Polizei, Kriminalität

BPOLI-WEIL: Nächster Halt Bundespolizei

02.02.2018 - 12:01:35

Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein / BPOLI-WEIL: Nächster Halt ...

Freiburg - Über eine Mitfahrzentrale bot ein tunesischer LKW-Fahrer Mitfahrgelegenheiten an. So auch am Donnerstag, als er über die Mitfahrzentrale für seine Tour von Pisa nach Deutschland zwei Mitfahrer vermittelt bekam. Diese haben, wie vorher vereinbart, 100 Euro über die App der Mitfahrzentrale entrichtet, sodass für den LKW-Fahrer alles okay war. Doch auf der stundenlangen Fahrt nach Deutschland kamen dem LKW-Fahrer Zweifel bezüglich seiner Mitfahrer auf. Im Bundesgebiet angekommen, googelte der Mann nach der nächsten Dienststelle der Bundespolizei. Diese war in Freiburg und so steuerte er sein Gefährt direkt dorthin.

Beim Bundespolizeirevier Freiburg angekommen, erklärte der 33-jährige Fernfahrer seine Vermutungen, dass mit seinen Mitfahrern etwas nicht stimmen würde. Bundespolizisten überprüften daraufhin die beiden Männer. Beide händigten den Beamten Ausweisdokumente aus. Doch auf den Fotos dieser Dokumente waren andere Personen zu erkennen. Das Duo nutzten die vorgelegten Reisepässe missbräuchlich.

Da nicht feststand, wen der LKW-Fahrer zur Bundespolizei transportierte, führte diese erkennungsdienstliche Behandlungen durch. Kurz daraufkamen auch die Identitäten der beiden Männer zum Vorschein. Es handelt sich bei ihnen um 27 und 25-jährige nigerianische Staatsangehörige. Der 27-Jährige ist bereits in der Schweiz und der 25-Jährige in Italien und Österreich im europäischen daktyloskopischen System Eurodac als Asylbewerber registriert.

Die beiden Westafrikaner trugen ein Asylbegehren vor. Beide wurden an die Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber verwiesen. Mit im Gepäck hatten sie Strafanzeigen wegen Missbrauchs von Ausweispapieren und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz.

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