Feuerwehr

FW-WRN: Landesweiter Warntag am 08. September 2022

02.09.2022 - 15:54:02

FW-WRN: Landesweiter Warntag am 08. September 2022. Werne - Am 08. September 2022 werden um 11:00 Uhr in Nordrhein-Westfalen alle vorhandenen Sirenen ausgelöst, um diese für den Ernstfall zu testen, aber auch die Bevölkerung für diese Art der Warnung sensibilisieren. Ebenfalls werden an diesem Tag die Warn-App "NINA" (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) und "KATWARN" per Push-Benachrichtigung den Alarm mit einer Warnmeldung begleiten. Im Kreis Unna ist die Kreisleitstelle in Unna der Warnmultiplikator, der unter anderem die Warn-App NINA sowie die Sirenen in den angehörigen Kommunen auslöst.

Wartungsarbeiten an einer Kompressorstation. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass der Lieferstopp bis zum 2. September andauern werde.

Zweifel an der Begründung hatte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, geäußert. Auch im Zusammenhang mit der Drosselung auf ein Fünftel der Maximalleistung hatte Gazprom auf technische Gründe verwiesen. Zweifel daran kamen unter anderem von der Bundesregierung.

Der russische Energieriese Gazprom sei nicht schuld daran, dass die Zuverlässigkeit der Leitung durch die Ostsee gefährdet sei, meinte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Es gebe keine technischen Reserven. "Es läuft nur eine Turbine", sagte er auf die Frage eines Journalisten nach möglichen weiteren Unterbrechungen.

Laut dem Staatskonzern muss die letzte verbliebene Turbine in der Kompressorstation alle 1000 Arbeitsstunden gewartet werden. Damit dürfte Mitte Oktober der nächste Stopp anstehen.

Unterdessen will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass in der EU angesichts der drastisch gestiegenen Energiepreise weniger für russisches Gas gezahlt wird. "Ich bin der festen Überzeugung, dass es jetzt Zeit ist für einen Preis-Deckel auf russisches Pipeline-Gas nach Europa." Ein solcher Gaspreis-Deckel kann nach Worten von der Leyens auf europäischer Ebene vorgeschlagen werden.

Zuvor hatte die EU-Kommission in einem Entwurf von einem Preisdeckel am Großhandelsmarkt innerhalb der EU als Notfallmaßnahme abgeraten, da dies Angebot und Nachfrage verzerren könnte. Von der Leyen fordert hingegen, die Preise für Gasimporte über Pipelines aus Russland zu deckeln. Dies könnte auch zu niedrigeren Preisen in der EU führen. Es besteht jedoch das Risiko, dass Russland zu dem niedrigeren Preis kein Gas mehr liefert.

Der frühere russische Präsident und Vizechef des Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, drohte der EU im Falle eines Preisdeckels mit einem Lieferstopp. Er schrieb im Nachrichtenkanal Telegram: "Es wird wie Öl sein. Es wird einfach kein russisches Gas in Europa geben."

Im Gas-Großhandel sanken die Preise am Freitag weiter. Am Nachmittag lag der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas bei 221 Euro je Megawattstunde. Am Vortag hatte er noch bei 243 Euro gelegen. Der Kontrakt wird als richtungsweisend für die Gaspreise in Europa angesehen. Freitag vergangener Woche hatte sein Preis bei 347 Euro gelegen.

Die Gasspeicher in Deutschland füllen sich weiter. Nach neuesten Angaben der Bundesnetzagentur lag der Füllstand am Mittwoch (31. August) bei 84,3 Prozent. Damit ist das für den 1. Oktober vorgeschriebene Speicherziel von mindestens 85 Prozent schon einen Monat eher in Sichtweite.

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