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Polizei, Kriminalität

Auf Gesprächstaktik am Telefon hereingefallen

21.11.2019 - 17:26:32

Polizeipräsidium Westpfalz / Auf Gesprächstaktik am Telefon ...

Hochspeyer/Kaiserslautern - Auf einen Telefonbetrüger ist ein Imbiss-Betreiber aus Hochspeyer hereingefallen. Wie der Mann am Mittwoch bei der Polizei anzeigte, hatte er vergangene Woche einen Anruf aus dem Ausland erhalten. Eine türkisch sprechende Person gab an, vom Flughafen in Izmir aus anzurufen; bei ihm sei ein "Herr Schmidt", der ein guter Kunde des Imbisses in Hochspeyer sei.

Dann übernahm der angebliche "Herr Schmidt" den Telefonhörer und führte das Gespräch weiter. Er behauptete, seine Kreditkarte laufe in ein paar Minuten ab, weshalb er nun nicht seinen Flug nach Deutschland bezahlen könne. Er müsse aber dringend nach Hause und benötige deshalb schnellstmöglich Geld. Der Mann bat den Imbiss-Betreiber, ihm per Western Union knapp 2000 Euro zu überweisen - sonst könne er erst nächste Woche nach Hause fliegen. Das Geld würde er am nächsten Tag persönlich in Hochspeyer vorbeibringen.

Der Imbiss-Betreiber ging auf die Bitte ein - obwohl er sich nicht sicher war, wer dieser Kunde wirklich ist. Bis heute hat ihm niemand das überwiesene Geld zurückgebracht. Deshalb entschloss sich der Mann nun, Strafanzeige zu erstatten. Das Fachkommissariat für Betrugsdelikte ermittelt.

Die Polizei empfiehlt dringend: Lassen Sie sich nicht von solchen Anrufen aufs sprichwörtliche Glatteis führen! Vergewissern Sie sich, dass Sie den Gesprächspartner am anderen Ende tatsächlich kennen, beziehungsweise er auch wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Und wenn Sie nur den geringsten Zweifel an seiner Identität und seiner "Geschichte" haben, geben Sie niemals Ihr Geld aus der Hand - weder in bar, noch in Form einer Banküberweisung!

Auch eine Laden-Betreiberin aus Kaiserslautern ist am Mittwoch Betrügern "auf den Leim gegangen". Durch die geschickte Taktik ihres Gesprächspartners am Telefon, ließ sich die Frau davon überzeugen, die Nummerncodes von sogenannten Guthaben-Karten (Steam-Cards) durchzugeben. Der Anrufer war aber nicht der, für den er sich ausgegeben hatte. Schaden: mehrere hundert Euro. |cri

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Polizeipräsidium Westpfalz

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