Polizei, Kriminalität

Fußgängerin angefahren und leicht verletzt

11.10.2018 - 15:06:44

Polizeipräsidium Hamm / Fußgängerin angefahren und leicht verletzt

insgesamt weiter unter Druck stand. Nach dem Urteil im August war es zu einem heftigen Kurseinbruch gekommen, der Bayers Börsenwert zeitweise um mehr als 15 Milliarden Euro gedrückt hatte. Durch den Kurssprung auf fast 79 Euro kehrten die Papiere nun auf ihr Niveau von Anfang September zurück.

Für Monsantos deutsche Konzernmutter, die den US-Saatgutriesen mit Sitz in St. Louis erst Mitte des Jahres für rund 63 Milliarden Dollar übernommen hatte, ist die Entscheidung des Gerichts von gewaltiger Bedeutung. Denn in den USA laufen rund 8700 Klagen wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat gegen Monsanto. Der Fall Johnson ist besonders brisant, da es sich um das erste Urteil handelt und es richtungsweisend für die zahlreichen weiteren Klagen sein könnte.

Bei dem 46-jährigen Johnson war 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Er machte Monsanto-Unkrautvernichter wie Roundup und Ranger Pro für seine Krankheit verantwortlich. Mit den Produkten hantierte er in seinem früheren Job als Platzwart an kalifornischen Schulen häufig. Johnson dürfte nach Einschätzung seiner Ärzte wegen seines fortgeschrittenen Krebsleidens nicht mehr lange leben, deshalb hatte er in Kalifornien Anrecht auf einen schnelleren Prozessbeginn. Sollte Richterin Bolanos neue Verhandlungen anordnen, dürften Johnsons Anwälte versuchen, diese Entscheidung anzufechten.

Über die Frage, ob Monsantos Verkaufsschlager Roundup zu Krebs führen kann, wird schon seit Jahren gestritten - die Wissenschaft gibt hier bislang keine klaren Antworten. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte den weit verbreiteten Unkrautvernichter 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für Menschen ein. Monsanto und Bayer weisen dies vehement zurück und verweisen auf "mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die US-Umweltbehörde EPA, die Nationalen Gesundheitsinstitute und Aufseher weltweit", die belegten, dass Glyphosat sicher sei und keinen Krebs verursache.

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