Polizei, Kriminalität

Karnevalsbilanz der Kreispolizeibehörde

15.02.2018 - 14:02:24

Polizei Paderborn / Karnevalsbilanz der Kreispolizeibehörde

Kreis Paderborn - (mb) Nach den Karnevalstagen im Kreis Paderborn zieht die Polizei eine insgesamt positive Bilanz für die größten Veranstaltungen der Saison. Gemessen an der Beteiligung blieb das Kriminalitätsaufkommen äußerst gering. Lediglich in Scharmede hat sich die Lage nach Jahren mit weniger Problemen wieder etwas verschärft. Zwölf Führerscheine kassierte die Polizei kreisweit von Fahrern, die unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung standen. Leitender Polizeidirektor Andreas Kornfeld: "Die Einsatzlage war insgesamt ruhig. Es war ein friedliches buntes Treiben bei den Umzügen. Im Großen und Ganzen sind die Sicherheits- und Einsatzkonzepte aufgegangen. Wenn wir einschreiten mussten, war meistens Alkohol im Spiel. Die uns aufgefallenen Probleme werden wir mit den beteiligten Institutionen erörtern und an Lösungen mitarbeiten."

An Weiberfastnacht waren laut Polizei bei Minustemperaturen weniger Karnevalisten und Karnevalisten als in den Vorjahren in Paderborn unterwegs. Ein alkoholisierter Mann und eine alkoholisierte Frau kamen zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam. Im Zelt am Franz-Stock-Platz wurde ein Diebstahl angezeigt. Im Laufe der Nacht nahm die Polizei zwei Anzeigen wegen Körperverletzungen in einer Diskothek auf. Am frühen Freitagmorgen kam es in der Alte Torgasse zu einer Schlägerei mit mehreren Personen.

Die Karnevalsparade am Samstagnachmittag in Paderborn zog rund 25.000 Zuschauer an. Während des Umzuges wurde eine Schlägerei an der Kisau gemeldet. Nach der Parade feierten rund 1.200 Gäste im Zelt auf dem Maspernplatz. Ein Handydiebstahl wurde in diesem Zusammenhang angezeigt. Im Laufe der Nacht wurde die Polizei zu fünf Körperverletzungen und einem Raubdelikt gerufen. Sieben Diebstähle wurden angezeigt. Drei alkoholisierte Personen kamen ins Polizeigewahrsam. Eine alkoholisierte Jugendliche musste ins Krankenhaus.

In Scharmede schätzt die Polizei das Publikum beim Umzug am Sonntag auf rund 5.000. An der anschließenden Feier an der Schützenhalle nahmen bis zu 1.600 Gäste teil. Bereits mittags sammelten sich Jugendliche und junge Erwachsene an der Kirche in Elsen. Ab 12.30 Uhr zogen etwa 500 Personen Richtung Scharmede, viele bereits alkoholisiert. Die Jugendämter von Stadt und Kreis Paderborn waren eingesetzt. An einer Kontrollstelle am Triftweg in Scharmede mussten die jungen Leute ihre mitgebrachten Getränke abgeben beziehungsweise in bereitstehende Behälter entsorgen. Vier betrunkene Jugendliche brachte die Polizei zur Rettungsstation. Ein Jugendlicher musste ins Krankenhaus. Auch auf den Wagen im Umzug wurde Alkohol getrunken - zum Teil von Minderjährigen, wie Beamte des Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz feststellten. Im Laufe der Veranstaltungen nahm die Polizei vier Strafanzeigen wegen Diebstahls, drei wegen Körperverletzungen bei Schlägereien und zwei wegen Beleidigung von Einsatzkräften auf. Gegen 29 Personen sprachen die Beamten Platzverweise aus. Fünf junge Männer kamen ins Polizeigewahrsam. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 hatte die Polizei fünf Platzverweise verhängt und drei Sachbeschädigungen, eine Beleidigung, einen Diebstahl sowie ein Sexualdelikt aufgenommen.

Der Kinderumzug am Sonntag in Delbrück, mit rund 2.500 Teilnehmern und 15.000 Zuschauern verlief ohne Zwischenfälle. So blieb auch der große Rosenmontagsumzug mit 3.000 Aktiven und 30.000 Zuschauern störungsfrei. Abends wurde die Polizei zu zwei Körperverletzungen in das Festzelt an der Schlaunstraße gerufen. Einmal hatten sich zwei Frauen buchstäblich in den Haaren. Bei einer weiteren Auseinandersetzung schlug ein Mann mit einer Flasche auf einen Kontrahenten ein. Der erlitt Schnittverletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Auf einem Parkplatz endete ein Tritt gegen ein Auto in Handgreiflichkeiten.

Beim Rosenmontagszug in Bad Wünnenberg-Fürstenberg standen rund 4.800 Gäste an der Straßenrändern. Am Abend wurde eine Schlägerei in der Schützenhalle gemeldet.

In der Zeit von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch hat die Polizei vier alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Zwei weitere standen vermutlich unter Drogeneinfluss und waren laut Zeugenaussagen am frühen Sonntagmorgen an einem Autorennen in der Innenstadt beteiligt. Bei sechs Verkehrsunfällen mit insgesamt zwei Verletzten waren Unfallbeteiligte alkoholisiert und mussten mit zur Blutprobe. In allen Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet und insgesamt 12 Führerscheine sichergestellt oder beschlagnahmt.

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