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Polizei, Kriminalit?t

Mit dem Selfieklick ins Ungl?ck

18.02.2021 - 13:52:36

Kreispolizeibeh?rde M?rkischer Kreis / Mit dem Selfieklick ins ...

Iserlohn - Eine 26-j?hrige Iserlohnerin hat auf eine Stellenanzeige in einem Online-Portal reagiert und dazu Personalausweis und Unterschrift eingescannt und abgeschickt. Seitdem hat sie mehr als zehn Konten bei Banken und Krypto-Plattformen.

Kurz vor Silvester hatte die junge Iserlohnerin das Inserat in einem bekannten Kleinanzeigen-Onlineportal entdeckt. Ein Unternehmen suchte f?r eine Nebent?tigkeit "Produkttester". Wie gefordert, machte die Frau ein Selfie von sich mit ihrem Personalausweis in der Hand und scannte ihre Unterschrift sowie Vorder- und R?ckseite des Ausweises ein. Sie ?bermittelte die Dateien.

Seit Mitte Januar erh?lt sie nun regelm??ig Post von Banken oder Plattformen, die mit Kryptow?hrungen handeln. Das Unternehmen hat in ihrem Namen Konten er?ffnet - inzwischen ?ber zehn St?ck. Ihre eigene Hausbank war ebenfalls darunter und k?ndigte ihr darauf hin wegen des "doppelten Kontos" ihre Bankverbindung. Als sie ihren Job telefonisch k?ndigen wollte, wurde ihr gesagt, dass sie dann die erhaltenen Zahlungen zur?ck ?berweisen m?sse. Die Frau erstattete Anzeige wegen des Verdachts eines Betrugs. Die Polizei ermittelt.

Der Arbeitsmarkt bietet in der derzeitigen Pandemielage wenig. Da kommt so ein Angebot gelegen - insbesondere, wenn man die eigenen vier W?nde nicht verlassen muss zum Geldverdienen. Tats?chlich sollten sich die vermeintlichen "Tester" aber keine allzu gro?e Hoffnung machen auf eine Flut von Parfum- oder Shampoo-Proben. Viel ?fter geht es den Anbietern um private Daten. Die sind im Internet-Zeitalter Gold wert. Ausweisdaten und Unterschriften, wie im Fall der Iserlohnerin, lassen sich erst recht missbrauchen und vergolden. Viele Verbraucher kennen die so genannte Video-Verifizierung auch bei der Er?ffnung von Bankkonten. Um sich zu identifizieren, brauchen Kunden dann nicht mehr in die n?chste Filiale oder oder zu einer Post. Stattdessen posieren sie mit dem Ausweis in der Hand vor der Handykamera. Doch diese Technik l?sst sich nat?rlich auch missbrauchen.

Auf diese Weise sind bereits viele Betroffene nichtsahnend zu den Helfern Krimineller geworden. Das merken Opfer oft erst dann, wenn gegen sie wegen des Verdachts der Geldw?sche ermittelt wird.

- Seien Sie vorsichtig bei Jobangeboten und anderen verlockenden Angeboten, bei denen Sie sich online mittels Video-Ident-Verfahren verifizieren sollen.

- ?bermitteln Sie keine Ausweis-Dokumente!

- ?berpr?fen Sie den Anbieter - zum Beispiel auf deren Internet-Seite! Steckt wirklich dieses Unternehmen hinter dem Angebot?

- Kl?ren Sie beim Video-Ident-Anbieter, an welche Adressen Ihre Zugangsdaten gehen!

- Wenn Sie Betrug bemerken, erstellen Sie vom Jobangebot und anderen Anzeigen einen Screenshot als Beweismittel f?r die Polizei.

- Erstatten Sie im Zweifel Anzeige bei der Polizei!

R?ckfragen bitte an:

Kreispolizeibeh?rde M?rkischer Kreis Pressestelle Polizei M?rkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1220 bis -1222 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de http://maerkischer-kreis.polizei.nrw

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/65850/4841852 Kreispolizeibeh?rde M?rkischer Kreis

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