Polizei, Kriminalität

BPOLD-B: Frau in S-Bahn mit Messer bedroht

06.02.2018 - 15:11:53

Bundespolizeidirektion Berlin / BPOLD-B: Frau in S-Bahn mit Messer bedroht

Berlin - Steglitz-Zehlendorf - Montagnachmittag bedrohte ein 26-Jähriger eine Frau in einer S-Bahn der Linie S1 mit einem Messer, nachdem diese ihm einen angezündeten Joint mit einer Zeitung aus dem Mund schlug. Die Bundespolizei nahm den Tatverdächtigen fest und ist auf der Suche nach dem Unbekannten.

Gegen 17 Uhr fuhr ein 26-jähriger Deutscher in einer S-Bahn der Linie S1 zwischen den S-Bahnhöfen Feuerbachstraße und Rathhaus Steglitz, als sich eine unbekannte Frau zu ihm in die Sitzgruppe setze. Der Mann zündete sich kurz darauf einen Joint und ignorierte die Frau, als sie ihn aufforderte das Rauchen einzustellen.

Nachdem er nicht reagierte, schlug ihm die Unbekannte den Joint schließlich mit einer Zeitung aus dem Mund. Daraufhin zog der Mann ein Multitool-Messer aus der Jacke, beugte sich zu der Frau und hielt es in ihre Richtung. Mehrere Zeugen beobachteten den Vorfall und alarmierten die Polizei.

Am S-Bahnhof Rathaus Steglitz verließ der Mann den Zug und stieg kurz darauf in eine am anderen Gleis bereitstehende S-Bahn. Ein Zeuge folgte ihm dabei, informierte die Polizei und ermöglichte so die Festnahme des Täters.

Bundespolizisten nahmen den wohnungslosen Mann fest und brachten ihn zur weiteren Bearbeitung in die Dienststelle. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten das Multitool-Messer und eine geringe Menge einer betäubungsmittelähnlichen Substanz.

Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den polizeibekannten Mann ein und sind nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen auf der Suche nach der unbekannt gebliebenen Frau.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Identität der Unbekannten geben können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030 / 2977790 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden.

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