Obs, Polizei

In der Dämmerung kommen die Einbrecher - ... und die Polizei

15.12.2017 - 16:06:56

Polizei Paderborn / In der Dämmerung kommen die Einbrecher - ... ...

Kreis Paderborn - (mb) Die "dunkle Jahreszeit" ist eine Zeit der Einbrecher. Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt wieder an. Kriminelle nutzen die frühe Dämmerung, um am späten Nachmittag oder in den Abendstunden unbemerkt in Wohnhäuser einzusteigen und schnell Beute zu machen. Die Dunkelheit ist ihr Schutzschild. Im Kreis Paderborn setzt die Polizei dagegen und ist genau in dieser Zeit verstärkt unterwegs. Einerseits um Täter möglichst auf frischer Tat zu erwischen, andererseits um Präsenz zu zeigen, Anwohner zu informieren und Taten zu verhindern. Das alles unter dem Motto: "Riegel vor! Sicher ist sicherer."

Am Donnerstagabend waren Polizeihauptkommissar Norbert Kloke vom Bezirksdienst Hövelhof und Kriminalhauptkommissar Randolf Latusek vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz gemeinsam auf "Dämmerungsstreife" in Hövelhofer Wohngebieten. Nicht nur in der Sennegemeinde sind in den letzten Tagen Einbrüche verübt worden. Drei bis fünf Taten am Tag hatte die Polizei kreisweit aufgenommen. Rund um die Tatorte fragen die Polizisten Anwohner nach verdächtigen Beobachtungen oder werfen einen Infozettel mit dieser Fragestellung in die Briefkästen. "Jede Zeugenaussage kann unsere Ermittler bei der Identifizierung der Täter weiterbringen", erklärt Norbert Kloke. Der Bezirksbeamte appelliert an die Anwohner: "Wenn Sie etwas Verdächtiges gesehen haben, rufen Sie uns an. Ganz wichtig - Nutzen Sie den Notruf 110, sollten Sie aktuell fremde Personen oder Fahrzeuge in der Nachbarschaft beobachten. Wir kommen lieber einmal zu viel und überprüfen das, als das uns ein möglicher Täter durch 'Lappen' geht."

In Hövelhof ist es Norbert Kloke oder sein Kollege Franz-Josef Hillemeyer, die als Bezirksbeamte mit einem Präventionsfachmann wie KHK Latusek auf Streife sind. Latusek: "Im gesamten Kreisgebiet nutzen wir die Bürgernähe der Bezirksbeamten, um möglichst viele Haus- oder Wohnungsbesitzer zu erreichen. Heute hier in Hövelhof, morgen in einem anderen Ort." Der Kriminalbeamte hat viele Jahre Erfahrung, wenn es um Einbruchschutz geht. Er weiß, wie Einbrecher agieren. "Wir achten hier bei unseren Streifen in den Wohngebieten auf Häuser, deren Bewohner augenscheinlich nicht zuhause sind. Kein Licht im oder am Haus, Rollläden hoch, Fenster auf Kipp, Garage leer und offen. Das könnte ein bevorzugtes Ziel von Einbrechern werden", erläutert Randolf Latusek. Auch am Donnerstagabend entdeckte die "Dämmerungsstreife" einige solcher potentiellen "Tatorte" in Hövelhof. Latusek: "Um die Besitzer zu sensibilisieren füllen wir einen Flyer aus, in dem wir auf die besondere Einbruchsgefahr hinweisen und stecken den Zettel in den Briefkasten. Dabei bieten wir auch immer unsere Unterstützung an, wenn jemand seinen Einbruchschutz verbessern will." Latusek hat mit seinen Kollegen der Kriminalprävention in diesem Jahr bereits über 400 Beratungen in den eigenen vier Wänden der Interessenten durchgeführt. Dabei werden auf das Wohnobjekt individuell zugeschnittene Maßnahmen erörtert. "Es ist nicht immer erforderlich, viel Geld zu investieren, um den Einbruchschutz zu erhöhen. Nicht immer sind neue Fenster oder Türen nötig, vielleicht reichen schon neue Beschläge. Wir versuchen in unseren Beratungen sinnvolle Verbesserrungen im Einbruchschutz zu vermitteln", so der Kommissar. Sein Ratschlag: "Wer sein Haus verlässt, sollte zumindest optisch den Eindruck hinterlassen, jemand sei daheim. Dabei können einfache Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter, Bewegungsmelder oder elektrische Rollläden wertvolle und vor allem preiswerte Hilfen sein. Einiges kann heute schon mit "Smart-Home"- Applikationen gesteuert werden. Aber längst nicht alle Lösungen sind sinnvoll." Neben der Polizei bieten auch Handwerker zum Beispiel im Netzwerk "Zuhause sicher" Beratungen für besseren Einbruchschutz (www.zuhause-sicher.de).

Die Dämmerungsstreife von Kloke und Latusek bleibt nicht unbemerkt. Die Polizisten werden von Anwohnern angesprochen oder nutzen die Gelegenheit für Gespräche am Zaun. Kloke: "Die Leute sind dankbar, dass wir unterwegs sind. Wir haben viele positive Rückmeldungen. Manchmal können wir sofort mit kleinen Tipps helfen, was kurzfristig zur Verbesserung des Einbruchschutzes umgesetzt werden kann. Manchmal erzählen uns Anwohner von "komischen" Begegnungen in der Nachbarschaft oder haben sogar ein Autokennzeichen parat, welches ihnen in den letzten Tagen aufgefallen war." Als bei einem Gespräch mit einem Anwohner beim Nachbarn im Garten hinter dem Haus ein Außenstrahler aufleuchtet, brechen die Polizisten das Gespräch ab. Von vorn scheint im Haus niemand anwesend zu sein. Sicherheitshalber teilen sich die Polizisten auf und umkreisen das Haus von zwei Seiten. Fehlalarm. War wohl eine Katze. Und es ist doch jemand daheim. Hinten scheint Licht aus den Zimmern. Eine gute und aufmerksame Nachbarschaft trägt zur Sicherheit in Wohngebieten bei. Latusek: "Da sind wir wieder beim Notruf 110. Niemand muss sich selbst in Gefahr bringen, wenn er etwas Verdächtiges sieht oder gar einen Täter am Nachbarhaus entdeckt. Aber zumindest die 110 wählen, das würde ich mir von meinem Nachbarn wünschen."

Am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag wurden kreisweit keine Wohnungseinbrüche gemeldet.

Infos zum Einbruchschutz: https://polizei.nrw/artikel/riegel-vor-sicher-ist-sicherer

Foto:

Polizeihauptkommissar Norbert Kloke (r.) und Kriminalhauptkommissar Randolf Latusek auf "Dämmerungsstreife" in Hövelhof (Foto: mb)

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