Medizin, Gesundheit

Beratung und Behandlung per digitalen Hausbesuch (AUDIO)

14.03.2019 - 06:21:43

Wort & Bild Verlag - Senioren Ratgeber / Beratung und Behandlung per ...

Baierbrunn - Anmoderationsvorschlag: Überfüllte Sprechzimmer und Ärztemangel auf der einen Seite und immer ausgereiftere digitale Angebote auf der anderen Seite, da kann der Teledoktor doch eine Hilfe für viele Kranke sein. Aber wie kommen Beratung und Behandlung aus der Ferne bei den Patienten an? Marco Chwalek berichtet:

Sprecher: Per Video, Chat oder Telefon beraten heute schon geschulte Ärzte aus der Entfernung Patienten. Aber wie immer gibt es ein Für und Wider, schreibt das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Chefredakteurin Claudia Röttger erklärt uns erstmal die Vorteile:

O-Ton Claudia Röttger: 13 Sekunden "Gerade chronisch Kranke profitieren bei den Routineterminen mit dem digitalen Doktor davon, dass sie keine langen Anfahrten haben oder in überfüllten Praxen warten müssen und die Patienten können engmaschiger betreut werden."

Sprecher: Auch kann die Telemedizin in ländlichen Gebieten teilweise den Ärztemangel ausgleichen. Aber wie sieht es mit den Nachteilen des digitalen Hausbesuchs aus?

O-Ton Claudia Röttger: 19 Sekunden "Einer der Schwachpunkte ist, dass der Teledoktor keine körperliche Untersuchung durchführen kann. Er kann zum Beispiel keine Lunge abhören oder eine harte Bauchdecke ertasten, und so kann es natürlich auch zu Fehleinschätzungen kommen. Der digitale Arzt muss also gut geschult sein, um zu wissen, wann er den Patienten persönlich in der Praxis untersuchen muss."

Sprecher: Ältere Menschen sind in der Regel häufiger krank. Was halten sie von der Fernbehandlung?

O-Ton Claudia Röttger: 21 Sekunden "Gut 70 Prozent der über 60-Jährigen würden sich auf keinen Fall per Teledoktor behandeln lassen, da sie den Arzt persönlich sprechen wollen. Auch haben sie gewisse Berührungsängste mit der Technik. Lassen die Patienten sich auf die Telemedizin ein, halten sie weit über die Hälfte für ein gutes Angebot, um Gesundheitsdaten wie Blutdruck oder Blutzucker zu besprechen."

Abmoderationsvorschlag: Und diese Zahlen stammen aus der aktuellen repräsentativen GfK-Umfrage des "Senioren Ratgeber".

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