Polizei

Kreis Borken - "Wundert Euch nicht, wenn hier bald etwas passiert!" War das einfach nur daher gesagt? Oder steckt mehr dahinter? Sensibel reagieren, die Person hinter einem solchen Satz sehen und die Aussage unter Umständen als Warnzeichen verstehen - dazu hat Kriminalhauptkommissarin Ingrid Salthammer am Dienstag in Borken die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Borken aufgerufen - bei der Sicherheitskonferenz im Kreishaus.

06.09.2022 - 14:04:05

Kreis Borken - Für die Sicherheit der Menschen an einem Strang ziehen

Neben den kommunalen Spitzen konnte Landrat Dr. Kai Zwicker dort am Dienstag, 06.09.2022, auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Jugendämter willkommen heißen, ebenso der Amtsgerichte und der Staatsanwaltschaften, der Bundespolizei und des Zolls. Leitender Polizeidirektor Bernd Loeffler nutzte die Gelegenheit, sich als neuer Abteilungsleiter der Polizei im Kreis Borken kurz vorzustellen.

Was alle Teilnehmenden einte, ist der gemeinsame Fokus auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Region. Gemeinsame Interessen, abgestimmtes Vorgehen, enger Austausch: eine Strategie, die Erfolg bringt. Das verdeutlichte Erster Kriminalhauptkommissar Bernd Höying. Er zog eine erfolgreiche erste Bilanz der Kooperation auf einem Gebiet, das in der jüngeren Vergangenheit insbesondere in Nordrhein-Westfalen viele Menschen erschüttert hat: der Kindesmissbrauch. "Der Austausch zwischen den Jugendämtern und uns hat Leuchtturmcharakter entwickelt. Inzwischen gibt es weitere Behörden, die unser Modell der Kooperation übernehmen möchten", so der stellvertretende Leiter der Direktion Kriminalität.

Aus eigener Anschauung war vielen Anwesenden bewusst, wie dringlich ein weiteres Thema der Sicherheitskonferenz einzustufen ist. Denn der Radverkehr prägt nicht nur den Kreis Borken stärker als andere Landkreise. Der hohe Anteil der Mobilität mit Fahrrad und Pedelec sorgt auch für Unfallzahlen, die es anderswo so nicht gibt. Auf diese Entwicklung warf Polizeioberrat Frank Schulz aktuelle Schlaglichter. Der Leiter der Direktion Verkehr sparte dabei die Ursachen nicht aus - von der besonderen Situation in Kreisverkehren über den fatalen toten Winkel bis hin zu gefährlichen Stellen im Wegenetz, die es zu entschärfen gilt.

Verhindern, dass von bestimmten Menschen eine am Ende nicht mehr zu kontrollierende Gefahr für sich und andere ausgeht - dieses Ziel verband Kriminalhauptkommissarin Ingrid Salthammer mit einem eindringlichen Appell zur Zusammenarbeit. Die Leiterin des Kommissariats für Opferschutz und Vorbeugung rückte das neue, landesweite Projekt PeRiskoP (Personen mit Risikopotenzial) in den Blickpunkt. Frühzeitig erkennen, von wem ein hohes Risiko ausgeht: Damit das gelingt, brauche es Netzwerkarbeit und Zusammenwirken, richtete sie ihre Botschaft an die Runde. Angestrebt sei nun, Kooperationen zu vereinbaren und den Austausch wichtiger Informationen zu regeln.

Was tun, wenn der Blackout kommt? Auch die Kreispolizeibehörde Borken plant für einen möglichen Ernstfall. Wie weit die Pläne für den Schutz der kritischen Infrastruktur gediehen sind, verdeutlichte Polizeihauptkommissarin Sarah Steble vom Leitungsstab der Behörde. Sie spiegelt die Arbeit einer Projektgruppe, die sich mit vielen praktischen Fragen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Polizei im Krisenfall auseinandersetzt - von der Kommunikation trotz Stromausfall bis hin zur Versorgung mit Treibstoff für Netzersatzanlagen und Fahrzeuge.

Landrat Dr. Zwicker dankte schließlich allen Behördenvertretern für die gute Zusammenarbeit - auch mit Blick auf die kommenden Wintermonate, die nicht zuletzt für Behörden mit Sicherheits- und Ordnungsaufgaben besondere Herausforderungen mit sich bringen können. (to)

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