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Obs, Polizei

Gefahrgutkontrollen des Polizeipr?sidiums Mittelhessen

25.08.2020 - 14:17:18

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Gie?en / ...

Gie?en - +++

Am vergangenen Mittwoch (19.08.2020) ?berpr?ften Gefahrgutkontrolleure des Polizeipr?sidiums Mittelhessen 95 Fahrzeuge, von denen 42 mit Gefahrgut beladen waren. In 12 F?llen gab es dabei Grund zur Beanstandung.

Die Spezialisten kontrollierten zwischen 8 Uhr und 16 Uhr In den vier Landkreisen Gie?en, Marburg-Biedenkopf, Wetterau und dem Lahn-Dill-Kreis sowie auf den mittelhessischen Autobahnen. Da es im Gefahrgutrecht bei einem Versto? meist mehrere Verantwortliche gibt, wie zum Beispiel Fahrer, Verlader, Bef?rderer oder Absender fertigten die Beamten insgesamt 23 Anzeigen. Die Geldbu?e liegt hier in der Regel im mittleren dreistelligen Bereich.

Ein Sattelzug mit ammoniumnitrathaltigem D?nger war von Polen auf dem Weg nach Frankreich. Das geladene Gefahrgut war in flexiblen Sch?ttgutbeh?ltern ("Bigbags") verpackt, die der Fahrer versucht hatte, mit Spanngurten zu sichern. Er hatte einen Spanngurt ?ber die "Bigbags" gelegt und diese niedergezurrt. Dies f?hrt aber dazu, dass sich der D?nger w?hrend der Fahrt setzt und die Gurte sich lockern, so dass die Ladung bei der Kontrolle ungesichert auf der Ladefl?che stand. Die Weiterfahrt war nat?rlich erst m?glich, nachdem der Fahrer die Ladung gesichert hatte, wozu er noch einige Sicherungsmaterialen einkaufen musste.

Ein ausl?ndischer Unternehmer verstie? gegen die Kabotagebestimmungen und musste eine Sicherheitsleistung von 1300EUR bezahlen (Kabotage: Transport innerhalb Deutschlands durch einen gebietsfremden Transporteur). Hier sind nur 3 Fahrten, mit Be- und Entladeort in Deutschland innerhalb von 7 Tagen mit demselben Fahrzeug erlaubt.

Bei 6 Fahrzeugen beanstandeten die Ordnungsh?ter deren Ladungssicherung. Ein LKW-Fahrer hatte nicht zugelassene Sicherungsmittel benutzt. Zu erkennen sind diese an den Angaben auf dem Etikett. Sollten auf dem Etikett Angaben in "kg" vorhanden sein, so ist dies der erste Hinweis auf einen nicht zugelassenen Gurt. Angaben zur Strapazierf?higkeit sind stets in dNa (Dekanewton) angegeben. Des Weiteren k?nnen Rechtschreibfehler auf den Angaben des Etiketts ein Hinweis sein, dass es sich um eine F?lschung eines Markenartikels handelt. Sicher geht man, wenn man Ladungssicherungsmittel im Fachhandel erwirbt.

Weitere 7 Fahrer nahmen es mit den Lenk- und Ruhezeiten nicht sonderlich genau. Dies f?hrte dazu, dass jeweils gegen Fahrer und Spediteur eine Anzeige erstattet wurde.

Einen unfreiwilligen Stopp musste auch ein polnischer Fahrer einlegen und eine Sicherheitsleistung von 80 EUR entrichten. Da sich an einem Reifen seines LKW schon gro?fl?chig das Profil abl?ste, war ein Reifenwechsel notwendig.

Wegen sonstiger Verkehrsverst??e erstatteten die Kontrolleure weitere 6 Anzeigen; insgesamt wurden 265 EUR Verwarnungsgeld erhoben.

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Information f?r die Medien: Drei Bilder geh?ren zur Meldung

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Tobias Kremp

Pressesprecher

R?ckfragen bitte an:

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