Polizei, Kriminalität

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis / Enkeltrick: Falscher Sohn ...

11.01.2019 - 14:41:45

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis / Enkeltrick: Falscher Sohn .... Enkeltrick: Falscher Sohn betrügt 84-Jährige/ Einbrecher kommt übers Dach/ Erpesser-E-Mails

Altena - Eine 84-jährige Altenaerin ist am Mittwoch auf den Enkeltrick hereingefallen. Unbekannte riefen bei der Frau an und gaben sich als Sohn bzw. dessen Rechtsanwalt aus. Der Sohn bräuchte angeblich Geld, um eine Eigentumswohnung zu erwerben. Die Geschädigte glaubte die Geschichte. Sie holte eine hohe Summe Bargeld aus ihrem Bankfach und übergab dieses in ihrer Wohnung einem angekündigten "Kurier". Am nächsten Tag besuchte sie ihren echten Sohn, der dann die Anzeige erstattete. Der Verlauf dieses Betruges ist leider klassisch. Neben den betrügerischen Anrufen angeblicher Polizeibeamter gibt es den sogenannten Enkeltrick. Fremde melden sich bei älteren Menschen mit der Frage: "Rate mal, wer hier ist?" Je nach dem, auf wen der Angerufene tippt, schlüpfen die Betrüger sehr flexibel in eine Rolle: Mal spielen sie die alte Freundin aus früheren Zeiten, mal den Enkelsohn, mal die Tochter. Und immer schildern sie eine akute finanzielle Notlage oder eine Gelegenheit, etwas einmalig günstig zu kaufen. Wer sich auf solche Anrufe einlässt, der öffnet Betrügern Tür und Tor, warnt die Polizei. Die Täter verwickeln ihre Opfer so geschickt in ein Gespräch, dass die meist älteren Menschen jeden Zweifel verlieren und alles tun, um dem vermeintlichen "Enkel" zu helfen. Oft haben die Opfer sogar schon von der Masche gehört und lassen sich trotzdem überreden. Deshalb warnt die Polizei immer wieder. Auch Verwandte und Nachbarn sollten ältere Menschen auf die leider sehr wahrscheinliche Möglichkeit betrügerischer Anrufe hinweisen. Beim leisesten Zweifel, den echten Sohn oder Enkel wirklich am Telefon zu haben, sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden. Dann können sie in Ruhe die ihnen bekannte Telefonnummer aus ihrem Adressbuch heraussuchen und ihren echten Sohn anrufen. Und natürlich sollten sich die echten Enkel nicht "Rat mal, wer hier ist ..." bei der Oma am Telefon melden.

Durch das Dachflächenfenster sind Einbrecher an der Waldstraße am Drescheider Berg in ein Einfamilienhaus eingedrungen. Der Täter kletterte auf das Dach und schlug das Glas eines Dachfensters ein. So gelangte er in das Gebäude, wo er auf mehreren Etagen sämtliche Schränke durchwühlte und den Inhalt heraus auf den Boden riss. Mit einem Laptop und Bargeld flüchtete der Einbrecher. Die Altenaer Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 02352/9199-0.

Erpresser machen sich möglicherweise die kürzlich öffentlich gewordene Hacker-Welle zunutze und versuchen, ahnungslose Opfer zu erpressen. Am Mittwoch und Donnerstag landeten erneut Erpressermails auf Rechnern in Altena und Lüdenscheid und Iserlohn. Im Fall eines Büros behauptete der Absender, er habe jetzt "vollen Zugriff" - gemeint war offenbar der Computer des Empfängers. Außerdem gebe es verunglimpfende Videos. Um dessen Veröffentlichung zu verhindern, solle die Empfängerin einen Betrag in der virtuellen Währung Bitcoin überweisen. Auf diesem Weg lässt sich der Empfänger nur sehr schwer ermitteln.

Die Erpressermails werden schon seit einiger Zeit versendet und es gibt verschiedene Varianten. Die Täter spielen subtil mit der Angst, indem sie massenhaft Mails verschicken an Privatpersonen oder Firmen. Die Hoffnung: Irgendeinen mit schlechtem Gewissen wird es schon treffen. Mancher zahlt aus Scham. Er riskiert allerdings eher weitere Forderungen und wird die Erpresser auf diesem Weg keineswegs los. Die individualisierte Fassung der Erpresser-Mails enthält sogar private Informationen wie Namen oder Handynummern. Immer wieder erlangen Hacker solche Informationen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es tatsächlich kompromittierende Videos von den Opfern gibt. Im Zweifel sollten sich Opfer an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

OTS: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/65850 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_65850.rss2

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Pressestelle Polizei Märkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1220 bis -1223 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de http://maerkischer-kreis.polizei.nrw

@ presseportal.de

Weitere Meldungen

Erneut Drohfax mit Absender «NSU 2.0» aufgetaucht. Das sagte die Juristin Seda Basay-Yildiz der «Süddeutschen Zeitung». Ob das Schreiben im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu einer mutmaßlich rechtsextremen Chatgruppe in der Frankfurter Polizei steht, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wollte sich nicht dazu äußern. Die Anwältin hatte im Prozess um Beate Zschäpe und die Terrorgruppe NSU Opfer vertreten und in anderen Verfahren mutmaßliche islamistische Gefährder verteidigt. Frankfurt - Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin hat nach eigenen Angaben erneut ein mit «NSU 2.0» unterschriebenes Fax mit massiven Drohungen erhalten. (Politik, 14.01.2019 - 15:12) weiterlesen...

Nach Polizisten-Suspendierung - Erneut Drohfax mit Absender «NSU 2.0» aufgetaucht. Nun soll erneut eine mit «NSU 2.0» unterschriebene Drohung aufgetaucht sein. Ein erstes solches Fax hatte auf die Spur einer mutmaßlich rechtsextremen Chatgruppe von Polizisten geführt. Die Mordserie des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) sorgte für Entsetzen. (Politik, 14.01.2019 - 13:10) weiterlesen...

Rechte Bedrohug - Bericht: Anwältin erhält erneut Drohfax vom «NSU 2.0». Auch diesmal heißt der Absender «NSU 2.0». Die Anwältin hatte im Prozess um den rechtsterroristischen «Nationalsozialistischen Untergrund» Opfer vertreten. Zum wiederholten Male wird eine deutsch-türkische Juristin in Frankfurt mit einem Schreiben bedroht. (Politik, 14.01.2019 - 08:16) weiterlesen...

Rechte Bedrohung - Bericht: Anwältin erhält erneut Drohfax vom «NSU 2.0» München - Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin hat einem Medienbericht zufolge erneut ein mit «NSU 2.0» unterschriebenes Drohfax erhalten. (Politik, 14.01.2019 - 08:02) weiterlesen...

Bericht: Anwältin erhält erneut Drohfax vom «NSU 2.0». Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, werden darin die Namen ihrer Eltern, ihres Mannes und ihrer Tochter genannt - aller Menschen, die unter ihrer Adresse gemeldet seien. So etwas könne man nicht über die sozialen Netzwerke herausfinden», sagte die Anwältin dem Bericht zufolge. Die Juristin hatte Anfang August 2018 nach Erhalt einer Drohung Anzeige erstattet. Die Frau hatte im Prozess um den rechtsterroristischen NSU Opfer vertreten. München - Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin hat einem Medienbericht zufolge erneut ein mit «NSU 2.0» unterschriebenes Drohfax erhalten. (Politik, 13.01.2019 - 23:58) weiterlesen...