Polizei, Kriminalität

Falsche Polizeibeamte erbeuten beinahe hohen Bargeldbetrag

11.09.2018 - 14:46:56

Kreispolizeibehörde Olpe / Falsche Polizeibeamte erbeuten ...

Lennestadt - Am Montagvormittag wurde eine 74-Jährige aus Meggen um 10:30 Uhr von einem vermeintlichen Polizeibeamten der Wache Lennestadt namens Funke angerufen. Die Seniorin wurde gefragt, ob sie allein zu Hause sei. Als sie dieses verneinte und nach einer Rückrufnummer der Wache fragte, wurde aufgelegt. Erfolgreicher verlief der nächste Versuch des falschen Polizeibeamten Funke, angeblich von der Wache Lennestadt und Klein von der Wache Olpe. Zwischen 09:00 und 14:00 Uhr telefonierten beide mehrmals mit einer 92-Jährigen aus Altenhundem. Sie konnten die Seniorin davon überzeugen, dass es eine undichte Stelle bei ihrer Hausbank gäbe. Sie könne dazu beitragen, die Täter auffliegen zu lassen und müsse dazu einen höheren Geldbetrag vom Konto abheben. Die Seniorin ließ sich daraufhin von einem Taxi zur Bank fahren und hob 25.000 EUR von ihrem Konto ab. Auf die kritische Nachfrage eines Bankmitarbeiters hielt sie sich an die vorsorgliche Anweisung, sie solle sagen, sie brauche das Geld für einen Autokauf ihrer Tochter. Nachdem ihr das Bargeld ausgezahlt wurde, steckte sie es weisungsgemäß in einen Briefumschlag und adressierte ihn an eine Anschrift in der Türkei. Anschließend begab sie sich zur nächstgelegenen Poststelle, um den Briefumschlag zu versenden. Nur weil diese über Mittag geschlossen war, kam es nicht zum Versand. Der Schwindel flog erst dadurch auf, dass die Dame bei der Polizeiwache Lennestadt anrief, um von den Schwierigkeiten mit dem Geldtransfer zu berichten und von dort sofort eine Streife zu der Anschrift entsandt wurde. Zwischenzeitlich hatte sich der Anrufer Funke wieder gemeldet und mitgeteilt, zeitnah würden zwei Polizeibeamte in Zivil vorbeikommen und das Geld persönlich abholen. Dies wurde durch das Erscheinen der echten Polizeistreife gerade noch verhindert. Offensichtlich traten die unbekannten Anrufer sehr überzeugend auf, denn die Seniorin weigerte sich zunächst aus Gründen der auferlegten Geheimhaltung, überhaupt Angaben zur Sache zu machen. Die Beamten hatten sogar vor Ort einige Mühe, die Seniorin davon zu überzeugen, dass sie es nun mit echten Polizeibeamten zu tun hatte. Letztlich konnte aber der Geldbetrag wieder auf das Konto eingezahlt werden, so dass kein Schaden entstand. Die Ermittlungen hinsichtlich des Adressaten des Briefes in der Türkei dauern an.

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