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Auffinden von Drogen bei Durchsuchungen durch den Sicherheitsdienst) wurden häufiger berichtet als in den Vorjahren. Bei Verstößen dieser Art handelt es sich um Kontrolldelikte, deren Entdecken auf die gezielten und verstärkten Kontrollen von Polizei und Sicherheitsdiensten zurückzuführen ist. Am vergangenen Freitag geriet eine größere Personengruppe in den polizeilichen Fokus. Über 100 Personen befanden sich an einem Autoscooter und provozierten andere Freimarktbesucher durch Beleidigungen. Im weiteren Verlauf kam es auch zu kleineren Auseinandersetzungen. Sofort eingesetzte Polizeikräfte konnten diese Handlungen unterbinden, sodass sich die Situation wieder beruhigte. Am Folgetag (Samstag, 03.11.2018) zeigten die Einsatzkräfte der Polizei Bremen präventiv Präsenz am Autoscooter, sodass es am Samstagabend zu keinen Störungen kam. Auch der Verkehr war dieses Jahr wieder ein Thema. Viele Autofahrer parkten in Verbotszonen direkt am Gelände oder dem näheren Umfeld. Besonders am ersten Wochenende wurden die Autos teilweise kreuz und quer abgestellt und blockierten wichtige Rettungswege. Ebenso trugen die eingerichteten Baustellen zur angespannten Verkehrssituation bei. Bis dato ahndete die Polizei mehr als 2300 Verkehrsverstöße und ließ rund 50 Fahrzeuge abschleppen.

Erstmalig hatte die Polizei Bremen auf dem Freimarkt als ergänzendes Element der Deeskalation und als Mittel der polizeilichen Eigensicherung die Bodycam im Einsatz. Mit den anlassbezogenen Aufzeichnungen sollen potenzielle Gewalttäter abgeschreckt werden, da die aufgezeichneten Daten auch in einem sich anschließenden Strafverfahren verwendet werden dürfen. Der Einsatz von Bodycams hat sich in der Vergangenheit bereits in einem Probelauf auf der Diskomeile und im Viertel bewährt. Auch für den Freimarkt ziehen die Einsatzkräfte ein positives Resümee. Die Bodycam wurde acht Mal eingesetzt.

Die Marktordnung wurde im Großen und Ganzen beachtet. Allein die Mitnahme von Gläsern bzw. Glasflaschen von Verkaufsständen auf dem Markt führte zu mehreren Verwarnungen. Hier gilt es im kommenden Jahr das Verbot der Mitnahme noch deutlicher im Vorfeld zu kommunizieren. Die Mitnahme von Hunden sowie Fahrrädern spielten in diesem Jahr erfreulicherweise keine Rolle.

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