Kriminalität, Polizei

Marburg-Biedenkopf - Gestern berichtete die Polizei Marburg über Trickbetrüger bzw.

12.11.2021 - 14:04:00

Gießener Kripo warnt vor Bitcoin Betrügern - Hohe Summen offenbar durch Kriminelle erbeutet. Trickdiebe und Gefahren bei Haustürgeschäften. Darüber hinaus berichtete die Polizei immer wieder über Betrügereien durch Gewinnbenachrichtigungen, Love-Scaming, Enkeltrick, Schockanrufe, Anrufe falscher Polizeibeamter oder angeblicher Mitarbeiter von Microsoft. Damit sind noch lange nicht alle Varianten möglicher Betrügereien aufgelistet. Das zeigt aber schon, wie vielfältig das Repertoire dieser gemeinen Straftäter ist. Diese Straftäter nutzen alles was geht für ihre Zwecke aus, eben auch aktuelle Begebenheiten, und sie erweitern ihre Geschichten und ihr Vorgehen. Z.B. läuft der Enkeltrick nicht mehr nur über persönliche Kontakte am Telefon, sondern auch digital per Mail oder sogar per Messengerdienst. Über die versuchten Betrügereien im Zusammenhang mit dem Corona-Virus hat die Polizei berichtet. Hier rief der angebliche Arzt an und berichtete über das dringend benötigte Medikament für den nahen Angehörigen, welches aber gegen Vorkasse erst einzufliegen ist. Auch die sogenannte Krypto-Währung ist im Visier der Betrüger. Hier nutzen die Betrüger die virtuelle Welt für ihre Machenschaften aus. Der betriebene Aufwand durch die Täter mit eigenen Internetseiten und sogar teilweise telefonischer Beratung,ist groß, der Gewinn, also die Beute, aber leider auch. Da sich diese Betrüger nicht räumlich beschränken, leite ich aus gegebenem Anlass die nachfolgende Meldung der Polizei Gießen weiter.

Martin Ahlich

Gießen

Aus aktuellem Anlass warnt die Gießener Kriminalpolizei vor sogenannten Bitcoin-Betrügern. Die Kriminellen, die offenbar auf ihren Webseiten hohe Gewinne versprachen, erbeuteten insgesamt fast 200.000 Euro bei drei Geschädigten aus dem Landkreis Gießen. Die mit den Fällen befasste Gießener Kriminalpolizei und der Fachberater der Polizei für Cybercrime geben dazu nochmals hilfreiche Tipps und mahnen zur besonderen Vorsicht. In allen Fällen waren die "Anleger" auf Social Media bzw. Internet - Seiten auf die Anbieter aufmerksam geworden. Vordergründig erscheinen die Seiten professionell und sogar Beratungen per Telefon oder E-Mail mit einem persönlichen Betreuer sind in dem Service der Gauner enthalten. In allen Fällen stellte sich heraus, dass es sich dabei um unseriöse Anbieter handelte und die Personen hohe Geldbeträge verloren haben.

Im ersten Fall, welcher der Polizei am 04.11.2021 bekannt wurde, hat eine 25 - Jährige 3.000 Euro in die digitale Währung investiert. Zunächst hatte sie Anfang November dieses Jahres 1.300 Euro in die Kryptowährung investiert. Als sie ihren vermeintlichen Gewinn zurückbuchen wollte, wurde sie aufgefordert, den Gewinn zu versteuern. Sie tauschte nochmals 1.700 Euro um. Als sie ihren Gewinn dann zurückbuchen wollte, war ihr Account gelöscht. Auch über eine Internethandelsplattform investierte ein 44-Jähriger bis Anfang Oktober 2021 insgesamt 90.000 Euro. Als er damit einen Gewinn von über 200.000 Euro erzielte und den Gewinn zurückbuchen wollte, war die Internethandelsplattform nicht mehr existent. Offenbar war auch er auf Betrüger hereingefallen. Ähnlich erging es einer 61 - Jährigen in den letzten Monaten. Nachdem sie im Internet auf zwei Anbieter aufmerksam wurde und diese kontaktierte wurde sie mehrfach per E-Mail und Telefon von den angeblichen Mitarbeitern der Firmen kontaktiert. Sie überwies 95.000 Euro an die Unbekannten. Auch ihr Geld dürfte weg sein.

Verführerisch werden die Angebote oftmals deshalb, da nur kleine Beträge (meist im niedrigen dreistelligen Bereich 200-300,-EUR) als Ersteinlage gefordert werden. Auf einem virtuellen Dashboard (quasi der vermeintliche eigene Account) kann man anschließend verfolgen, wie rasant sich diese kleine Einlage vervielfacht! Spätestens jetzt sind die meisten Opfer gefangen und die Aussicht auf einen Gewinn lässt auch größere Anlagebeträge zu. Schließlich hätte man ja vorher schon höher investieren und so noch mehr Gewinn einstreichen können. Der Begriff FOMO (Fear of missing out) fällt in diesem Zusammenhang immer öfter. Die Angst hier eine Chance zu verpassen, verleitet viele Menschen dazu auch hohe Summen an die vermeintlich seriösen Anbieter zu übersenden. Dieses Phänomen hat alle Bevölkerungsschichten erreicht und setzt sich weiter fort. Die Polizei warnt daher und empfiehlt, sich intensiv mit der Kryptowährung und wie diese gehandelt wird zu befassen, bevor man hier investiert. Denn nur, wenn man selbst ein Verständnis für das Investment hat, kann man es auch beurteilen.

Tipps der Polizei:

Jörg Reinemer

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