Polizei, Kriminalität

Achtung Falschgeld / Trickbetrüger

07.12.2018 - 14:06:50

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis / Achtung Falschgeld / ...

Iserlohn - In Iserlohn sind allein am Donnerstag drei falsche Geldscheine aufgetaucht. Ein Unbekannter reichte am Nikolausabend um 18.50 Uhr eine Blüte über die Theke an eines Weihnachtsmarkt-Standes am Alten Rathausplatzes. Der augenscheinlich "nervöse" Kunde bezahlte zwei Crepes mit einem falschen 50-Euro-Schein. Das fiel den Verkäuferinnen leider erst später auf. Der Kunde ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, trug eine Schiebermütze, braune Jeansjacke, schwarze Haare und Drei-Tage-Bart. Eine Frau hielt sich im Hintergrund. Sie ist mit 1,60 Metern auffällig klein, trug schulterlange Haare, Mütze, Schal und schwarze "Tunnel"-Ohrringe. Die Beschreibung passt auch zu den Beobachtungen eines Pizzeria-Betreibers. Der überreichte einem Pärchen am Bahnhof eine Pizza-Bestellung und nahm einen falschen Schein zur Bezahlung an. Er schätzte den Mann auf etwa 1,75 und etwa 20 Jahre und die Frau auf 1,55 Meter. Der dritte falsche 50er kam aus einer anderen Pizzeria. Sie war einem der Auslieferungsfahrer im Laufe des Tages angedreht worden. In den vergangenen Tagen sind vermehrt "Blüten" aufgetaucht. Deshalb mahnt die Polizei, bei der Annahme von Geldscheinen auf die Sicherheitsmerkmale zu achten.

Eine betagte Iserlohnerin wäre am Mittwoch beinahe auf einen Enkeltrick hereingefallen. Sie war bereits mit einem Bargeldbündel unterwegs, um dem vermeintlichen Schwiegersohn zu helfen. Erst als am vereinbarten Treffpunkt niemand erschien, wurde sie misstrauisch. Der akzentfrei Deutsch sprechende Betrüger rief sogar noch einmal an, konnte aber eine Frage nicht beantworten. Darauf rief die Seniorin von sich aus den echten Schwiegersohn an und der Schwindel flog auf. Die Polizei wurde erst informiert, als die Seniorin die Geschichte am nächsten Tag in ihrer Bank erzählte. Deshalb warnt die Polizei noch einmal eindringlich vor dem Enkeltrick, der wieder einmal typisch verlief. Die Täter bearbeiten ihre älteren Opfer dabei äußerst geschickt. Selbst Menschen, die von der Masche der Betrüger gehört oder gelesen haben, fallen auf den Trick herein. Der Anrufer beginnt das Gespräch zum Beispiel mit "Rate mal, wer hier ist!" Mit einer Antwort sind die Opfer dem Täter bereits auf den Leim gegangen. Sofort übernehmen der Anrufer oder die Anruferin die falsche Identität. Er/sie tut so, als wäre er Sohn, Tochter, Enkel, Nichte oder Schwiegersohn. Im Laufe des Gespräches bauen die Täter immer wieder das gerade erworbene Wissen über ihre Zielperson ein und vermitteln immer mehr den Eindruck, wirklich der echte "Enkel" zu sein. Und dann erzählt der Betrüger von einer persönlichen Notlage oder einer günstigen Gelegenheit, etwas zu kaufen. Äußerst geschickt werden die Opfer zur Geheimhaltung gebracht. Sie sollen niemandem etwas erzählen, weil der angebliche Verwandte sonst bloß gestellt werde oder weil es um eine Überraschung gehe. Oft dauern die Gespräche am Telefon stundenlang. Die Betrüger schicken dann einen Boten, weil sie selbst verhindert seien. Andernfalls würde sie die Großmuter/der Großvater ja auch an der Tür vielleicht als falschen Enkel erkennen. Die bundesweit tätigen Betrüger ergaunern so immer wieder bis zu sechsstellige Beträge, Schmuck oder Münzen. Die Polizei rät: Wenn Unbekannte anrufen, lassen Sie sich erst gar nicht auf ein Gespräch ein! Sind Sie unsicher, ob die angebliche Person am anderen Ende der Leitung ist, rufen Sie diese unter der Ihnen vertrauten Rufnummer zurück! Geben Sie keine Informationen über Wertsachen und Vermögen oder private Daten heraus! Sprechen Sie mit Freunden oder echten Verwandten über vermeintliche Hilfe-Ersuchen angeblicher anderer Verwandten. Informieren Sie die Polizei über den Notruf 110, falls Sie den Verdacht haben, dass ein Betrüger am Telefon war. Warnen Sie Nachbarn, Freunde oder eigene Eltern und Großeltern vor der Masche der Betrüger.

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