Obs, Polizei

Falsche Polizisten bleiben ohne Erfolg

05.04.2018 - 16:36:57

Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis / Falsche Polizisten ...

Hennef, Sankt Augustin - In den vergangenen Tagen sind bei der Polizei des Rhein-Sieg-Kreises wieder zahlreiche Meldungen über Anrufe von falschen Polizisten eingegangen - zwei allein am gestrigen Mittwoch. Bereits am Dienstag, 03.04.2018 gegen 22.15 Uhr klingelte das Telefon bei einer 63-jährigen Frau aus Hennef. Ihr wurde glaubhaft suggeriert, dass sie mit einem Polizisten der Polizeiwache Hennef telefoniere. Der falsche Beamte gab an, dass nach polizeilichen Erkenntnissen ein Einbruch in ihrem Haus unmittelbar bevorstünde. Der Anrufer behauptete gegenüber der Frau, ihr nun einige Fragen stellen zu müssen, um dem Fall nachzugehen. Da es bereits 2016 einen Einbruch im Haus der 63-Jährigen gegeben hatte und auch in der Nachbarschaft eingebrochen wurde, glaubte die Frau den Angaben des Anrufers zunächst. Als der falsche Beamte jedoch fragte, ob sie größere Geldbeträge im Haus habe, ob sie bei der Bank ein Schließfach besitze und wo sie im Haus Geld und Schmuck aufbewahre, wurde die Henneferin stutzig. Sie begann, dem Anrufer Gegenfragen zu stellen, woraufhin dieser aggressiv wurde und behauptete, dass auf dem Display die 110 als anrufende Nummer angezeigt würde. Als die Frau dies verneinte, gab der falsche Beamte an, dies müsse an der Telefonanlage der Frau liegen. Die 63-Jährige entgegnete dem Anrufer, dass sie sich mit der Polizeiwache in Hennef in Verbindung setzen würde, woraufhin beide zeitgleich auflegten. Falsche Polizeibeamte, allerdings mit einer ganz anderen Masche, meldeten sich am Mittwoch, 04.04.2018, gegen 10.30 Uhr auch bei einer 72-jährigen Frau aus Sankt Augustin. Der falsche Beamte gab sich als Polizeioberhauptkommissar der Polizei Sankt Augustin aus und behauptete, dass gegen die 72-Jährige ein Haftbefehl bestehe. Um Näheres zu erfahren, solle sie einen Kriminaldirektor des Bundeskriminalamts anrufen. Unter der angegebenen Nummer meldete sich der vermeintliche Kriminaldirektor und befragte sie, ob sie jemals in der Türkei gewesen sei. Als die Frau diese Frage bejahte, teilte der falsche Beamte ihr mit, dass in der Türkei ein Haftbefehl gegen Sie vorliege. Die 72-Jährige wollte daraufhin ihren Mann informieren, doch der Anrufer telefonierte daraufhin selbst mit dem Ehemann und forderte ihn auf, absolutes Schweigen über den Vorfall zu bewahren. Sollte er seine Schweigepflicht brechen, müsse eine Strafzahlung in Höhe von 15.000 Euro eingefordert werden. Kurz darauf meldete sich der erste Anrufer erneut und gab an, dass der Haftbefehl ausgesetzt sei, die Frau nun jedoch eine Kaution in Höhe von 22.000 Euro zahlen oder am 27.04.2017 vor Gericht in Istanbul erscheinen müsse. Die Frau beendete daraufhin das Gespräch und rief bei der Polizeiwache in Sankt Augustin an, dort wurde sie über das versuchte Betrugsdelikt aufgeklärt. In beiden Fällen erstatteten die Frauen Strafanzeige.

Wenn Sie selbst angerufen werden sollten, rät die Polizei: Falls Sie in Ihrem Telefondisplay die Rufnummer der Polizei (110) ggf. mit einer Vorwahl sehen sollten, dann handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter aus, lassen Sie sich den Namen nennen und wählen Sie selbst die 110. Schildern Sie der Polizei den Sachverhalt. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

Übergeben Sie unbekannten Personen NIEMALS Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten Ihrer örtlichen Polizei gerne (Tel: 02241 541-0)! Informieren Sie sich auch auf unserer Internetseite: https:// rhein-sieg-kreis.polizei.nrw/artikel/falsche-polizei-am-telefon-0 (Bi)

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Telefon: 02241/541-2222 E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de

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