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Polizei, Kriminalität

Falsches Gewinnspielversprechen geglückt

06.11.2019 - 15:06:38

Polizeipräsidium Neubrandenburg / Falsches ...

Ribnitz-Damgarten - Gestern wurde der Polizei bekannt, dass es im Landkreis Vorpommern-Rügen zu zwei falschen Gewinnspielversprechen kam. Eines davon ist geglückt.

In einem kleinen Dorf im Amt Ribnitz-Damgarten erhielt ein 61-jähriger Mann bereits am 25.10.19 den Anruf eines angeblichen Rechtsanwaltes, der ihm mitteilte, dass er 97.000 EUR gewonnen habe. Für den Geldtransport und Gebühren müsse er über 3000 EUR überweisen. In mehreren Telefonaten über einige Tage hinweg wurden der Mann und schließlich auch seine Tochter unter Druck gesetzt und immer wieder aufgefordert, Geld zu transferieren, weil irgendetwas schief gelaufen war, es Transportprobleme gab, die IBAN falsch war und so weiter. Es wurden schließlich in mehreren Vorgängen (Moneygram und WesternUnion) über 5000 EUR in die Türkei überwiesen. Schließlich rief sogar ein falscher Polizist von der Kriminalpolizei Barth mehrfach an. Er drohte bei Unterlassung weiterer Zahlungen dem Geschädigten mit Untersuchungshaft. Auch die Tochter wolle man abholen und wegen Geldwäsche in den Knast werfen. Es wurde gedroht, niemanden anzurufen, da die Telefone abgehört werden. Dies war der Punkt, an dem sich der Geschädigte schließlich an die echte Polizei in Ribnitz-Damgarten wandte.

In Grimmen erhielt eine 41-jährige Frau am Montag (04.11.19) den Anruf einer Berliner Nummer. Ihr wurde der Gewinn von über 28.000 EUR versprochen. Am Folgetag rief eine Schweizer Sicherheitsfirma aus Zürich an und wollte die Geldübergabe regeln. Für Gebühren, Notar und Transport würden 900 EUR fällig werden. Aus Gründen von möglichen Bestechungsversuchen könne man die Gebühren nicht in bar annehmen, sondern müsse zuvor Steamkarten erwerben. Am besten sei es, die Karten bei mehreren Tankstellen zu kaufen. Die Geschädigte begab sich daraufhin zu einer Tankstelle in Grimmen und erwarb zwei Karten im Wert von 100 EUR. Ein Mitarbeiter der Tankstelle telefonierte jedoch mit der Firma, die für die Aktivierung der Karten zuständig ist und erhielt von dort eine Warnmeldung. Die Geschädigte konnte die Karten zurückgeben und erstattete Anzeige.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden bereits 114 Anzeigen wegen falscher Gewinnspielversprechen in unserem Bereich erstattet. Davon waren zwölf erfolgreich. Die Geschädigten verloren dabei etwa 40.000 EUR. Wir gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus, sowohl bei den Versuchen, als auch bei den geglückten Fällen.

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Nicole Buchfink Polizeipräsidium Neubrandenburg Pressestelle Telefon: 0395/5582-2040 E-Mail: pressestelle-pp.neubrandenburg@polizei.mv-regierung.de http://www.polizei.mvnet.de

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