Kriminalität, Polizei

München - Während der Weihnachtstag selbst im bahnpolizeilichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München recht ruhig verlief, gab es an den folgenden Feiertagen u.a. drei Vorfälle mit Körperverletzungsdelikten sowie Widerständen gegen Vollstreckungsbeamte, deren Verursacher jeweils dem Haftrichtiger zur Prüfung einer Untersuchungshaft zugeführt wurden.

27.12.2021 - 10:35:22

Bundespolizeidirektion München: Drei Haftprüfungen an den Feiertagen

* Gegen 09:30 Uhr (25. Dezember) wurden Beamte der Bundespolizei durch laute Schreie am Ausgang Arnulfstraße des Hauptbahnhofes München auf eine von DB-Sicherheitspersonal am Boden fixierte Frau aufmerksam.

Ermittlungen ergaben, dass die 41-jährige Kubanerin im Ausgangsbereich auf Koffern saß und dadurch den Zu- wie Ausgang versperrte. Ein Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit soll die 41-Jährige am Arm erfasst und aus dem Eingangsbereich geführt haben. Die Kubanerin soll dem 52-jährigen Security einen Stoß gegen den Oberkörperversetzt haben, weswegen sie von dessen 55-jährigen Streifenpartner zu Boden gebracht wurde. Dies wiederrum endete nach verbaler Streitigkeit in einem Tritt gegen dessen Bein. Der DB-Mitarbeiter blieb aber unverletzt und konnten seinen Dienst fortsetzen.

Im Zuge einer Identitätsfeststellung wurde festgestellt, dass die 41-Jährige aufgrund von Ausweisung/Abschiebung/Zurückschiebung zur Festnahme ausgeschrieben war. Während der polizeilichen Maßnahmen versuchte sie u.a. gegen eine 28-jährige Beamtin zu treten.

Weitere Datenabgleiche erbrachten, dass die Kubanerin, die erstmals am 31.07.2021 ins Bundesgebiet eingereist war, am 02.08.2021 nach Österreich abgeschoben wurde. Als sie am 24.09.2021 erneut ins Bundesgebiet einreiste, wurde die von Beamten der Bundespolizeiinspektion Rosenheim aufgegriffen. Damals griff sie Beamte an, beleidigte diese und leistete Widerstand. Gegen sie bestand schon damals eine Wiedereinreisesperre. Dazu nutzte sie die Bahn ohne erforderliches Ticket. Bis zur Aufhebung ihres Haftbefehls saß sie deswegen bis 20.12.2021 in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt ein. Nun wurde sie erneut dem Haftrichter vorgeführt, der wiederum Untersuchungshaft wegen Verstoßes gegen die Wiedereinreisesperre, den tätlichen Angriff bzw. Widerstand sowie der Körperverletzung anordnete.

* Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn informierte die Bundespolizei über einen Angriff auf einen Zugbegleiter. Kurz vor elf Uhr(26. Dezember) war ein 23-jähriger Libyer am Gleis 11 des Münchner Hauptbahnhofes in den RE 5 der BRB Richtung Salzburg gestiegen. Da der Wohnsitzlose lediglich eine OP-Maske trug sprach ihn der Zugbegleiter auf die notwendige FFP2-Maske an. Der Aufforderung den Zug zu verlassen widersetzte er sich durch gehen an das Ende des Zuges wo er sich setzte. Am Sitzplatz begann er unter seiner Jogginghose an seinem Geschlechtsteil zu manipulieren. Dabei sollen sich auch mehrere Kinder und eine weibliche Begleitperson (Mutter?) in der Nähe befunden haben. Diese konnten später bei der Sachverhaltsaufnahme nicht mehr angetroffen werden.

Erst nach mehrmaliger Aufforderung stellte der Beschuldigte seine Handlungen ein und verließ den Zug. Der dem 23-Jährigen am Bahnsteig folgende Zugbegleiter bemerkte wenig später, wie der Libyer an anderer Stelle wieder den Zug besteigen wollte. Dieses Vorhaben unterband der 37-jährige Bahnmitarbeiter verbal. Nachdem er sich abgewandt hatte, lief ihm der Libyer nach und attackierte ihn mittels Faustschlag von hinten in Richtung des Hinterkopfes. Anschließend flüchtete er in Richtung Bayerstraße, konnte jedoch kurz nach zwölf Uhr von Bundespolizisten im Rahmen der Fahndung festgestellt und festgenommen werden.

Der Zugbegleiter trug aus der körperlichen Attacke keine Verletzungen davon. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für den Asylbewerber, der erstmals im August 2014 ins Bundesgebiet eingereist und seither mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war, die Haftrichtervorführung wegen Körperverletzung und exhibitionistischer Handlungen für den heutigen Tag an.

* Der Ladendetektiv eines Einkaufsgeschäfts im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes München informierte die Bundespolizei kurz nach zwölf Uhr (26. Dezember) über eine festgehaltene Person, die versucht hatte Getränke im Wert von ca. 75 Euro (30 Dosen eines Energygetränkes sowie eine Flasche Honigwein) zu stehlen.

Bei Eintreffen der Bundespolizisten saß der 54-jährige Ungar auf dem Boden. Auch gegenüber den Beamten war der mit 1,74 Promille Alkoholisierte aggressiv und unkooperativ. Er versperrte sich polizeilichen Maßnahmen und biss bei der Durchsuchung in der Gewahrsamszelle einem Beamten mehrfach in die Hand. Dieser wurde nicht verletzt und war weiterhin dienstfähig. Die Staatsanwalt München I ordnete gegen den Wohnsitzlosen eine Haftrichtervorführung wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Diebstahls an.

Rückfragen bitte an:

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Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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