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Polizei, Kriminalit?t

(GP)(UL) Region: Polizei kontrolliert Raser, Poser und Tuner / Am sogenannten "Car-Freitag" nahm die Polizei die Szene im Filstal und Ulm ins Visier.

04.04.2021 - 22:37:19

Polizeipr?sidium Ulm / Region: Polizei kontrolliert ...

Ulm - Schon seit mehreren Jahren versucht die Poser- und Tuningszene den Karfreitag zu einer Art eigenem Feiertag zu machen, dem sogenannten "Car-Freitag". Dieser Tag z?hlt seit Jahren als DER Tag, an welchem sich die Tuningszene bundesweit zu Treffen verabredet und die oftmals den ganzen Winter in der Garage belassenen Sch?tze endlich wieder aus der Garage holt. Nicht zum ersten Mal fand an diesem Tag im Bereich des Polizeipr?sidiums Ulm eine gezielte Verkehrskontrolle statt. Die Polizei achtete bei ihren ?berpr?fungen nicht nur darauf, dass unn?tiger L?rm vermieden wird und dass die technischen ?nderungen an den Autos nicht zu einer Gefahr im Stra?enverkehr werden k?nnen. Auch die Einhaltung der Vorschriften der Corona-Verordnung ?berpr?fte die Polizei. Unterst?tzung erhielt sie von Sachverst?ndigen, die gemeinsam mit den besonders geschulten Beamten einen Blick unter die Motorhaube warfen. Auch die Kolleginnen und Kollegen des Polizeipr?sidiums Einsatz unterst?tzten die Ulmer Polizei an diesem Tag.

(GP) Im mittleren Filstal im Landkreis G?ppingen ?berpr?fte die Polizei zwischen 15 und 22 Uhr ca. 70 Fahrzeuge und 120 Personen. An Zw?lf Autos war die Betriebserlaubnis erloschen. F?nf Autofahrern musste sogar noch am Kontrollort die Weiterfahrt untersagt werden, weil die M?ngel derart gravierend waren, dass die Verkehrssicherheit beeintr?chtigt war. Gutachter schauen sich diese Fahrzeuge nun genauer an. Die Besitzer sehen Anzeigen entgegen.

Weil sie viel zu schnell unterwegs waren, m?ssen sich nun andere Verkehrsteilnehmer verantworten: Ein Motorrad fuhr von Hohenstaufen in Richtung G?ppingen mit ungef?hr 150 km/h bei erlaubten 50 km/h. Dabei ?berholte der Fahrer mehrere Verkehrsteilnehmer trotz ?berholverbot. Diese mussten teilweise nach rechts in den Gr?nstreifen ausweichen. Die Polizei stoppte den Zweiradfahrer in G?ppingen. Seinen F?hrerschein musste der 20-J?hrige abgeben. Auf ihn kommt nun eine Strafanzeige zu. Auch ein 23- und ein 24-J?hriger sind nun ohne F?hrerschein: Die beiden werden verd?chtigt, sich zwischen Hohenstaufen und Ottenbach ein Rennen geliefert und dabei andere Verkehrsteilnehmer gef?hrdet zu haben (wir berichteten unter: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/4880854). Doch nicht nur die F?hrerscheine der M?nner beschlagnahmte die Polizei. Auch den Chevrolet des 24-J?hrigen und den BMW des 23-J?hrigen sowie die Mobiltelefone stellten die Beamten sicher. In der Stuttgarter Stra?e in Eislingen musste die Polizei gegen 20.45 Uhr beobachten, wie ein Golf und ein BMW mit sehr hoher Geschwindigkeit in Richtung G?ppingen unterwegs waren, obwohl dort die zul?ssige H?chstgeschwindigkeit 30 km/h betr?gt. Sp?ter stoppte die Polizei die Autofahrer. Die 18 und 20 Jahre alten M?nner werden verd?chtigt, ein Rennen gefahren zu sein und mussten deshalb ihre F?hrerscheine abgeben. Auch sie sehen nun Strafanzeigen entgegen und m?ssen mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Die Polizei betont, dass es sich bei diesen Ereignissen nicht um Kavaliersdelikte handelt!

Dar?ber hinaus ?berpr?fte die Polizei die Fahrt?chtigkeit: Hierbei stellte sie zwei Fahrzeugf?hrer fest, die sich trotz vorangegangenem Drogenkonsums ans Steuer gesetzt haben: Ein 20-J?hriger war mit seinem E-Scooter in G?ppingen unterwegs, als ihn die Polizei kontrollierte. Dabei fanden die Beamten auch Bet?ubungsmittel bei dem Mann. Au?erdem stellten sie fest, dass der Roller nicht versichert ist. In Salach kontrollierte die Polizei einen 31-j?hrigen Autofahrer, der berauscht unterwegs war. Auf die M?nner kommen nun Anzeigen zu.

Sieben Personen erhalten Anzeigen, weil sie sich nicht an die Vorschriften der derzeitigen Corona-Verordnung gehalten haben.

(UL) In Ulm nahm die Polizei zwischen 14 und 22 Uhr ca. 70 Fahrzeuge genauer unter die Lupe. 15 Fahrzeuge wiesen M?ngel auf, die zum Erl?schen der Betriebserlaubnis f?hrten, an dreien waren sie derart gravierend, dass die Fahrzeuglenker nicht weiterfahren durften. Ein BMW war mit einer anderen als der eingetragenen Rad- / Reifenkombination unterwegs. Zudem war das Gewindefahrwerk niedriger eingestellt, sodass alle vier R?der an der Karosserie des Fahrzeugs streiften.

Im Stadtgebiet ?berpr?fte die Polizei die Geschwindigkeit. Drei Autofahrer sehen nun Anzeigen entgegen, weil sie zu schnell unterwegs waren. Einer von ihnen fuhr sogar knapp 40 km/h zu schnell. Des weiteren wurden zwei Fahrzeuge festgestellt, die ohne g?ltigen Versicherungsschutz unterwegs waren.

Drei Fahrzeugf?hrer sehen nun Anzeigen entgegen, weil sie unn?tig L?rm verursacht haben. Sie wollten durch Gasst??e, also "Posing", anderen Verkehrsteilnehmern imponieren.

Die Polizei k?ndigt weitere Kontrollen dieser Art an.

An eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse k?nnen B?rger auch weiterhin auff?llige Autos melden. Hinweise mit Tag, Uhrzeit, Ort, Kennzeichen, Farbe und Typ des Fahrzeugs und einer Beschreibung des auff?lligen Verhaltens k?nnen anulm.pp.poser@polizei.bwl.de gesandt werden. Nat?rlich nimmt die Polizei diese Hinweise auch telefonisch (Tel. 0731/1880) oder pers?nlich entgegen. Sie bittet aber darum, zeitlich dringende Ereignisse nicht per E-Mail, sondern telefonisch zu melden.

Anbau, Umbau - aber sicher!

Die Polizei empfiehlt beim Kauf und Einbau von Tuningartikeln auf Qualit?t und auf die rechtliche Zul?ssigkeit zu achten. Sind Fahrzeuge auf unzul?ssige Weise getunt, ergeben sich h?ufig erhebliche Risiken im Stra?enverkehr und es drohen rechtliche und auch finanzielle Folgen. Unsere Autos werden immer sicherer - die Statistiken beschreiben hier einen erfreulichen Trend. Aber nicht nur die Auto-, sondern auch die Tuningteile haben sich st?ndig weiterentwickelt und m?ssen bestimmten gesetzlichen Richtlinien entsprechen. Produkte mit allgemeiner Betriebserlaubnis oder Teilegutachten gew?hrleisten dem Kunden gepr?fte Qualit?t, problemlose Eintragung und dauerhaften Spa? am Tuning. F?r die Herstellung von Neufahrzeugen gibt es in Europa vereinheitlichte Richtlinien - das Endprodukt ist ein "europ?isch typgenehmigtes Neufahrzeug". Damit m?chte sich aber nicht jeder zufriedengeben und w?nscht sich beispielsweise sch?ne Alu-R?der, ein Karosserie-Kit oder ein Sportfahrwerk. Jedoch m?ssen dabei bestimmte Regeln beachtet werden, denn der Gesetzgeber l?sst nur Tuning- und Zubeh?rteile zu, die erforderliche Pr?fdokumente besitzen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Verkehrssicherheit auch nach der Umr?stung gew?hrleistet bleibt und sich die sogenannten "wesentlichen Umweltwerte" eines Fahrzeuges (Abgas- und Ger?uschwerte) nicht ?ber die zul?ssigen Grenzwerte hinaus ver?ndern. Aber nicht jedes Tuning- oder Zubeh?rprodukt kann bedenkenlos gekauft und f?r eine Fahrzeug-Umr?stung eingesetzt werden. Neben vielen verantwortungsbewusst handelnden Unternehmen sind auf dem Tuning-Markt leider auch Anbieter von minderwertigen oder sogar illegalen Produkten zu finden, die mit unseri?sen und scheinbar preiswerten Angeboten locken. Deshalb - nur Produkte mit gesetzeskonformen Zulassungspapieren kaufen - Finger weg von Teilen, f?r die ein Verk?ufer keine ABE oder kein Teilegutachten anbieten kann. Ansonsten kann das billige Teil ein teurer Spa? werden, denn von illegalen Teilen k?nnen nicht einsch?tzbare Risiken und Gefahren ausgehen.

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Dominik Kocur / Claudia Kappeler, Polizeipr?sidium Ulm

R?ckfragen bitte an:

Polizeipr?sidium Ulm Telefon: 0731 188-0 E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/110979/4881224 Polizeipr?sidium Ulm

@ presseportal.de