Polizei, Kriminalität

(GP) Göppingen, Ebersbach, Schlierbach - Vier Mal gaben sich Betrüger am Mittwoch im Landkreis Göppingen als Polizisten aus.

06.12.2018 - 10:26:45

Polizeipräsidium Ulm / Göppingen, Ebersbach, Schlierbach - ...

Ulm - Bei einer Göppingerin klingelte gegen 19.45 Uhr das Telefon. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und berichtete von der Festnahme einer rumänischen Einbrecherbande. Bei der Durchsuchung hätten seine Kollegen eine Notiz gefunden, auf der auch der Name der 69-Jährigen stehen würde. Nun wolle er sicher gehen, dass die Frau auch immer ihre Fenster und Türen verschlossen hielt. Die Seniorin kannte die Masche und legte auf.

Gegen 21.15 Uhr erhielt eine Ebersbacherin einen Anruf. Auch hier gab sich ein Betrüger als Polizist aus und schilderte die Festnahme von Einbrechern. Auch er wollte der Seniorin Tipps geben, wie man Wertsachen sicher aufbewahrt. Die 68-Jährige war ebenfalls bestens informiert: Sie vermutete einen Betrüger und beendete das Gespräch.

Gegen 22.45 Uhr rief ein vermeintlicher Polizist bei einer 87-Jährigen an. Der Anrufer wollte sicher gehen, dass die Dame zum Schutz vor Einbrechern alle Fenster und Türen verschließt. Die Ebersbacherin brach das Gespräch ab.

Kurze Zeit später rief ein Unbekannter bei einer Schlierbacherin an. Auch er erzählte von der Festnahme von Einbrechern. Die 81-Jährige wurde misstrauisch: Sie gab ihrem Sohn das Telefon, der Betrüger legte auf.

Die Göppinger Polizei (07161/2360) hat in allen Fällen die Ermittlungen übernommen. Sie prüfte außerdem, ob es sich um ein und denselben Täter handelt.

Um nicht Opfer einer solchen Straftat zu werden, empfiehlt die Polizei:

- Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder aushorchen. Legen Sie den Hörer auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint. - Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: Nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen. - Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer! Achtung: Betrüger können diese Nummern manipulieren. Die Polizei verwendet die 110 nicht für Anrufe! - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. - Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Sprechen Sie nicht am Telefon über ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse. - Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf. - Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion.

Wichtige Tipps zum Schutz vor Telefonbetrügern erhalten Sie in der Broschüre "Vorsicht, Abzocke!". Diese finden sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder auch im Internet unter www.polizei-beratung.de

++++2300346 2301073 2300960 2300757

Claudia Kappeler, Tel. 0731/188-1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

OTS: Polizeipräsidium Ulm newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/110979 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_110979.rss2

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ulm Telefon: 0731 188-0 E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/

@ presseportal.de

Weitere Meldungen

Angriff auf Polizisten - Ermittler: Migranten in Ankerzentrum wollten Beamte töten. Nun ermittelt die Kripo wegen schwerer Straftaten gegen einige der Männer. Erst war es nur ein Polizeieinsatz wegen Ruhestörung im Bamberger Ankerzentrum, dann mussten immer mehr Beamte wegen der Randale von Flüchtlingen anrücken. (Politik, 11.12.2018 - 17:58) weiterlesen...

Flüchtlingen wird in Bamberg Tötungsabsicht vorgeworfen. Den eritreischen Staatsangehörigen wird auch besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Die Männer sollen am frühen Morgen mit weiteren Bewohnern des Flüchtlingsheims in Bamberg Sicherheitsmitarbeiter und Polizisten angegriffen und sich verbarrikadiert haben. Außerdem sollen sie Feuer gelegt haben. Die vier Hauptverdächtigen sollen morgen dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei der Randale wurden elf Menschen verletzt. Bamberg - Nach dem Gewaltausbruch in einem Ankerzentrum im oberfränkischen Bamberg wird gegen vier Bewohner wegen versuchter Tötungsdelikte ermittelt. (Politik, 11.12.2018 - 17:42) weiterlesen...

Polizei untersucht mögliche Pannen im Fall Georgine. Das Thema werde derzeit von verschiedenen Dienststellen und den Behörden aufgearbeitet, erklärte die Polizei. Konkretere Antworten wurden angekündigt. Der mutmaßliche Mörder von Georgine Krüger wurde vor einer Woche festgenommen - zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden. Er wurde fünf Jahre später wegen sexuellen Missbrauchs einer anderen Jugendlichen angezeigt und verurteilt. Berlin - Die Berliner Kriminalpolizei versucht, mögliche Pannen bei der Suche nach dem Mörder der 14-jährigen Georgine Krüger aufzuklären. (Politik, 11.12.2018 - 12:46) weiterlesen...