Kriminalität, Polizei

BPOL NRW: Gewaltgeladenes Wochenende - Bundespolizei schritt bei mehreren Körperverletzungen ein

22.11.2021 - 12:18:02

BPOL NRW: Gewaltgeladenes Wochenende - Bundespolizei schritt bei mehreren Körperverletzungen ein. Köln - Am Wochenende (19./20./21. November) kam es für die Bundespolizei in Köln zu mehreren Einsätzen wegen zum Teil gefährlichen Körperverletzungen. In fünf Fällen eskalierte die Situation. Ein Mann wurde ins Gleisbett geschubst, weshalb die Bundespolizei eine Gleissperrung veranlasste. Strafverfahren wurden eingeleitet.

Am Freitagabend gegen 19:30 Uhr wurde die Bundespolizei vom Kölner Hauptbahnhof an den Haltpunkt Köln-Müngersdorf gerufen. Grund: Eine Person fuhr ohne gültigen Fahrausweis mit der Straßenbahn S19 und wurde kontrolliert. Bei dieser Kontrolle warf der 27-jähriger Ghanaer aus Wut dem Prüfpersonal das Geld vor die Füße. Die Situation eskalierte und zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit kamen hinzu, brachten den aufgebrachten Reisenden zu Boden und fesselten ihn. Als die Bundespolizei eintraf, trennte sie die Personen und ermittelte die Personalien aller Beteiligten. Der 27-jährige, wohnhaft in Bergheim, stellte Strafantrag gegen die beiden Mitarbeiter der DB Sicherheit wegen gefährlicher Körperverletzung.

Samstag gegen 13:30 Uhr hatte ein 19-jähriger Guinea sein Ticket für die Fahrt von Aachen nach Ehrenfeld nicht gestempelt. Als das Prüfpersonal ihn darauf hinwies, das Stempeln an der nächsten Station nachzuholen, folgte der 19-Jährige dem 27-jährigen Mitarbeiter des Prüfpersonals, ging diesen aggressiv an und beleidigte ihn auf Englisch. Der 27-jährige begab sich zu seinem Kollegen, welcher versuchte die Situation zu schlichten, fing sich jedoch unmittelbar einen Faustschlag ins Gesicht durch den Aggressor ein. Die Bundespolizei kam hinzu und befragte umstehende Zeugen nach dem Sachverhalt. Diese bestätigten den Geschehensablauf, so dass die Bundespolizisten ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen den 19-Jährigen einleiteten.

Am 21.11.21 (Sonntag) gegen 04:00 Uhr morgens wurde ein 18-jähriger ivorischer Staatsangehöriger am Hauptbahnhof Köln angetroffen. Als die Beamten vor ihn traten, spuckte er diesen vor die Füße. Diese nahmen das Verhalten zum Anlass, den jungen Mann einer Kontrolle zu unterziehen. Hiergegen wehrte sich der junge Reisende und weigerte sich seine Personalien preiszugeben. Die Beamten beabsichtigten den 18-Jährigen mit zur Dienststelle zu nehmen. Auch hiergegen sträubte er sich, indem er um sich schlug und sich losriss. Dennoch wurde er, in Handschellen, zur Dienststelle verbracht. Dort stellte sich heraus, dass er sich unerlaubt in der Bundesrepublik aufhält. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen ihn ein.

Ebenfalls am Sonntag, nur drei Stunden später um 07:00 Uhr, eilten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof zum Gleis 10/11, wo eine Person im Gleisbett lag. Sie hatten aus der Ferne beobachtet, wie es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Personen gekommen war. Am Bahnsteig angekommen, halfen sie der Person im Gleisbett, einem 22-jährigen Iraker, dieses wieder unbeschadet zu verlassen. Wie sich herausstellte, waren die drei Männer aneinandergeraten, weil der 22-Jährige am Bahnsteig uriniert haben sollte. Als ein 27-jähriger Leverkusener ihn darauf ansprach, gerieten die beiden zunächst in eine verbale, dann in eine körperliche Auseinandersetzung. Hier gesellte sich ein 21-jähriger Düsseldorfer hinzu und zusammen mit dem Leverkusener schlugen und traten sie auf den Iraker ein. Final schubste der Mann aus Düsseldorf den in Köln lebenden Iraker ins Gleis. Sein Glück war, dass nun die Bundespolizei hinzukam und eine Gleissperrung veranlasste. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die beiden Männer aus Düsseldorf und Leverkusen ein. Eine Videoauswertung wurde veranlasst.

Fast zeitgleich ereignete sich in der Haupthalle des Hauptbahnhofs ebenfalls ein weiterer Konflikt zwischen drei Beteiligten. Ein 32-jähriger Bonner stritt sich mit einem 23- und einem 35-jährigen Nigerianer. Dies spitzte sich so zu, dass die beiden Männer aus Gummersbach und Möhnesee den Bonner attackierten, indem sie ihn mit Tritten und Schlägen versahen und ihn mehrfach gegen die Bahnhofseingangstüre stießen. Anschließend entfernten sich die Angreifer Richtung Breslauer Platz, wo Beamte der Bundespolizei diese stellten. Die Tat konnte mittels Video gesichert werden. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Die Beschuldigten konnten die Dienststelle nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mit einem Platzverweis für den Hauptbahnhof wieder verlassen. Der 32- jährige Bonner wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht.

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