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Obs, Polizei

Polizei Braunschweig / Polizeipr?sident Michael Pientka ...

23.03.2021 - 12:37:28

Polizei Braunschweig / Polizeipr?sident Michael Pientka .... Polizeipr?sident Michael Pientka ver?ffentlicht die Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 der Polizeidirektion Braunschweig (FOTO)

Braunschweig - Eine weitere Steigerung der Aufkl?rungsquote sowie die sinkenden Fallzahlen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie pr?gen die Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 der Polizeidirektion Braunschweig.

Die polizeiliche Aufkl?rungsquote der Polizeidirektion Braunschweig liegt 2020 bei 64,23 Prozent und konnte im vierten Jahr in Folge noch einmal erh?ht werden. Das Straftatenaufkommen hat sich um 2.000 F?lle im Jahr 2019 auf etwa 66.300 F?lle reduziert und so ging die Kriminalit?tsh?ufigkeit in der Region Braunschweig auch im f?nften Jahr in Folge zur?ck. F?r den Bereich der Wohnungseinbruchs- und Kraftfahrzeugdiebst?hle ist eine "Corona-Delle" erkennbar, hier ist eine deutliche Abnahme zu verzeichnen. Hingegen sind bei den Trick- und Internetbetr?gereien erhebliche Zunahmen und eine Verlagerung in den digitalen Raum festzustellen.

Polizeipr?sident Michael Pientka: "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben augenscheinlich Einfluss auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2020. Die polizeilichen Konzepte, die seit Jahren zu Verbesserungen der Pr?ventions- und Ermittlungsarbeit beitragen, greifen nach wie vor und verzeichnen keine Qualit?tseinbu?en in der aktuellen Situation. Dies macht der erneute Anstieg unserer Aufkl?rungsquote auf ?ber 64 Prozent deutlich. Gepr?gt ist die r?ckl?ufige Entwicklung der Straftaten von 2019 zu 2020 durch einen R?ckgang von K?rperverletzungsdelikten, von schweren und einfachen Diebst?hlen sowie von Wohnungseinbruchsdiebst?hlen. Die Anzahl von 1.282 Wohnungseinbr?chen sank noch einmal um 193 Taten auf 1.089 F?lle. Kraftfahrzeugdiebst?hle gingen um 69 Taten auf 325 bekanntgewordene F?lle im Vergleich zu 2019 zur?ck. Dieser R?ckgang ist auch durch die in der Corona-Pandemie ver?nderten Rahmenbedingungen beg?nstigt. Die vermehrte Anwesenheit der B?rgerinnen und B?rger an ihren Wohnorten w?hrend der Lockdownzeiten und den damit verbundenen fehlenden Tatgelegenheiten, sind neben zielgerichteten Kontrollen zur Bek?mpfung der Eigentumskriminalit?t offensichtlich urs?chlich f?r die sinkenden Zahlen."

?hnlich ist der hohe R?ckgang bei den Rohheitsdelikten einzuordnen. Gerade bei K?rperverletzungsdelikten sind die Fallzahlen um 564 Taten gesunken. Auch bei schweren und gef?hrlichen K?rperverletzungen sind die Zahlen auf insgesamt 1600 um fast 600 Taten aus dem Vorjahr gesunken. Grund hierf?r waren offensichtlich die pandemiebedingte Schlie?ung von Gastronomie- und Kneipenszene. Nur bei den Raubdelikten gab es im Bereich Stra?enraub und r?uberischer Erpressung 40 Taten mehr als im Vorjahr (von 149 in 2019 auf 189 Taten im Jahr 2020).

Durch ein coronabedingt ver?ndertes Konsum- und Kaufverhalten, wie das Bestellen ?ber das Internet, sind vor allem die "Straftaten im virtuellen Raum" stark angestiegen. Mit Blick auf die Verm?gens- (Betrugs-) und F?lschungsdelikte stiegen die Zahlen des Warenbetrugs von 1.620 auf 2.177 Taten an. Auch der Computerbetrug stieg um 89 Taten auf insgesamt 164 Taten an. Generell sind "Cybercrime-Delikte" (Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten oder mittels dieser Informationstechnik begangen)- wie kaum ein anderer Deliktsbereich- angestiegen. Der Einsatz von Schadsoftware und digitale Erpressung sind nahezu an der Tagesordnung. Insgesamt wurden 4.971 F?lle von "Cybercrime" registriert. Cybercrime nahm auch wegen eines Anstieges von Warenbetrugstaten und der "Verbreitung pornografischer Schriften" zu.

Vor allem in Zeiten zunehmender Digitalisierung steigt auch das Risiko von Cyberkriminalit?t f?r Privatpersonen und Unternehmen weiter an. Die Polizeidirektion Braunschweig setzt daher auf die Durchf?hrung von Pr?ventionsveranstaltungen wie dem "Safer Internetday" und regelm??ige Informationsbeitr?ge in den ?rtlichen Medien. Aber auch eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Unternehmen ist zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden und schlie?lich auch zur Vermeidung von Cyberkriminalit?t ein essentieller Baustein. Mit dem "Ratgeber Internetkriminalit?t" des Landeskriminalamt Niedersachsen steht allen B?rgerinnen und B?rgern weiterhin auch ein Online-Ratgeber zu aktuellen Gefahren und Trends im Bereich Cybercrime zur Verf?gung.

Trotz erheblicher Anstrengungen im Rahmen unserer Presse- und Pr?ventionsarbeit, steigen bedauerlicherweise die "Straftaten zum Nachteil ?lterer Menschen" weiter stetig an. Nicht nur in Form des "Enkeltricks", auch beim Auftreten als "falsche Polizeibeamte" gelangen h?ufig aus ausl?ndischen Call-Centern agierende T?tergruppierungen an enorme Verm?genswerte ihrer Opfer. 805 Versuchstaten durch "falsche Polizeibeamte" wurden im letzten Jahr registriert. Hier ist bei 52 vollendeten Taten ein Schaden von ?ber 540.000 Euro entstanden. Gl?cklicherweise kommen zwischen 90 und 95 Prozent der Taten nicht ?ber das Versuchsstadium hinaus. Die insgesamt 238 vollendeten F?lle im Bereich Enkeltrick f?hrten innerhalb der letzten 10 Jahre zu einem finanziellen Schaden von fast 4,5 Mio Euro. "Auch im Deliktsfeld der Enkeltricks gibt es coronabedingt Ver?nderungen hinsichtlich des Modus operandi. Die T?ter gaukeln den Opfern bei den Anrufen eine Coronaerkrankung vor, f?r deren Behandlung angeblich sehr teure Medikamente ben?tigt werden und fordern die Zahlung von Geldbetr?gen ein. Mit Pr?ventionsprojekten, wie "Kl?ger als Betr?ger" der Polizeiinspektion Braunschweig versuchen wir gezielt auf ?ltere Mitb?rgerinnen und Mitb?rger zuzugehen und sie zu sensibilisieren," so der Polizeipr?sident.

Als weiterer Themenschwerpunkt, ist der Deliktsbereich "H?usliche Gewalt" zu sehen. Unter den Voraussetzungen der Corona-Pandemie stieg die Anzahl der Delikte im Hellfeld um 316 auf insgesamt 3248 Taten. Von diesen Straftaten der h?uslichen Gewalt wurden 83 Prozent im Zusammenhang mit K?rperverletzungen, N?tigungen, Bedrohungen und Nachstellungen begangen. Aufkl?rungsangebote der Polizei und ihrer Netzwerkpartner, die interdisziplin?re Koordinierungsstelle H?usliche Gewalt (iKostHG) sowie Aussch?pfung aller rechtlichen Mittel des Straf- und Gewaltschutzgesetzes, sollen die Gewalt im h?uslichen Umfeld enttabuisieren und ins Hellfeld r?cken. "Der Anstieg ist auch eine R?ckmeldung zu den guten Beratungs- und Interventionsangeboten, zu einem gesteigerten Anzeigeverhalten der Opfer und zu unseren starken Netzwerken," erkl?rt Michael Pientka.

Erfreulich ist der auff?llige R?ckgang bei der Kinder- und Jugenddelinquenz. Weniger K?rperverletzungen (von 615 in 2019 auf 434 F?lle in 2020), weniger Ladendiebst?hle (von 937 auf 621 F?lle) und weniger Beleidigungen (von 214 auf 166 F?lle). Dem gegen?ber steht die Zunahme der Straftaten gegen die "sexuelle Selbstbestimmung durch Kinder- und Jugendliche". Hier m?ssen wir einen Anstieg um 86 Taten (45,5 Prozent) auf insgesamt 275 Taten registrieren. Grund daf?r ist die allt?gliche Nutzung von Smartphones und Social Media-Plattformen, die die "Verbreitung von kinder- und jugendpornographischen Inhalten" unter jungen Menschen einfacher macht.

"Straftaten zum Nachteil von Polizeivollzugsbeamtinnen und -Beamten sowie Rettungskr?ften" sind weiterhin ein Problem. Insgesamt wurden 532 Taten erfasst, 504 F?lle in 2019, bei denen 1.182 Polizistinnen und Polizisten zum Opfer wurden. 216 Beamtinnen und Beamte wurden verletzt. Einer von ihnen sogar schwer. In 19 F?llen wurden Rettungskr?fte von Feuerwehr und Rettungsdienst angegangen. Hier wurden 32 Helferinnen und Helfer Opfer einer Straftat. Michael Pientka abschlie?end: "Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Kolleginnen und Kollegen anderer Blaulichtorganisationen sind tagt?glich f?r die B?rgerinnen und B?rger im Einsatz. Jeder Angriff auf diese, ist auch ein Angriff auf den Rechtsstaat, der nicht hinnehmbar ist."

R?ckfragen bitte an:

Polizei Braunschweig PD Braunschweig, ?ffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0531/476-1004, 1042 E-Mail: pressestelle@pd-bs.polizei.niedersachsen.de http://www.polizei-braunschweig.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/11554/4871063 Polizei Braunschweig

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