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Polizei, Kriminalit?t

Betr?ger haben kein Gewissen

20.11.2020 - 13:12:25

Polizeipr?sidium Mittelhessen - Pressestelle Marburg-Biedenkopf / ...

Marburg-Biedenkopf - Landkreis

In den letzten Tagen und Wochen gab es von der Polizei Marburg-Biedenkopf immer wieder Berichte ?ber Betr?ger am Telefon, die mit den unterschiedlichsten Maschen versuchten, an das Verm?gen ihrer Opfer zu gelangen.

Am gestrigen Donnerstagabend gab es wieder Anrufe angeblicher Polizeibeamter. Die Anrufe gingen im Hinterland in Bad Endbach und Steffenberg ein. Die Betr?ger blieben nach bisherigem Wissen gestern erfolglos.

Aus diesem Anlass heraus leite ich daher die heutige Meldung der Kolligin aus der Pressestelle in der Wetterau gerne weiter.

Die dargestellten Variante des Betrugs unter Ausnutzung der Corona-Situation kam bisher noch nicht im Landkreis vor. Erfahrungsgem?? ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, wann es die Betr?ger mit dieser weiteren v?llig erfundenen Geschichte angeblich wegen Corona hilfsbde?rftiger "Enkel" oder sonstiger Angeh?riger auch hier versuchen.

Martin Ahlich

Wetteraukreis: Betr?ger sind kreativ und lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Der sogenannte "Enkeltrick" war lange Zeit eine g?ngige Masche, um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei gab sich der Ganove am Telefon als Enkel oder anderer Familienangeh?riger aus. Eine Notlage t?uschten die geschickten Anrufer vor und baten dringend darum, mit Bargeld aus der Patsche geholfen zu bekommen. Die Anzahl der bei der Polizei gemeldeten Enkeltrickbetr?gereien ist r?ckl?ufig. Daf?r hat sich ein neuer Trick etabliert: Falsche Polizeibeamte. Die Anrufe falscher Polizeibeamter sind zwischenzeitlich vielen Leuten bekannt. Angebliche Kriminalisten ver?ngstigen den B?rger mit der Ank?ndigung von Einbrechern oder R?ubern. Sie geben vor, Wertgegenst?nde und Bargeld in Sicherheit bringen zu wollen. Stattdessen machen sie sich die Taschen voll und verschwinden mit dem Ersparten ?ber alle Berge. So kam es zwischen Sonntag (15.11.) und Mittwoch (18.11.) wieder zu einer Vielzahl von Anrufen solcher "Fake-Polizisten" im gesamten Kreisgebiet. Die Wetterauer waren schlauer als die Gauner. In allen gemeldeten F?llen beendeten sie das Gespr?ch z?gig, weil die Betrugsmasche erkannt wurde. Die Ganoven machen mittlerweile nicht mehr so h?ufig Beute, als in Zeiten, in denen ihr Trick noch unbekannter war. Deshalb kommen sie mit neuen Ideen daher, um den B?rger ?bers Ohr zu hauen. Was liegt in der aktuellen Situation n?her, als Corona auch beim Betrug ins Spiel zu bringen. Corona verunsichert und Verunsicherung und Angst machen es den Betr?gern leichter. Am Donnerstag (19.11.) meldete sich gegen 13.30 Uhr ein Mann bei einer Bad Vilbelerin. Er t?uschte sie am Telefon ?ber seine Identit?t und gab sich als Bekannter aus. Er bef?nde sich in einer Notlage, liege im Krankenhaus und sei an Corona erkrankt. Es sei sehr schlimm. Dringend m?ssten besondere Medikamente eingesetzt und bezahlt werden. Er bat die Seniorin darum, ihm Geld zu geben und erweckte den Anschein, es gehe um Leib und Leben. Trotz des aufgebauten Drucks und des geschulten Vorgehens der Betr?gers beschlichen die Frau Zweifel. Sie beendete das Telefonat und legte einfach auf. Ein Anruf beim echten Bekannten ergab, dass dieser sich bester Gesundheit erfreute und sie nicht um Geld gebeten hatte. Es ist skrupellos, aus dieser Krise Geld zu machen. Aber Betr?ger haben kein Gewissen!

Damit die Betr?ger, egal mit welcher Masche, erfolglos bleiben hier nochmals Tipps und Hinweise der Polizei:

- Seien Sie wachsam, misstrauisch und besprechen sich mit einer

Vertrauensperson, bevor Sie ?berhaupt an eine Abhebung von Bargeld oder ?berweisung denken oder das daheim gelagerte Geld an Fremde aush?ndigen!

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen! - Geben Sie niemals vertrauliche Informationen preis. - Versichern Sie sich mit einem R?ckruf tats?chlich den richtigen Enkel, Bekannten oder die Polizei am Apparat zu haben. - Verwenden Sie dabei aber niemals Rufnummern, die man Ihnen mitteilt oder die Sie auf dem Display sehen (die k?nnten gef?lscht sein). Suchen Sie die Telefonnummern selbst heraus und legen sie die Telefonnummer Ihrer ?rtlichen Polizei griffbereit ab. - W?hlen Sie bewusst neu! Benutzen Sie nicht die R?ckruftaste! -

Die Polizei ruft niemanden an, um ?ber Festnahmen zu berichten oder um pers?nliche Lebensumst?nde zu erfragen oder um sich nach Wertgegenst?nden und deren Sicherung zu erkundigen. Es geht niemanden etwas an, ob Sie alleine wohnen oder ob Sie Bargeld und Schmuck zuhause aufbewahren.

Im medizinischen Notfall wird immer ?rztlich versorgt. Medikamente oder Behandlungen werden ?ber die Krankenkassen abgerechnet oder per Rechnung im Nachhinein beglichen.

Hinweise und Tipps zu den Vorgehensweisen und zum Schutz vor Betr?gern am Telefon wie z.B. zu den Betrugsph?nomenen Anrufe falscher Polizeibeamter, Enkeltrick oder Schockanrufe finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de oder auf der Pr?ventionsseite unter www.polizei.hessen.de/Pr?vention

"Geben Sie diese Hinweise mit der Bitte um Weiterverbreitung weiter. Informieren Sie Freunde, Bekannte, Verwandte. Informieren und instruieren Sie potentielle Opfer, meist ?ltere Menschen, wie sie sich bei einem solchen Anruf verhalten sollen!"

Corina Weisbrod

R?ckfragen bitte an:

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