KriminalitÀt, Polizei

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Isartor: Bedrohung Reisender mit Messer / Bundespolizei nimmt 34-JĂ€hrigen fest

30.12.2021 - 09:50:24

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Isartor: Bedrohung Reisender mit Messer / Bundespolizei nimmt 34-JĂ€hrigen fest. MĂŒnchen - Aus Anlass des gestrigen Demonstrationsgeschehens in der Innenstadt der bayerischen Landeshauptstadt war auch die Bundespolizei, personell durch KrĂ€fte der Bundespolizeibereitschaftspolizei, im Einsatz. Nicht zuletzt durch die VerstĂ€rkung konnte am Mittwochabend (29. Dezember) am S-Bahnhaltepunkt Isartorplatz ein 34-jĂ€hriger, der ReichbĂŒrgerszene Zuzuordnender, schnell festgenommen werden. Der Mann hatte Reisende in der S-Bahn bzw. am Bahnsteig mit einem Messer bedroht.

Gegen 20:30 Uhr, in der Abreisephase von Veranstaltungsteilnehmern, die in der MĂŒnchner Innenstadt aus Prostest gegen Corona-Maßnahmen trotz Demonstrations- bzw. Spaziergangverbots unterwegs waren, wurde der Bundespolizei ein Mann gemeldet, der in einer S-Bahn Reisende mit einem Messer bedrohte.

Ermittlungen ergaben, dass der 34-jĂ€hrige Deutsche, der bereits eine Stunde zuvor Bundespolizisten im Hauptbahnhof mit der ReichsbĂŒrgerszene nahestehenden Äußerungen - allerdings ohne strafrechtlichen Bezug - aufgefallen und mit einem Platzverweis belegt worden war. Am Mittelbahnsteig des S-Bahnhaltepunktes Hauptbahnhof sprach der mit knapp 2 Promille Alkoholisierte - ohne offensichtlichen-Grund - zunĂ€chst einen 15- sowie einen 37-JĂ€hrigen (beide Deutsche) unabhĂ€ngig voneinander an. Zudem spuckte er ihnen vor die FĂŒĂŸe und stieg mit weiteren Reisenden in die Richtung Ostbahnhof verkehrende S7 ein. Dort bepöbelte und beleidigte er mehrere Reisende.

Am Haltepunkt Isartorplatz entstieg er der S-Bahn und folgte dem 37-jĂ€hrigen Ramersdorfer. Auf dessen Aufforderung, dies zu unterlassen, zĂŒckte der 34-JĂ€hrige aus der Maxvorstadt unvermittelt ein Klappmesser und Ă€ußerte, er könne auch anders, wenn ihr nur wĂŒsstet".

Ein Reisender bemerkte dies und verstĂ€ndigte am Isartorplatz postierte Beamte der Bundespolizei. Diese konnten den 34-JĂ€hrigen festnehmen. Bei dessen Durchsuchung wurde ein Klappmesser mit 9 cm KlingenlĂ€nge aufgefunden. Zwei weitere Zeugen (eine 18-JĂ€hrige aus der Altstadt und ein 44-JĂ€hriger aus Ramersdorf, beide Deutsche), die den Sachverhalt mitbekamen, meldeten sich dankenswerterweise sofort bei den Beamten. Bei der Verbringung zur Wache am Hauptbahnhof zeigte er gegenĂŒber den Beamten auch den "Hitlergruß".

Der Vorfall war aufgrund der Örtlichkeiten und des erhöhten Reisendenaufkommens in der Abreisephase des Demonstrationsgeschehens sehr öffentlichkeitswirksam.

Nach RĂŒcksprache mit Staatsanwaltschaft konnte der einschlĂ€gig polizeibekannte MaxvorstĂ€dter die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen freien Fußes (fester Wohnsitz!) nach einem Unterbindungsgewahrsam wieder verlassen. Gegen ihn wird seitens der Bundespolizei wegen Beleidigung, Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Das Klappmesser wurde beschlagnahmt.

RĂŒckfragen bitte an:

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Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen
Denisstraße 1 - 80335 MĂŒnchen
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen ist zustĂ€ndig fĂŒr die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im grĂ¶ĂŸten deutschen S-Bahnnetz mit
ĂŒber 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
rĂ€umlichen ZustĂ€ndigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen
gehören drei der vier grĂ¶ĂŸten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis MĂŒnchen die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, FĂŒrstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im MĂŒnchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in MĂŒnchen und der
Dienstsitz fĂŒr die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußlĂ€ufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es DienstrÀume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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