Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Obs, Polizei

LKA-RP: Vorsicht vor Fakeshops beim Onlineshopping (FOTO)

30.03.2021 - 12:07:58

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz / LKA-RP: Vorsicht vor Fakeshops beim ...

Mainz - In Zeiten der Corona-Pandemie boomen Eink?ufe im Internet. Doch nicht alle Online-Shops sind seri?s. Um unliebsame ?berraschungen zu vermeiden, sollte auf Vorkasse verzichtet und unbedingt das Impressum gepr?ft werden.

Ein Verbraucher bestellte bei www.zigaretten-kaufen.org Zigaretten, die er per Vorkasse bezahlte. Diese sind aber nie bei ihm angekommen. "Auf der Website ist sofort erkennbar, dass der Seitenbetreiber ein Geheimnis aus sich macht", so Jennifer Kaiser, Fachberaterin Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale. "Ein Impressum ist nicht zu finden. Der Link zu Kontaktm?glichkeiten f?hrt lediglich zu einem Kontaktformular." Das bezahlte Geld ist verloren. Eine rechtliche Handhabe gibt es nicht, weil der Seitenbetreiber nicht zu ermitteln ist.

Insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, aber auch bei gro?en Verkaufsplattformen wie Amazon und Ebay tummeln sich Online-Shops, die neben Vorkasse auch Online-Bezahldienste akzeptieren. Ein Impressum sucht man aber auch hier meist vergeblich. "Diese Anbieter liefern tats?chlich Ware", so Kaiser. "Allerdings ist dies dann billig produzierte Ware von sehr schlechter Qualit?t." Wer die Ware reklamieren m?chte, muss sich auf die Suche nach einem Ansprechpartner machen. In den meisten F?llen gibt es auch auf diesen Seiten kein Impressum. Die in den "Allgemeinen Gesch?ftsbedingungen" oder den "Nutzungsbedingungen" genannten Adressen sind in der Regel im Ausland, meistens in Asien, sodass eine Reklamation m?hsam ist.

Ein Verbraucher bestellte auf einer Seite mit der Endung .de Kontaktlinsen. Der angegebene E-Mail-Kontakt des Kundenservice endete ebenfalls mit .de. Der Kunde nahm daher an, es handele sich um ein deutsches Unternehmen. Im Impressum fand sich jedoch als Verk?ufer eine Limited mit Sitz in Guernsey, einer Kanalinsel. Die Ware wurde an eine Postfiliale geliefert. Dort musste der Verbraucher noch Zoll- und Einfuhrabgaben von rund 25 Euro und weitere 6 Euro Auslagenpauschale entrichten. ?ber diese zus?tzlichen Kosten wurde er bei seiner Bestellung nicht informiert. "Nicht-EU-Unternehmen, die in die EU verkaufen, m?ssen ?ber alle anfallenden Steuern und Geb?hren vor Abgabe der Bestellung deutlich informieren", so Kaiser. Allerdings wird sich eine Auseinandersetzung mit dem Verk?ufer schwierig gestalten.

Fake-Shops locken mit unschlagbar g?nstigen Preisen und verlangen Vorkasse. G?tesiegel und Bewertungen sind oftmals gef?lscht. Wenn ein Impressum ?berhaupt vorhanden ist, sind auch die darin gemachten Angaben falsch.

Zum Schutz vor Fake-Shops geben Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt folgende Tipps:

- Impressum und Kontaktm?glichkeiten kontrollieren

Unstimmigkeiten im Impressum oder fehlende Kontaktdaten k?nnen ein Hinweis darauf sein, dass es sich um einen Fake-Shop handelt. Ist ?berhaupt kein Impressum vorhanden, sollte auf gar keinen Fall dort bestellt werden.

- Bewertungen kritisch hinterfragen

Kundenbewertungen k?nnen gef?lscht sein. Hier gilt es misstrauisch zu bleiben. Informieren Sie sich bei unterschiedlichen Bewertungsportalen und sozialen Medien, ob Verbraucher bereits negative Erfahrungen mit diesem Shop machen mussten.

- G?tesiegel auf Echtheit pr?fen

Verwendet der Shop ein G?tesiegel, kann durch einen Mausklick auf das Siegelemblem ?berpr?ft werden, ob der Online-Shop es rechtm??ig verwendet. Bei frei erfundenen, nichtssagenden Labels ist Vorsicht geboten. Unter http://internet-guetesiegel.de/ sind vertrauensw?rdige Siegel zusammengestellt.

- Sichere Zahlungsmethoden w?hlen

Sichere Zahlungsmethoden bieten einen guten Schutz. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder das Erteilen einer Einzugserm?chtigung, also die Zahlung per Lastschriftverfahren. Teil-weise ist es auch m?glich ?ber Zahlungsdienstleister die Zahlung erst nach 14 Tagen zu veranlassen. Zahlen Sie nicht mit riskanten Zah-lungsmethoden wie der Vorauskasse.

- G?nstige Preise hinterfragen

Wird das Produkt auffallend g?nstiger angeboten als in anderen Shops, ist Skepsis angebracht.

- Bestellbutton muss korrekt sein

Um den Bestellvorgang abzuschlie?en, muss der Bestellbutton mit der Aufschrift "Zahlungspflichtig bestellen", "Jetzt kaufen" oder "Zahlungspflichtig buchen" beschriftet sein. Sollte es auf dem Bestellbutton nur "Anmelden" oder "Bestellen" hei?en, ist Vorsicht geboten.

- Vorsicht bei vergriffener Ware

Hinweise darauf, dass die Ware im Lager vorhanden ist und als sofort lieferbar deklariert ist, obwohl sie auf anderen Seiten nicht mehr lieferbar ist oder nur nach langer Lieferzeit wieder, sind ein weiteres Indiz f?r einen Fake-Shop.

Wer Opfer eines Fake-Shops geworden ist, sollte Strafanzeige bei der n?chsten Polizeidienststelle erstatten und sich umgehend bei seinem Geldinstitut erkundigen, ob es den gezahlten Kaufpreis zur?ckholen kann. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist das meist noch m?glich. Bei anderen Zahlungsarten wie dem Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug r?ckg?ngig gemacht werden. Verbraucher sollten hierf?r alle Beweise f?r ihren Online-Kauf - ob Kaufvertrag, Bestellbest?tigung oder E-Mails - sichern.

Beratung und Hilfen gibt es bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale (https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/beratung-rlp/karte-beratungsorte) sowie in den Polizeipr?sidien.

Weitere Informationen zum Thema bieten folgenden Links:

https://kriminalpraevention.rlp.de/de/cybersicherheit/phaenomene/gefahren-beim-o nline-einkauf/fakeshops/

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/aktuelle-meldungen/geld-versicherungen/br exit-was-bedeutet-das-fuer-verbraucher-12812

R?ckfragen bitte an:

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz Pressestelle

Telefon: 06131-65-2009/-2053 Fax: 06131-65-2125 E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de www.polizei.rlp.de/lka

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/29763/4877206 Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

@ presseportal.de