Polizei, Kriminalität

Polizei Bremen / Nr.: 0231

16.04.2017 - 21:26:51

Polizei Bremen / Nr.: 0231. Nr.: 0231 --Vorläufiges Resümee eines Nordderbys--

Bremen -

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Ort: Bremen Zeit: 16.04.17

Viel Arbeit, diverse Strafverfahren, aber keine großen Auseinandersetzungen, so lautet die vorläufige Bilanz der Polizei Bremen, zwei Stunden nach Spielende.

Rund 42000 Zuschauer, darunter 600 aus dem Bereich "Problemklientel", verfolgten das Spiel zwischen Werder und dem HSV im Bremer Weserstadion. Etwa 750 Polizistinnen und Polizisten waren für die Sicherheit im Einsatz. Unterstützung erhielt die Bremer Polizei aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Die per Zug angereisten Gästefans wurden mit 25 Shuttle-Bussen vom Nordausgang des Hauptbahnhofes zum Osterdeich gebracht. Ein Großteil nutzte diesen Service auch bei der Rückreise.

Vor dem Spiel gab es mehrere Flaschenwürfe in Richtung der Einsatzkräfte. Die Polizei konnte die Verdächtigen ermitteln. Der Mannschaftsbus des Hamburger SV wurde bei der Einfahrt zum Stadion ebenfalls mit Gegenständen und grün-weißen Farbbehältern beworfen und beschädigt. Auch die begleitenden Polizisten bekamen Farbe ab. Verletzt wurde niemand. Die Videoauswertungen und weiteren Ermittlungen hierzu dauern an. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362-3888 entgegen.

Drei Männer skandierten auf dem Weg zum Stadion rechte Parolen. Die Polizei beendete das Szenario und nahm das Trio vorläufig fest. Es wurden Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Ein weiterer Gast hatte einen Mundschutz als sogenannte Schutzwaffe dabei. Gegen ihn wird wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Er leistete bei seiner Festnahme Widerstand und wurde in Gewahrsam genommen.

Ferner hatten es die Einsatzkräfte mit typischen Begleiterscheinungen eines Hochrisikospiels zu tun, unter anderem mit Straftaten wie versuchte Gefangenenbefreiung, Beleidigung, sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz.

Nach jetzigem Stand hat das Sicherheitskonzept der Polizei Bremen gegriffen. Größere Konfrontationen konnten durch strikte Fantrennung und konsequentes Einschreiten unterbunden werden.

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